Veröffentlicht am

KAZA Visum südliche Afrika

KAZA-Visum-AfrikaAb dem 1. Dezember 2014 benötigen Reisende aus Deutschland keine seperaten Visa für Sambia und Simbabwe. Das neue „KAZA Visum“ (KAZA = Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area) gilt dann in beiden Ländern sowie für Tages-Ausflüge nach Botswana im Kazungula-Grenzgebiet.

Das Visum erlaubt Aufenthalte bis zu 30 Tagen und ist für 50 US-Dollar unter anderem an den Flughäfen in Lusaka, Harare, Livingston und Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen bei den Victoria-Fällen erhältlich. Die neue Regelung ist ein Pilotprojekt und gilt für Reisende aus über 40 Nationen, darunter auch Österreich, Frankreich, Großbritannien, Polen und die Schweiz. Als nächstes soll das gemeinsame Visum auch in Botswana, Angola und Namibia eingeführt werden. Nach Informationen des Zambia Tourism Board ist damit im Sommer nächsten Jahres zu rechnen.

KAZA_Visum

Kosten

KAZA Visum (KAZA = Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area) für Sambia und Simbabwe: 50 US$ (für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen).

Erhältlich ist das Visum an folgenden Grenzen in Sambia: Flughafen Lusaka, Flughafen Livingstone, Livingstone/Victoria Falls Grenzposten, Kazungula. Und in Simbabwe ist es an diesen Grenzen erhältlich: Flughafen Harare, Flughafen Victoria Falls, Livingstone/Victoria Falls Grenzposten, Kazungula.

Normale Visagebüren im Vergleich

Sambia

Die Gebühren für die Ausstellung eines für eine Einreise gültigen Touristenvisums (Single Entry) betragen für deutsche Staatsangehörige USD 50. Für eine zweifache Einreise (Double Entry) fallen Visagebühren in Höhe von USD 80 an. Mehrfacheinreisen (Multiple Entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt, können aber nach Einreise bei den örtlichen Büros der Einwanderungsbehörde beantragt werden. Seit November 2008 wieder erhältlich ist das insbesondere bei Tagesausflügen von Victoria Falls (Simbabwe) nach Livingstone (Sambia) ausgestellte Tagesvisum („Day Tripper Visa“), das eine Gültigkeit von 24 Stunden hat. Die Gebühren hierfür betragen USD 20.

Simbabwe

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,– (eine Einreise) bzw. USD 45,– (zwei Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Ein 6 Monate gültiges Visum mit mehreren Einreisen kostet USD 55,–.

Quelle: Auswaertiges Amt

Über die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area

Das grenzüberschreitende Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA)  Natur- und Landschaftsschutzgebiet liegt im südlichen Teil Afrikas. Der Park umfasst eine Fläche von 444.000 km² und ist nach dem Nordost-Grönland-Nationalpark das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde. Der Park umfasst Gebiete der Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia sowie Simbabwe. Er grenzt an eine Reihe bereits bestehender Nationalparks und Wildreservate in diesen Ländern. Der Park umfasst den Caprivizipfel in Namibia, den Chobe-Nationalpark und das Okavangodelta in Botswana, den Hwange-Nationalpark in Simbabwe sowie die Victoriafälle im Grenzgebiet zwischen Sambia und Simbabwe.

Weblinks

www.kazavisa.info

Veröffentlicht am

Grenzübergang Ägypten Sudan

Ab sofort ist es nun möglich, mit dem Auto von Assuan nach Wadi Halfa zu fahren. Damit gehört die lästige Warterei auf das Schiff sowie den dazugehörigen Frachtponton der Vergangenheit an. Da die Straße über Abu Simbel führt und hier eine Nacht übernachtet wird, ergibt sich ein schöner Mehrwert. Nach mehrfachem Email Kontakt mit Mohamed Abouda in Ägypten (Assuan) funktioniert der Grenzübergang auf der Straße von Ägypten in den Sudan folgendermaßen:

Eine Woche vor Ankunft werden folgende Papiere als Kopie per Email benötigt:

  1. Kopie des Carnet (erste Seite)
  2. Kopie des Passes des Fahrers
  3. Kopie des Führerscheins des Fahrers
  4. Details (Nummer) des Ägyptischen Nummernschildes
  5. Kopie der Ägyptischen Lizenz

Sollte mehr als ein Fahrer / Person in dem Fahrzeug Reisen, dann sind von dieser Person auch Kopien des Reisepasses mitzuschicken.

