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Adventure Southside Messe 2016 Bodensee

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Seit nunmehr fünf Jahren findet alljährlich die Messe Adventure Overland Show erfolgreich in England statt. Sie ist in der Off-Road-, und Fernreise-Szene eine feste Grösse geworden. Nach der Messen Adventure Northside (Reisen und Überleben weltweit), die im vergangenen Herbst erstmals in Walsrode, Niedersachsen stattfand kommt die 4×4 Off-Road Messe nun erstmals nach Süddeutschland. Die Adventure Southside 2016 soll ein Familienevent mit Overland- und Bushcraftausstellung im Süden Deutschlands werden. Ein kostenpflichtiges Vortragsprogramm (10 Euro) mit Vorträgen und Workshops aus dem Bereich Outdoor, Welttouren mit  Motorrad-, Quad oder Reisemobil wird das Programm abrunden. Über 70 Aussteller, darunter Action Mobil, Extrem Fahrzeuge, Bimobil und Frontrunne, ein großes Freizeitgelände bietet die Adventure Southside Messe 2016, westlich des Bodensees. Es werden zwei große Off-Road –Tracks angelegt die Testfahrten durch Steilkurven, Steigungen und durch Wasserlöcher zum Erlebnis machen.

Unter den über 70 Ausstellern auf der Adventure Southside befinden Sich unter anderen folgende Firmen:

Action Mobil GmbH & Co. KG
Allrad Keba
Bimobil – von Liebe GmbH
Boomerang Reisen
Bushcraft Essentials Vertriebs GmbH
Campwerk
Extrem Fahrzeuge GmbH
Frontrunner Outfitters
und viele Andere…

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Informationen rund um die Adventure Southside Messe

24.-26. Juni 2016
Lochmühle Eigeltingen (Westl. Bodensee)

Lochmühle
Hinterdorfstrasse 44
D-78253 Eigeltingen

Öffnungszeiten Tagesbesucher

Freitag, 24. Juni 2016: 09:00 – 19:00 Uhr
Samstag, 25. Juni 2016: 09:00 – 19:00 Uhr
Sonntag, 26. Juni 2016: 09:00 – 17:00 Uhr

Ankunfts- und Abfahrzeiten Campinggäste

Donnerstag, 23. Juni 2016: 13:00 – 20.00 Uhr
Freitag, 24. Juni 2016: 08:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 25. Juni 2016: 08:00 – 20:00 Uhr
Sonntag, 26. Juni 2016: 08:00 – 16:00 Uhr

Späteste Abreise: Montag, 27. Juni 2016:  11:00 Uhr

Die Tages- und Mehrtagestickets beinhalten:

  • Normales Ticket: Zugang zu allen Ausstellungen (Bushcraft/Survival, 4×4, Bikes, Quad/ATV)
  • Votragsticket: enthält alles, was das normale Ticket hat, zusätzlich  Zugang zu den Vorträgen, Seminaren und  Workshops
  • Normales und Vortragsticket: Freier Zugang zu den Abendveranstaltungen mit Live-Musik

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Mehr zur Messe auf Adventure Southside

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Buschtaxi

Vor einem Jahr haben wir angefangen uns zu überlegen, welches Fahrzeug wohl das Beste waere, um damit einmal quer durch Afrika zu fahren. Dabei waren die wichtigsten Kriterien: Zuverlässigkeit, Ersatzteilversorgung, Beladung und Preis. Wir hatten das große Glück, nach viermonatiger Suche, einen Landcruiser HZJ 78 zu ergattern, mit annehmbarem Kilometerstand und in einem super Zustand. Jetzt haben wir einen gelben Landcruiser und neue Freunde gewonnen (die uns den Landcruiser verkauft haben).

Und so wie er dann dastand war er eigentlich schon fast reisefertig. Die zwei Tanks zu je 90 Liter Diesel und zwei Reservekanistern mit zusammen 40 Litern (gesamt 220 Liter) sind, wenn man nicht gerade Trans-Sahara fahren möchte, mehr als ausreichend. Die vordere Seite, des mit fast fünf Metern langen Buschtaxis, wird von einer massiven Bullbar (von der Firma ARB) geschützt. Das ist nicht nur hilfreich bei Unfällen mit Tieren, man kann auch prima drauf sitzen. Die Scheinwerfer haben eine zusätzliche Abdeckung aus steinschlagfestem Acrylglas.

