Fahrzeug


Welches Fahrzeug für eine Trans- Afrika Tour?

Die Vorteile eines Geländewagens sind nicht nur seine höhere Bodenfreiheit, sondern auch die Möglichkeit, ausgetretene Pfade verlassen zu können. Wenn man einmal den  Glaubenskrieg zwischen Toyota Landcruiser und Landrover Defender beiseite lässt, gibt es im PKW Bereich folgende Alternativen: Landrover Defender, Toyota Landcruiser oder HighLux, Mercedes “G” Modell und den Nissan Patrol. All diese Modelle verfügen über eine starre Achse und ein Differentialgetriebe. Sie sind robust, haltbar und Ersatzteile sind in Afrika erhältlich . Alle Modelle sollten mit Dieselmotor ausgestattet sein. Wer seine Reise nach Afrika selbst organisiert und keine geführte Expedition mitmachen möchte, sollte sich bereits vor Abreise um einen geeigneten Mietwagen kümmern.

Mercedes G

Schön für den der es sich leisten kann, einen Mercedes G zu fahren. Der G ist nicht nur ein sehr zuverlässiges Fahrzeug, sondern leider auch eines der teuersten Geländewagen aus diesem Vergleich. Pluspunkte sammelt der Mercedes G bei Verarbeitung und Technik. Auch die Bodenplatte, die einer Antipersonenmine wiederstehen kann, ist ein Sicherheitsaspekt. Schwieriger wird es mit der Ersatzteilbeschaffung in Afrika. Da die G-Klasse nicht sehr häufig in den meisten afrikanischen Ländern gefahren wird, kann sich die Ersatzteilsuche von schwierig bis unmöglich gestallten.

Nissan Patrol

Der Nissan Patrol ist ein Schlachtschiff. Mit der Einführung des Nissan Patrol GR (Y60) Mitte der 90er Jahre wurde die Baureihe um den 4,2 Liter Sechszylinder-Saugdiesel in Reihenbauart erweitert. Er holt immerhin 264 Nm bei 3200 Umdrehungen aus der Maschine. Allerdings ist der Nissan Patrol nicht so gut ausbaubar wie z.B. der Landrover Defender 110 / 130 oder der Toyota Landcruiser HZJ.

Toyota Land Cruiser

Seit 1951 baut Toyota den Toyota Land Cruiser, der in vielen Ländern Afrikas einen Ruf von Verlässlichkeit und Haltbarkeit hat. Begründet wurde dieser auf der Modellreihe BJ, auch bekannt als Buschtaxi. Mit der HJ6x und HZJ reihe hat Toyota geradezu geniale Geländer-Reisefahrzeuge geschaffen. Viel Platz, ein super Motor, gute Ersatzteilversorgung sprechen für sich. Einziger Wermutstropfen ist die sehr große Modellpalette, welche immer wieder zu Problemen bei der Ersatzteilbeschaffung wird.

Landrover Defender

Der Landrover Defender wird seit den 60iger Jahren gebaut. Der „Landy“ wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wird, ist für Mechanikpuristen ein herrliches Stück unverfälschte Geländewagentradition.  Der Landrover Defender ist modular aufgebaut; so kann man z.B. das Dach mit wenig Aufwand abbauen. Die drei Grundmodellvarianten sind in drei Fahrzeuglängen 90, 110, 130 erhältlich. Die Stärken spielt der Defender abseits der Straße aus: die im Geländegang sehr kurze Übersetzung, der permanente Allradantrieb mit sperrbarem Mitteldifferential und die hohe Achsverschränkung sowie eine Watttiefe von 50 cm lassen sich bereits mit der Serienausstattung die meisten Situationen bewältigen. Die Handbremse des Landrover Defender  wirkt  direkt auf die Kardanwelle zur Hinterachse. Durch Sperren des Mitteldifferentiales wirkt die Handbremse auf alle Räder.