Zu den Preisen hat mir Mohamed Abouda folgende Email geschrieben:

Thank you for your email. The price depends on how many vehicles. To give you an idea the cost for one small vehicle is about US$500 by road. If you need any more information please let me know.

Aber wie alles in Ägypten ist e seine Verhandlungssache.

Die Kontakt Daten sind:

Mohamed Abouda
00 20 1225 111 968 (von außerhalb Ägyptens)
oder 01225 111 968 oder 01011 181 151 (von innerhalb Ägyptens)
Email: nilfeluka@hotmail.com
http://ferryaswanwadihalfa.wordpress.com

Elephantine Island
Aswan – box 94
Egypt

Mohamed Abouda kann auch behilflich sein bei der Buchung der Fähre und/oder des Pontons. Auch für alle weiteren Papierangelegenheiten ist er ein nützlicher Helfer. Er weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass man das Sudan Visum unbedingt in Kairo besorgen sollte, da es nicht immer in Assuan erhältlich ist und man ohne Visum keine Fährticket oder die Sondergenehmigung für die Straße in den Sudan bekommt.

Weitere wichtige Adressen in Assuan sind:

Traffic Court GPS: N 24 03.702  E 032 53.167  (Police Clearance für Ägypten)
Traffic Police Station GPS: N 24 05.024′ E 032 54.502 (Rückgabe der Nummerschilder)
The High Dam Port GPS: N. 23 58.223 E. 32 53.755 (Hafen)
Sudanesisches Konsulat in Assuan: N 24 6.324 , E 32 54.168

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Grenze Ägypten Sudan

Seit den Grenzstreitigkeiten zwischen Ägypten und dem Sudan, die nun seit vielen Jahren andauern, ist die einzige Verbindung zwischen diesen beiden Ländern eine Personenfähre. Diese Fähre fährt einmal pro Woche. Immer montags von Assuan (Ägypten) nach Waldi Halfa (Sudan) und immer mittwochs von Wadi Halfa nach Assuan. Auf der Fähre werden Passagiere, sowie Motorräder und Fahrräder transportiert. Größere Fahrzeuge wie Autos und Lastwagen werden auf einem separaten Ponton befördert. Dieser fährt in aller Regel am Sonntag von Assuan nach Wadi Halfa und dann am Dienstag von Wadi Halfa nach Assuan. (Kann aber auch mal 5 oder mehr Tage brauchen).

Die Preise sind nicht billig und belaufen sich auf:

Erste Klasse Kabine: 500.00 LE pro Bett und Person
Zweite Klasse Sitz: 322 LE
Halber Preis für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren.

Der Preis für Fahrzeuge:

Fahrrad: 51 LE
Motorrad: 253 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von weniger als 5 Meter : 2012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 5 bis 6 Metern: 3012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 6 bis 8 Metern: 5120 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 8 bis 10 Metern: 10.012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 10 Metern: 13012 LE

Das Fährbüro der Nile Valley Cooperation in Assuan (GPS Koordinaten N 24 05.947 E 32 53.978) ist der erste Anlaufpunkt für ein Fährticket.

Nile Valley Cooperation
Nile Street Aswan
Mob : 002 /0183160926
Telfax :002/2303348
E-Mail : takourny@ gmail.com
www.takourny.free-boards.net

Weitere wichtige Adressen in Assuan sind:

Traffic Court GPS: N 24 03.702  E 032 53.167  (Police Clearance für Ägypten)
Traffic Police Station GPS: N 24 05.024′ E 032 54.502 (Rückgabe der Nummerschilder)
The High Dam Port GPS: N. 23 58.223 E. 32 53.755 (Hafen)
Sudanesisches Konsulat in Assuan: N 24 6.324 , E 32 54.168

Nach Aussagen der Nile Valley Cooperation kann man die Nummerschilder auch direkt beim Hafen abgeben. Damit erspart man sich die Polizeieskorte zum Hafen. Das spart Geld und auf jeden Fall Zeit. Ansonsten sind die Informationen, die man von der Nile Valley Cooperation erhält meist mehr als mangelhaft. Jeder versucht ein große Geheimniss aus allen möglichen und unmöglichen Informationen zu machen. So ist eine sichere Buchung, auch wenn man den ganzen Ponton bucht, auf keinen Fall garantiert.

