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Urlaub in Afrika – Drei Länder für Einsteiger

Auf der Liste der exotischen Urlaubsziele sind immer wieder afrikanische Länder zu finden. Tatsächlich scheinen immer mehr Menschen in Deutschland daran interessiert zu sein, den großen Kontinent und seine Besonderheiten für sich zu entdecken. In manchen Ländern entwickelten sich dadurch touristische Strukturen, die eine angenehme und komfortable Reise ermöglichen. Wir werfen einen Blick auf Länder, die auch für Einsteiger in die Welt der Afrikareisen gut geeignet sind.

Ägypten

Seit einiger Zeit hat Ägypten politische Unruhen hinter sich gelassen. Die Stabilisation der Lage war gerade für den Tourismus im Land von großer Bedeutung, der für die Menschen ein wichtiges wirtschaftliches Standbein darstellt. In den vergangenen Jahren entschieden sich auch mehr Menschen aus Deutschland, den Weg auf sich zu nehmen. Einerseits sind es dabei die angenehmen klimatischen Bedingungen über weite Teile des Jahres, die ein Argument für die Reise bilden. Auf der anderen Seite überzeugt Ägypten mit einem besonderen historischen Schatz, der auf eine der ältesten Hochkulturen in der Geschichte der Menschheit zurückzuführen ist.

Tatsächlich wurde auch politisch auf ägyptischer Seite bereits viel dafür getan, den Tourismus in die Gänge zu bringen. So lässt sich etwa das für die Einreise notwendige Visum ganz bequem im Internet beordern. Wer das Visum für Ägypten beantragen möchte, kann so binnen weniger Minuten alle wichtigen Grundlage für die eigene Einreise zu schaffen. Der Weg bis zur Botschaft, wie er in anderen Ländern Afrikas noch immer für Touristen notwendig ist, entfällt auf diese Weise. Dies ist nur ein Indiz dafür, wie wichtig es den Verantwortlichen ist, die Weichen für eine gute touristische Entwicklung in ihrem Land zu stellen.

Viele touristische Aktivitäten konzentrieren sich in diesen Tagen auf die Hauptstadt Kairo. Dort sind sogleich die größten Hotels zu finden, wie sie bei gut betuchten Urlaubern meist im Fokus stehen. Ein besonderer Schatz, den es dort zu entdecken gibt, ist das ägyptische Museum. Dort sind wertvolle Funde aus den majestätischen Gräbern der alten Pharaonen ausgestellt, die von den Forschern im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entdeckt werden konnten.

Namibia

Auch Namibia im Süden des Landes blickt auf eine starke Entwicklung des Tourismus. Dabei sind es weniger die kulturellen Besonderheiten des Landes, welche die Menschen anlocken. Vielmehr ist es in der Region gelungen, die natürliche Schönheit bis heute zu bewahren. Damit bietet sich die Gelegenheit, Afrika auf eine sehr authentische Art und Weise zu entdecken. Damit dieses Erbe noch weit in die Zukunft tradiert werden kann, wurde längst für die Entstehung von Nationalparks gesorgt. Da es dort streng untersagt ist, landschaftliche Einflussnahme durchzusetzen oder gar zu wildern, konnten sich Flora und Fauna in den vergangenen Jahren immer mehr erholen.

Wer auf direkten Kontakt mit der Natur Namibias gehen will, bekommt vor Ort passende Touren angeboten. In der Regel helfen große Jeeps mit guter Bereifung und entsprechender Ausrüstung dabei, durch die zum Teil schlecht sanierten Straßen zu fahren. Die bevorzugte Form der Übernachtung stellt derweil der Campingplatz dar. So lässt sich die eigene Route ohne lange Planungen auch auf spontaner Basis fortführen, um die schönsten Stellen Namibias für sich zu entdecken.

Tunesien

Badetourismus auch im europäischen Winter. So könnte man die touristische Ausstrahlung Tunesiens auf den ersten Blick erfassen. Doch dieses Land Nordafrikas hat weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dafür ist bereits die etwa 3.000 Jahre alte Kulturgeschichte verantwortlich, auf die die Menschen vor Ort blicken. Die Hauptstadt Tunis besitzt noch immer eine historische Altstadt, die bis ins 9. Jahrhundert zurückdatiert werden kann. So verwundert es kaum, dass sie längst in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Gleichsam präsentiert sich Tunesien als attraktives Ziel für Aktivurlauber. Dafür sorgen zum Beispiel die großen Resorts, die sich entlang der Küste befinden.