Wir haben uns gegen eine Seilwinde entschieden. Obwohl eine Seilwinde super off-road-mäßig aussieht, zieht man doch in aller Regel mit dieser Winde fast immer nur andere, havarierte Fahrzeuge aus dem Dreck. Sperrdifferential und Sandbleche sind uns in diesem Fall Sicherheit genug. Zudem sind es immerhin knapp 30 Kilo, die man vorne an dem Fahrzeug spart und die meiste Zeit nur spazieren fahren wuerde.
Die Überlegung die Motorhaube mit Alu-Tränenblech zu verkleiden, damit man sie begehen kann, haben wir aufgegeben. Die Bleche blenden so stark, dass es bei grellem Sonnenlicht wirklich anstrengend ist, etwas zu erkennen.

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Unter der Haube des Landcruisers HZJ 78 arbeitet ein 4,2 Liter Sechszylinder-Diesel, der, Serienmäßig 130 PS auf die Straße bringt. Zusätzlich dazu haben wir einen Turbo welcher noch einmal moderate 30 PS zusätzlich liefert. Die einzigen Veränderungen im Motorraum sind ein Öldruckmesser und ein vollautomatisches Batterie-Ladesystem (Sterling ProSplit) für die Kompressorkühlbox und die Zusatzbeleuchtung. Die Luft zum Atmen erhält der Motor durch einen Schnorchel mit Zyklonfilter.
Hinter der Motorhaube kommt dann die Fahrerkabine mit dem einzigen elektronischen Bauteil – dem Autoradio. Dieses hat einen USB Anschluss und vor allem einen MW LW Empfang für die Sender der Deutschen Welle, BBC World und Voice of America, die in Afrika nur über MW und LW ausgestrahlt werden. Die Sitze sind mit einem Stoffüberzug bezogen.  Damit endet auch schon der Luxus. Hinter dem Beifahrersitz befindet sich der 40 Liter Engel Kompressorkühlschrank und darunter die zusätzliche AGM Batterie, die über die Lichtmaschine geladen wird. Hinter dem Fahrersitz befinden sich drei 20 Liter Wasserkanister. Wir haben uns gegen einen großen Tank entschieden, da man unterwegs immer verschiedene Wasserqualitäten bekommt. Somit muss man nicht leckeres Quellwasser mit chlorigem Leitungswasser mischen. Ansonsten kann man fast ueberall Wasser in Flaschen kaufen. Im hinteren Teil des Fahrzeuges befinden sich zwei Podeste unter denen verschiedene Boxen mit Medikamenten, Ersatzteilen, usw. untergebracht sind. Darüber befinden sich die Alu- Kisten für persönliche Dinge, die Elektronikkiste, die Küchenkiste sowie Stauraum und Kisten für Lebensmittel. Beleuchtet wird das ganze mit verschiedenen Warmtone- SMD Leuchten, welche von der Zusatzbatterie gespeist werden. Hinten in der Türe ist die Schaufel und das Beil, sowie ein Wasserkanister zum Händewaschen und ein ausklappbarer Tisch.

Die Oberkante des 2,10 Meter  hohen Buschtaxis wird von einem „Front Runner“ Alu- Dachträger bedeckt, der eine Länge von 2,80 Metern hat. Auf dem hinteren Teil des Dachträgers befindet sich das Holowing Moon Stargazer Dachzelt, davor zwei stabile Kisten aus Alu-Tränenblech, zwei Reservekanister für Diesel und eine große Plastiktonne, die als Reisewaschmaschine fungiert. Hinten am Auto befindet sich einer der beiden Reservereifen, der andere ist unter dem Fahrzeug verstaut. Das Fahrzeug steht auf BF Goodrich MT Reifen.
Somit ist unser neues Zuhause für das kommende Jahr,  5 Meter lang, 2,4 Meter hoch und alles zusammen ca. drei Tonnen schwer.

Im Moment steht das Buschtaxi bei Toyota Stuttgart und bekommt noch die letzten chirurgischen Eingriffe verpasst. Wir haben jetzt die Fähre von Monfalcone (Italien) nach Ashdod (Israel) für den 6. Oktober gebucht. Und so wie es im Moment aussieht, sind zwei nette Eidgenossen Cédric + Tanja mit an Board. Ihren Blog gibt es unter http://www.sanduku.ch/ zu entdecken.