Straßenverbindung Ägypten – Sudan

Nachdem die Sudanesen schon vor einiger Zeit, die Straße Richtung Norden bis fast zur Ägyptischen Grenze fertiggestellt haben, haben nun die Ägypter nachgezogen und die Straße bis kurz vor die Grenze des Sudans fertiggebaut. Die Straße verläuft dann von Gustul in Ägypten nach Wadi Halfa im Sudan. In Zukunft wird sich die neue Straße auf der östlichen Nielseite befinden.

Nach Aussagen des Sudanesischen Konsuls in Assuan sowie verschiedenen anderen Quellen in Assuan fehlen nur noch etwa zehn Meter zur Straßenfertigstellung. Allerdings ist nicht die Fertigstellung der Straße das Problem, sondern, die Ägyptische Regierung weiß noch nicht, wie sie den Grenzverkehr abfertigen soll. Im Zuge der jetzigen Umbrüche in der Ägyptischen  Politik gibt es zwei Szenarien. Erstens: Es passiert erst einmal nichts mehr, da sich keiner dafür verantwortlich fühlt und das Geschäft mit der Fährverbindung außerdem äußerst lukrativ ist. Zweitens: Es wird sich in der allernächsten Zeit etwas tun und so Gott will, wird dann endlich dieses Nadelöhr auf der Kairo – Kapstadt Route wegfallen.

UPDATE: Am 4. 12. 2011 habn wir einen Ägptischen Reiseleiter getroffen, welcher mit dem Auto von Assuan nach Wadi Halfa gefahren ist. Er hat berichtet, das ein Teil der Strasse zwar noch fehle, man dies aber auch mit einem 4×2 Auto Fahren kann. Diese Informationen sind noch mit Vorsicht zu geniessen, da wir noch nicht mit der organisation, für welche er tätig ist, kontaktiert haben.

Rami Siag von Siag Travel schrieb folgendes:

Yes we traveled from Egypt to Sudan by road from Arkin check point, we have got special permission from both side Egyptian and Sudanes. I am now in Khartoum discussing our crossing back to Egypt from Halaib.

Rami Siag, Siag Travel web: www.siagtravelegypt.com

Grenzübergang Ägypten Sudan bei Arkin

grenze_aegypten_sudan

UPDATE: 22.05.2013. Die Daily News Egypt schreibt: Land port on Egypt-Sudan border to be completed by Jan 2014. Hatim Abd al-Latif, Egypt’s minister of transportation, said that a land port currently being constructed near the town of Qastal on the Egyptian-Sudanese border will be completed by January 2014. http://goo.gl/COA62

Grenze ist jetzt offen Grenzübergang Ägypten Sudan

Informationen zum Sudan Visum

Das Sudan Visum ist am einfachsten in Assuan zu bekommen. Dort muss man sich zunächst registrieren und kann dann, sobald alle Papiere gesichtet wurden (dauert ca. 7 Tage) zur eigentlichen Antragstellung persönlch vorbeikommen. Die Deutsche Botschaft in Kairo stellt für den Sudan im Moment kein Empfehlungsschreiben aus, da es für den Sudan eine Teilreisewarnung gibt. In Assuan bekommt man aber gegen eine Gebühr von 50 US Dollar (Kostet in Kairo 100 US Dollar) das Sudan Visum auch ohne dieses Empfehlungsschreiben. In den Antragsunterlagen steht, dass auch eine Firma als Leumund fungieren kann. So kann man sich vor Abfahrt ein solches Schreiben in Deutschland sicherheitshalber besorgen. Ansonsten haben wir auch von anderen Deutschen Reisenden gehört, dass es trotz Fehlen diese Empfehlungsschreibens keinerlei Probleme gab.