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Camping in Khaudum NP

Sicherlich gehört der Khaudum Nationalpark zu den wildesten Parks in Namibia. Tiefer Sand und einsame Offraod-Strecken, machen den Reiz dieses Parks aus. Im Khaudum  gibt es an den meisten Wasserstellen Plattformen, auf welchen man herrlich die Zeit bei der Tierbeobachtung verbringen kann.

Die Campsites im Khaudum wurden 2013 privatisiert. Im Süden des Parks hat sich noch nicht viel getan, eine neue Aussichtsplattform wurde gebaut aber das Camp Sikereti ist noch unverändert baufällig. Dafür ist es im Moment noch kostenlos.

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Im Norden wurde das Camp Khaudum völlig neu aufgebaut. 6 Campsites mit Grill, Feuerplatz, überdachten Sitzgelegenheiten und Wasser WC und Dusche für jeden Campsites sehen sehr hübsch aus. Allerdings sind 300 N$ pro Person und Nacht, sowie 100 N$ pro Fahrzeug selbst für Ausländische Touristen ein stolzer Preis. Für Einheimische Reisende mit Familie sind diese Preise leider viel zu hoch.
Trotzdem ist der Khaudum Nationalpark eine Reise wert. So sieht man in der Trockenzeit Löwen, Hunderte von Elefanten, Giraffen und viele anderer Tiere und das meist auch exklusiv, da es sehr wenig Touristen in diesem Park gibt.

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Colored Footprint

Neues Projekt

Wir machen uns bald wieder auf den Weg nach Afrika. Diesmal mit einem neuen Projekt.

Der kleine Käfer Kribbel und seine traurige Mama

Ein interkulturelles Kinderbuch-Projekt zur Aufklärung von Kindern psychisch kranker Eltern

Wir wollen in jedem Land, das wir im kommenden Jahr bereisen, eine Schule besuchen und dort die Geschichte vom kleinen Käfer Kribbel erzählen. Während die Kinder der Geschichte lauschen, haben sie die Möglichkeit mit den gespendeten Buntstiften ihre Gedanken zu der Geschichte zu visualisieren. Da in den Regionen die wir besuchen werden der Zugang zu Buntstiften stark begrenzt bis nicht vorhanden ist, bekommen die Kinder die verwendeten Buntstifte geschenkt. So leistet das Projekt einerseits einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von Kindern über das Thema der Depression. Andererseits fördert das Projekt durch das Spenden von Buntstiften einen nachhaltig kreativen Schulunterricht. Wir erhoffen uns durch das Projekt in jedem Land einen pädagogisch wertvollen „Colored Footprint“ zu hinterlassen.

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Mehr Informationen zum Projekt auf www.coloredfootprint.com

 

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Wüstenkönige – Die Löwen der Namib

TV Tipp. Universum: Wüstenkönige – Die Löwen der Namib

Das Koakoveld ist eines der unzugänglichsten Gebiete des südlichen Afrika Ein Trockengebiet, das zwischen den orangefarbenen Dünen der Namib, den einsamen Stränden der Skelettküste und den felsigen Schluchten des Kunene-Flusses liegt. Diese atemberaubende Landschaft ist die Heimat der letzten Wüstenlöwen, einer ganz besonderen Löwenart. 2000 Kilometer legen diese Könige in den Wüsten zurück – bei ihrer Jagd nach Beute. Denn auch Antilopen und Gazellen sind ständig unterwegs auf der Suche nach dem spärlichen Grün in dieser harschen Landschaft. Die lebensfeindlichen Bedingungen, aber auch der Vormarsch von landwirtschaftlichen Industrien, haben den Bestand dieser einzigartigen Löwen gefährdet. Ein Mann hat sich ihrer Erforschung und ihrem Schutz gewidmet: Philip Stander. Mit ihm ist das Kamerateam jahrelang unterwegs, um das Leben der scheuen Könige der Wüste zu erforschen. Die Hoffnung, ihren Fortbestand zu sichern, liegt am Leben fünf junger Löwen, für die es nun Zeit ist, sich von der Obhut ihrer Mütter zu lösen. Der Film begleitet die „Fünf Musketiere“ beim Erwachsenwerden und erzählt die fesselnde Geschichte ihrer Fortschritte, Erfolge, aber auch Rückschläge.