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Vorteile von Automatikgetrieben

Wiedererwarten haben automatiegetriebene Fahrzeuge im Gelände einige interessante Vorteile. Bei sehr steinigem oder steilem, treppenartigen Gelände, wo lang­sames Fahren beziehungsweise Kriechen der richtige Fahrstil ist um Reifen und Fahrwerk zu schonen, erlaubt der Drehmomentwandler das Kriechen bei hö­herer Motordrehzahl, was einen höheren Drehmoment bedeutet.
Vor jedem Hindernis verringert man die die Fahrge­schwindigkeit nach Bedarf auch bis zum Stillstand, dann gibt man vermehrt Gas und das Fahrzeug hebt sich, gesteuert nur mit dem Gasfuß, über das Hindernis.
Diese extrem starken Belastungen des Fahrzeuges führen jedoch auf Dauer zu einer starken Temperaturerhöhung des Öls im Drehmomentwandler. Da das Getriebeöl durch einen zusätzlichen Ölkühler im Kühlwasserkreis­lauf gekühlt wird, wird auch das Kühlwasser, welches wiederum das Getriebeöl kühlt, zusätzlich stark erwärmt.

Wichtig ist eine ständige Kontrolle des Kühlwasserthermometers, besonders bei hohen Außentemperaturen.

Im Gegensatz zu Geschalteten Getrieben, welche durch das Kupplungsschleigen starken verschleiß haben, arbeitet die Wandlerautomatik wie sie fast überall verbaut wird ohne Verschleiß.

Vorteil der Automatik im Sand

Wenn der Fahrer plötzlich auf einer Ebene von Weichsandfel­dern überrascht wird, reagiert das Getriebe unterbrechungsfrei auf die er­schwerten Fahrbedingungen und schaltet ohne Zugkraftunterbre­chung auf die erforderliche Fahrstufe zurück.
Beim Fahrzeug ohne Automatik bedeutet jedes Kuppeln eine Zugkraftun­terbrechung. Das ist bei einer Fahrt durch den Sand immer mit einem erheblichen Geschwindigkeitsverlust, bei dem sogar ein Still­stand droht, verbunden.

Auch die Drehmomenterhöhung und die sanfte Art der Kraftübertra­gung bringt Vorteile gegenüber einem handgeschalteten Modell, wenn es bei einem eingesandeten Fahrzeug gelingt, sie in Bewe­gung zu übersetzen.Die Meinung, dass man Automatikfahrzeuge nicht anschleppen kann ist falsch. Modelle, die mit einer Sekundärölpumpe versehen sind, versorgen beim Anschleppen das Getriebe mit dem erforderlichen Hydraulikdruck. Dadurch wird das von den Rädern erzeugte Drehmoment zur Kurbelwelle hin übertragen und der Motor springt an.

Fazit

Klingt sehr überzeugend für eine Afrika Tour. Einziges Problem ist die erschwerte Reparatur unterwegs. Wer schon einmal ein Drehmomentwandler oder ein Planetengetriebe auseinandergebaut hat, weiß wovon die Rede ist. Auch werden in neueren Autos fast nur noch Elektronisch-hydraulische Steuerungen verbaut.

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Vorbereitung

Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen. Warum Afrika? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Warum nicht Australien oder Amerika. Geht man doch auf Reisen um neues zu entdecken, um Orte und Menschen kennen zu lernen, welche eine große Faszination auf einen ausüben. Und wo, wenn nicht in Afrika, kann man heute noch echte Abenteuer erleben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man direkt von Zuhause aus losfahre kann. Ohne das Fahrzeug aufwendig nach Australien oder Amerika verschiffen zu müssen.

Und ja, eine Trans- Afrika Reise bedarf einer sehr gründlichen Vorbereitung. Sicher kann man einfach mit einem Geländewagen losfahren und dann schauen wie weit man kommt… aber ob man mit dieser Einstellung glücklich wird in Afrika ist mehr wie fraglich.

Aus diesem Grunde heißt es Vorbereiten. Einlesen in die Materie, Ausrüstungslisten zusammenstellen, sich um  ein geeignetes Reisefahrzeug kümmern und sich bei Behörden um die notwendigen Papiere besorgen.