Veröffentlicht am 3 Kommentare

Willkommen im Mittleren Osten

Raus aus der strengen Organisation, aus den vielen Sicherheitskontrollen und rein in den Orient. Handeln, fliegende Händler an der Autobahn, Männer in langen Gewändern, kopftuchtragende Frauen, Luxus-Limousinen die zwischen Ziegenherden parken, Menschen die neben Ziegen, Eseln oder Kamelen leben und gleichzeitig  viele Luxushotels und Resorts. Gastfreundliche, ehrliche Bewohner. Eintauchen in ein faszinierendes Land mit vielen Kontrasten.

Am 23.10.2011 sind wir früh  morgens in Eilat aufgebrochen und haben die Grenze nach Jordanien überquert. Die Ausreise war völlig problemlos:  Zollpapiere abgegeben, 100 Schekel (ca. 20 €) bezahlt und nach 15 Minuten waren wir schon auf der jordanischen Seite. Dort durch die Passkontrolle, für eine Woche Autoversicherung abgeschlossen (Kostenpunkt 24 JHD, ca. 25 €) und nach 20 Minuten waren wir in Jordanien. Das war richtig erholsam nach der herausfordernden Israel-Einreise 10 Tage vorher. GPS Geräte dürfen nach Jordanien nicht eingeführt werden, wenn sie nicht fest in das Fahrzeug eingebaut sind. So hatten wir natürlich keines dabei und haben uns  erst einmal bis Aqaba durchgefragt, da wir auch keine Karten besitzen. Zuallererst hatten wir eine Tankstelle aufgesucht. Der Liter Diesel liegt momentan bei 0,51 JHD (ca. 0,55 €). Da macht es richtig Spaß, die Tanks zu befüllen (wir haben schließlich zwei Tanks mit insgesamt 220 Litern).

Von Aqaba fuhren wir direkt nach Petra, und sind am späten Nachmittag in dem Beduinen-Camp Ammarin eingetroffen. Mitten in der Wüste gelegen, einen Steinwurf entfernt von Klein Petra, liegt es eingebettet in hohe, von Erosion bizarr geformten Felsen, die eine traumhaft schöne Landschaft bilden (GPS Koordinaten N30°22.912′ E35°27.032′). Nette Beduinen, saubere Toiletten und eine unglaubliche Stille, so ganz ohne Generatoren-Lärm  (Camping in Israel), Fluglärm (Camping in der Einflugschneise Eilat, Israel) oder dem netten Muezzin von nebenan, der einen häufig in muslimischen Ländern vor Sonnenaufgang aus den Federn hochfahren lässt. Keine stinkenden Mülltonnen direkt neben dem Zelt und vor allem niemanden der das Auto und uns begutachtet als seien wir von einem anderen Planeten. Kurzum, ein fabelhafter Ort, der nur weiterzuempfehlen ist. Deshalb haben wir dort insgesamt drei Nächte verbracht.

Nachdem wir die vergangenen Tage ein straffes Programm abgespult haben, war es an der Zeit, einen gemütlichen Tag einzulegen. Ausschlafen (bis 07:30 Uhr, da man immer mir der Sonne lebt), Bankgeschäfte und Erledigungen machen, etc. Nachmittags haben wir uns Klein Petra angeschaut und haben dort zufällig Tom und Susi getroffen. Tom hatten wir auf dem Campingplatz in Venedig vor zwei Wochen kennengelernt. In der Gruppe ist auch noch Marc, den wir zuvor in Wadi Musa getroffen haben (klein ist die Welt). Die drei sind mit ihren Motorrädern  auch auf ihrem Weg nach Südafrika. Susi, Mark und Tom sind nicht das erste Mal unterwegs. Ihren Blog findet man unter 321offroad.com. Es gab viel auszutauschen (Routen, Erfahrungen, etc.) deshalb hatten wir uns bei den Beduinen zwischen den Felsen in Klein Petra bei einem Glas Tee festgequatscht. Zurück im Ammarin Beduinen-Camp, gemütlich am Feuer, erzählten uns die Guides, dass die Unruhen in Syrien, Ägypten und Libyen den Tourismus in Jordanien sehr negativ beeinflussen. Scheinbar ist der Tourismus dramatisch eingebrochen – zumindest war das Beduinen-Camp fast leer, als wir dort waren. Schlecht für die Leute von Petra, aber gut für uns. Zumindest sind wir nicht allzu vielen Touristen außerhalb der Hauptattraktionen begegnet.

