Reiseberichte

Unsere gesammelten Reiseberichte 2011 – 2012

Von Stuttgart nach Kapstadt. In einem Jahr quer durch Afrika

Beginn der Reise von Stuttgart über die Alpen nach Venedig. Weiter nach Monfalcone und mit dem Frachtschiff über Zypern nach Israel. Oder die Frage, warum um alles in der Welt muss man einmal um die halbe Erde fahren?

Rudyard Kipling sagte einmal: „Es gibt zwei Sorten von Männern und Frauen, diejenigen die zu Hause bleiben. Und die anderen.“ In den letzten Tagen vor der Abfahrt, haben wir uns öfter gefragt, ob man denn nicht einfach zu Hause hätte bleiben können. Ob so eine Reise den ganzen Stress, die ganze Arbeit und Vorbereitungszeit wert ist. Und jetzt, eine Woche später können wir nur sagen, sie ist es wert. Jeder Tag, jede Minute und jede neue Erfahrung bestätigen uns das.

Rückblick: Am ersten Oktober, wie geplant, haben wir uns von Stuttgart Richtung Italien aufgemacht. Beladen mit Sack und Pack, ging es über die Alpen, nach Südtirol, wo wir ein paar wundervolle Tage verbracht haben. Am fünften Oktober ging es dann weiter nach Venedig. Dort angekommen, haben wir die beiden Eidgenossen Tanja und Cederic getroffen, die auch auf dem Weg nach Cape Town sind.

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„Die Geschichte auf diesen Seiten ist nicht die Geschichte der arabischen Bewegung, sondern die meiner Beteiligung daran. Es ist die Erzählung des täglichen Lebens, unbedeutender Geschehnisse kleiner Menschen. Hier gibt es keine Lektionen für die Welt, keine Enthüllungen, um die Menschen zu schockieren. Sie ist voll von trivialen Dingen, zum Teil deshalb, dass niemand die Überreste, aus denen ein Mann eines Tages Geschichte machen könnte, fälschlich für Geschichte hält, und zum Teil wegen des Vergnügens, das ich bei der Erinnerung an meine Beteiligung an dieser Revolte hatte. Wir alle waren überwältigt, wegen der Weite des Landes, des Geschmacks des Windes, des Sonnenlichts und der Hoffnungen, für die wir arbeiteten. Die Morgenluft einer zukünftigen Welt berauschte uns. Wir waren aufgewühlt von Ideen, die nicht auszudrücken und die nebulös waren, aber für die gekämpft werden sollte. Wir durchlebten viele Leben während dieser verwirrenden Feldzüge und haben uns selbst dabei nie geschont; doch als wir siegten und die neue Welt dämmerte, da kamen wieder die alten Männer und nahmen unseren Sieg, um ihn der früheren Welt anzupassen, die sie kannten. Die Jugend konnte siegen, aber sie hatte nicht gelernt, den Sieg zu bewahren; und sie war erbärmlich schwach gegenüber dem Alter. Wir dachten, wir hätten für einen neuen Himmel und für eine neue Welt gearbeitet, und sie dankten uns freundlich und machten ihren Frieden.“

(T.E. Lawrence: Die sieben Säulen der Weisheit, Seite 850).