Am 25. 10. 2011, nach einer weiteren eisigkalten Nacht, haben wir Petra besichtigt. Die Eintrittspreise von 55 Euro sind zu Beginn abschreckend, aber am Ende des Tages kann man sagen, dass sich jeder Euro gelohnt hat. Wir haben noch nichts Vergleichbares gesehen (und wir sind beide schon viel gereist). Selbst die Akropolis wirkt eher unscheinbar neben Petra. Es ist unvorstellbar, dass hier einmal fast 100.000 Menschen gewohnt haben. Lässt man die Massen von Touristen und die Einheimischen die einem etwas verkaufen wollen außer Acht, dann ist Petra ein magischer Platzt auf diesem Planeten. Die Kontraste zwischen der zerklüfteten Landschaft und den zum Teil sehr gut erhaltenen Bauwerken, die zumeist aus den Felsen gehauen wurden, sind wie ein Eintauchen in eine andere Zeit und Welt. Die einheimischen Beduinen leben immer noch in den Felsenhöhlen von Petra und versuchen tagsüber mit allen Tricks, die Touristen  auf Ihre Transportmittel zu locken (Pferde, Kutschen, Esel, Kamele). Einer hatte seinen super speed Esel Ferrari genannt  und war damit unglaublich erfolgreich.

Zurück  im Ammarin Beduinen Camp haben wir zwei Tour-Guides aus Amman getroffen, die in Jordanien Offroad-Touren anbieten. Die beiden sind eine gute Anlaufstelle für Ausrüstung, Tipps und Informationen rund ums Fahrzeug. No1 4×4 8, Salim  Bin Al-Harath Al Bayader Industrial Area. Arman. Tel. 06-581-6174. E-mail no14x4@gmail.com.

Am 26. 10. 2011 ging es nach Wadi Rum zum Offroadfahren in die Wüste. Endlich Tiefsand, endlich wild Campen mit Lagerfeuer. Von Petra haben wir uns am Vormittag gemütlich  auf den Weg, Richtung Wadi Rum gemacht. Dort wurden wir sehr nett im Visitor Center begrüßet. Einmalige kosten pro Person 5 JHD und 20 JHD für das Fahrzeug (insg. ca. 33 Euro). Der Preis beinhaltet ein Abendessen im Beduinen-Camp und Frühstück. Uns hat es aber unter den Nägeln gejuckt, deshalb wir sind gleich in den Tiefsand, Richtung Osten aufgebrochen um dort wild zu campen. Wadi Rum ist eine Mischung aus hohen, zerklüfteten Bergen, tiefen Schluchten, mit immer mal wieder dazwischenliegenden großen Sanddünen. Alle paar Minuten ändert sich die Landschaft und eröffnet  neue, spektakuläre Naturszenen. Lawrence von Arabien, der hier lange gelebt hat, hat folgendes Zitat hinterlassen, welches die Stimmung dieser Landschaft sehr treffend wiedergibt:

„Die Geschichte auf diesen Seiten ist nicht die Geschichte der arabischen Bewegung, sondern die meiner Beteiligung daran. Es ist die Erzählung des täglichen Lebens, unbedeutender Geschehnisse kleiner Menschen. Hier gibt es keine Lektionen für die Welt, keine Enthüllungen, um die Menschen zu schockieren. Sie ist voll von trivialen Dingen, zum Teil deshalb, dass niemand die Überreste, aus denen ein Mann eines Tages Geschichte machen könnte, fälschlich für Geschichte hält, und zum Teil wegen des Vergnügens, das ich bei der Erinnerung an meine Beteiligung an dieser Revolte hatte. Wir alle waren überwältigt, wegen der Weite des Landes, des Geschmacks des Windes, des Sonnenlichts und der Hoffnungen, für die wir arbeiteten. Die Morgenluft einer zukünftigen Welt berauschte uns. Wir waren aufgewühlt von Ideen, die nicht auszudrücken und die nebulös waren, aber für die gekämpft werden sollte. Wir durchlebten viele Leben während dieser verwirrenden Feldzüge und haben uns selbst dabei nie geschont; doch als wir siegten und die neue Welt dämmerte, da kamen wieder die alten Männer und nahmen unseren Sieg, um ihn der früheren Welt anzupassen, die sie kannten. Die Jugend konnte siegen, aber sie hatte nicht gelernt, den Sieg zu bewahren; und sie war erbärmlich schwach gegenüber dem Alter. Wir dachten, wir hätten für einen neuen Himmel und für eine neue Welt gearbeitet, und sie dankten uns freundlich und machten ihren Frieden.“

(T.E. Lawrence: Die sieben Säulen der Weisheit, Seite 850).

Das bestimmende Merkmal der Wüste ist nicht etwa die große Weite, das grelle Sonnenlicht und die tausend funkelnden Sterne. Das Bestimmende in der Wüste ist die absolute Stille. Nichts, kein Vogel, kein Knacken, kein Geräusch. So haben wir unsere erste Nacht mit Lagerfeuer in einem Siq (Schlucht) verbracht. Nachts fiel die Temperatur von fast 30°C auf 7°C.

27. 10. 2011. Heute hat Viktoria ihre erste Unterrichtsstunde in Tiefsandfahren bekommen und super bestanden. Düne rauf und Dünne runter fast ohne Probleme. Der Toyota machte alles anstandslos mit. Wir haben nur ein kleines Problem mit dem Batterie-Management von Sterling, das sich immer wieder aufhängt und dadurch die Zweitbatterie nicht mehr auflädt. Mal schauen wie sich das auf unserer weiteren Reise entwickelt.

Nach fast fünf Stunden und über sechzig Kilometer kreuz und quer durch faszinierende Landschaften, haben wir heute unser Lager auf einer Sanddüne neben einem großen Bergmassiv aufgeschlagen. Der Platz war etwas belebter, deshalb hatten wir an diesem Abend viel Besuch von einheimischen Beduinen. Mit Kamel, ohne Kamel, mit Geländewagen oder mit Jagdhunden. Alle waren sehr zuvorkommend und überaus freundlich. Wir haben die Flasche Champagner, die wir aus Deutschland mitgebracht haben, zum Sundowner bei einer grandiosen Kulisse degustiert. Was für ein wundervoller Tag.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal betonen, dass wir selten so gastfreundlich aufgenommen wurden wie in Jordanien. Wir fühlten uns vom ersten Moment an bis zur Ausreise sehr willkommen.

Am 28.10.2011 früh morgens mussten wir uns von der faszinierenden Kulisse von Wadi Rum verabschieden, um uns auf den Weg nach Aqaba zu machen. Wir kamen gegen mittags in Aqaba an und besorgten uns sogleich das Ferry-Ticket nach Ägypten am AB Schalter im Zentrum von Aqaba (GPS Koordinaten N 29`31,7951 E 35`0,393975) Abfahrt der Fähre 18:00 Uhr und 16:00 Uhr einfinden am Hafen. Grandiose Zeit dachten wir! Also machten wir uns erst einmal auf die Suche nach Internet um uns wieder auf dem Laufenden zu halten. Das Mövenpick Hotel gab uns netterweise kostenlosen Internet-Empfang in ihrer Hotellobby. Als wir dort saßen, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt, fernab von der Backpacker- und Offroad- Szene.  Tiefgefroren bis auf die Knochen von der eisigkalten Klimaanlage gingen wir dann nach 3 Stunden intensiver Computerarbeit wieder zurück in das Getümmel und Gewühle von Aqaba. Pünktlich um 16 Uhr waren wir am Hafen (GPS Koordinaten N 29`27,6032 N 34`58,6530). Jedoch nichts bewegte sich. Die 18:00 Uhr Abfahrtszeit wurde auf 23:00 Uhr bzw. 01:00 Uhr morgens verschoben. Letztendlich sind wir dann um 01:30 h mit unserem Toyota auf die Fähre gefahren und diese legte fast pünktlich mit 9 Stunden Verspätung um 03:00 Uhr morgens ab. Somit wussten wir, dass wir uns Afrika nähern. Auf dem Aqaba- Fährhafen war ein unglaubliches Treiben, Durcheinander und Gezanke von vollbepackten Menschen. Die ganze Stadt Aqaba (wie auch Eilat in Israel) ist eine Duty-Free Zone. Deshalb scheint (so hatten zumindest wir den Eindruck) der ganze Mittlere Osten dort einzukaufen und die Fähre zu benutzen. Die unglaublich großen Gepäckstücke konnten niemals von einer Person alleine auf die Fähre getragen werden. Deshalb gab es dafür bereitgestellte Lastwagen, wofür sich die Leute vor Ort einen Platz für Ihr Gepäck erkämpfen mussten.  Daher das laute Geschrei und Gezeter…

Von der Fahrt mit der Fähre werden wir in unserem nächsten Blog berichten.

Zusammenfassend können wir sagen, dass Jordanien ein absolut faszinierendes Land ist, das jeder einmal bereist haben sollte.

Unsere Highlights waren:

  • Unspektakuläre Einreise nach Jordanien
  • Wunderschöne, faszinierende Landschaften und Sehenswürdigkeiten in Petra und Wadi Rum
  • Offroadfahren im Tiefsand von Wadi Rum
  • Wild Campen unter den Sternen von Wadi Rum
  • Sehr freundliche, hilfsbereite und offene Menschen
  • Chaotische Zustände am Fährhafen in Aqaba
Veröffentlicht am 2 Kommentare

Grenzen Syrien geschlossen

Syrien hat nach jordanischen Angaben seine Grenze zum Nachbarland geschlossen. Damit soll offenbar die Flucht syrischer Regierungsgegner nach Jordanien verhindert werden. Der Grenzübergang liegt in der Nähe der syrischen Stadt Daraa im Süden des Landes, in die syrische Soldaten am Montag mit Panzern eingerückt waren, um die anhaltenden Proteste gegen Präsident Baschar Assad niederzuschlagen. Syrien stritt ab, seine Grenze nach Jordanien geschlossen zu haben. Der Grenzverkehr laufe wie gewohnt, teilte der Leiter der syrischen Zollbehörde, Mustafa al Bukai, der Nachrichtenagentur AP mit. Zuvor war die syrische Armee mit Hunderten von Soldaten in die Stadt Daraa im Süden Syriens einmarschiert. Die Stadt ist nur wenige Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt. Wie ein Vertreter der Opposition sagte, wurden die Soldaten von Panzern begleitet. Es seien heftige Schusswechsel zu hören gewesen.

Personen vor Ort berichten:

[quote] Heute wurde am frühen Nachmittag auch der Grenzübergang Jabir (20 km nördlich Al-Mafraq) von den Syrern geschlossen. Im Moment besteht somit mit dem eigenen Fahrzeug kein Durchkommen von Jordanien nach Syrien und weiter in die Türkei.
Wie es an der Grenze Türkei – Syrien oder Libanon – Syrien aussieht ist mir nicht bekannt. [/quote]
(Aus Amman / Jordanien)

[quote] Am Morgen waren Taxi-Fahrer noch von Amman kommend eingereist. Sie berichteten allerdings, dass Demonstranten aus Dera’a die Autobahn blockiert hatten. Vermutlich hängt die Grenzschließung auch damit zusammen.
Die Autobahn von Damaskus nach Beirut und die libanesisch-syrische Grenze waren dagegen nach Berichten von Reisenden heute nachmittag (Ostermontag) ohne Probleme passierbar. [/quote]
(Aus Amman / Jordanien)

[quote] Wollten heute von Jordanien nach Syrien einreisen und waren während der Grenzschliessung gerade beim syrischen Visa Antrag am ausfüllen. Ein Reisender, der kurz vor uns noch durch gekommen ist, kam nach kurzer Zeit völlig verstört zurück und berichtete von Kriegs ähnlichen Zuständen auf der Autobahn nach Damaskus.
Wie weit das stimmt, kann ich nicht beurteilen, aber manchmal sagen Blicke mehr als tausend Worte. [/quote]
(Aus Amman / Jordanien)

Weiterführend in der Presse

Tote bei Offensive in Syrien USA erwägen Sanktionen gegen Assad
Mit aller Gewalt will der syrische Diktator Assad die Rebellion gegen sein Regime niederschlagen. Nach der Offensive der Armee gegen Oppositionshochburgen mit vielen Toten erwägen die USA jetzt gezielte Sanktionen, auch die UN und Europa machen Druck – der Despot soll mit seiner Brachialstrategie nicht durchkommen. Sueddeutsche

Gewalt in Syrien USA prüfen Sanktionen gegen Diktator Assad
Die USA erwägen Strafen gegen Syriens Regime. Dessen Militär ist in die Oppositions-Hochburg Daraa eingerückt und feuert auf Demonstranten. Die Zahl der Toten ist unklar. Die USA erwägen jetzt „gezielte Sanktionen“ gegen Syrien. Das sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Tommy Vietor, und verurteile die brutale Gewalt gegen Demonstranten aufs Schärfste. Die USA würden eine Reihe von Optionen als Reaktion auf die Gewalt prüfen, sagte Vietor zur Onlinezeitung Politico. Einer dieser Optionen seien Sanktionen. ZEIT ONLINE

Weiterführend in Blogs

Syrien: Baath als Bollwerk gegen Terrorsimus
Während die Stimmen gegen die Assad-Regierung vor allem im Westen immer lauter werden, gibt es mittlerweile auch immer mehr Stimmen, die sich anders äußern.
www.sarsura-syrien.de

Weitere Informationen zu Syrien bei Wikipedia

Veröffentlicht am

Grenze Tschad Sudan

Die Grenze zwischen Tschad und Sudan ist nach sieben Jahren am 14.04. 2010 wieder geöffnet worden. Laut Sudaneseonline  ist die, wegen des Darfur Konfliktes geschlossene Grenze seit April 2010 wieder offen. Der Grenzübergang Tschad – Sudan Abéché / El Geneina ist, trotz verschiedener Konflikte und Übergriffe bis vor kurzem offen geblieben. Gleichwohl ist die politische Situation zwischen Tschad und Sudan weiterhin angespannt. Welche Auswirkungen der Abzugs der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 auf die Sicherheit in der Region haben wird ist derzeit nicht abzuschätzen. Das Auswärtige Amt Deutschlands warnt vor Reisen in die Grenzregion zu Sudan. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität, insbesondere von sog. „coupeurs de routes“ (Banditen) zu werden.

Weiter teilt das Auswärtige Amt mit, dass momentan (Stand Dezember 2010) die Grenze Tschad – Sudan auf unbestimmte Zeit geschlossen ist. Änderungen der Situation sind jederzeit möglich. Des Weiteren bedürfen reisen nach Darfur in jedem Fall eine vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Bei Reisen in den Tschad oder nach Darfur (Sudan) ist eine enge Koordination mit der Deutschen Botschaft, sowie UN-Friedensmission UNMIS (United Nations Mission in Sudan) und deren Sicherheitsdienst UNDSS (United Nations Department for Safety and Security) angeraten. Ausländer benötige für Reisen außerhalb Khartums (besonders für Darfur) in der Regel eine Reisegenehmigung der sudanesischen Regierung (travel permit). Der Tschad, sowie weite Teile des Sudan gelten im Moment (Dezember 2010) als lebensgefährlich und sind keinesfalls für Reisende geeignet. Im Sudan drohen die Gefahren in der westlichen Region Darfur aufgrund bürgerkriegsähnlicher Zustände. Außerdem im Norden, in den Regionen des Weißen Nil und im Sennar-Gebiet. Die Grenze Sudan/Äthiopien ist offen und die Reise nach Ägypten über Wadi Halfa möglich, zum Tschad sowie nach Eritrea sind die Grenzen im Moment geschlossen.
Weitere Informationen auf der Interaktive Karte

Quelle: 

Amnesty (Sudan Information)
Reise- und Sicherheitshinweise Sudan AA
Motorradreiseforum