Ein Film von Will und Lianne Steenkamp – Wüstenkönige – Die Löwen der Namib

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Buch und Regie: Will & Lianne Steenkamp
Kamera: Lianne Steenkamp
Schnitt: Alan Miller
Produktionsleitung: Veronika Hraby
Produzent Interspot Film: Heinrich Mayer-Moroni
Produzent BoksDocs: Marjolein Duermeijer
Redaktion ORF: Franz Fuchs
Sendungsverantwortung: Andrew Solomon

Erstausstrahlung: ORF 2 20:15, 06.10.2015

 

ORF2 Mediathek Film ansehen

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Etosha West Namibia

Der Etosha-Nationalpark im Norden von Namibia ist ein 22.275 Quadratkilometer großer Nationalpark. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens nur 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Windhoek. Etosha war bis Anfang 2014 für Touristen zweigeteilt. Der östliche Teil ist für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Der westliche Teil dagegen durfte bis Mitte 2011 nur in Begleitung registrierter Reiseführer besucht werden, seitdem auch von allen Übernachtungsgästen des Camp ‚Dolomite. Seit Frühjahr 2014 ist der Westteil am Galton Gate für alle Besucher geöffnet. Der National Park ist ganzjährig geöffnet, täglich von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

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Der westliche Teil des Parks , ist grüner und hügeliger als der östlichen Abschnitten rund um die Etosha-Pfanne. Es gibt im Westlichen-Teil deutlich weniger Tiere zu sehen,  die Landschaft ist aber umso spektakulärer.

Weitere Informationen:

Etosha bei Wikipedia Etoshanationalpark.org

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Homeland Teil 2

In Windhoek angekommen haben wir zuerst Julians Freunde Jimmy und Heidi in ihrem Workshop der „Southern Cross Safaris“ aufgesucht. Den beiden gehört seit fünfzehn Jahren das renommierte Safariunternehmen mit abenteuerlichen off-road sowie „Wildcamping“  Touren innerhalb Namibias, Botswana und Sambia. Da nun auch Zimbabwe in ihrem Angebot hinzugefügt werden soll, wollten die beiden für die nächsten drei Wochen auf Exkursionstour nach Zimbabwe gehen um die perfekte Tour zusammenzustellen. Während der Zeit mussten wir auf ihr Privathaus und die Hunde in Windhoek „aufpassen“, damit sie alles wieder so vorfinden wie sie es zurückgelassen haben. Ähnlich wie in Johannesburg sind auch in Windhoek fast alle Häuser hinter Elektrozäunen versteckt. Trotzdem passieren viele Einbrüche, wenn ein Haus unbewohnt aussieht. Gerne haben wir den beiden den Gefallen getan, denn die kleine Reisepause gab uns Gelegenheit, einige Servicearbeiten am Auto zu erledigen, das Internet wieder auf Vordermann zu bringen sowie weitere Vorkehrungen und Einkäufe für unsere Weiterreise zu tätigen. Außerdem war es ganz angenehm, bei den winterlichen Temperaturen  in Windhoek (nachts häufig Minusgrade und tagsüber sonnig bei 25 Grad) in einem Haus zu schlafen. Windhoek ist eine sehr beschauliche und ruhige Stadt, in der nicht wirklich viel passiert. Wir waren während der Zeit häufiger auf den umliegenden Farmem „Krumhuk“, Ondunu und Klaratal.  Julian hatte vor neun Jahren für ein Jahr auf der Farm Krumhuk gearbeitet und es war schön zu sehen, dass sich nichts verändert hatte. Es ist eine herrliche Farm mitten in einer bergigen Landschaft mit 8500 ha, einem Wildbestand von ca. 1000 Stück (Oryxe, Kudus, Springböcke, Wildschweine, etc.) und ca. 650 Rinder sowie vielen Pferden. Das sind ganz andere Dimensionen als bei uns in Deutschland jedoch gibt es nur ganz selten Regen. Aufgrund der Wasserknappheit wird viel Wild gehalten, da dieses keine Versorgung  und wenig Wasser benötigt und dabei das beste (absolut fettfreies) Fleisch hervorbringt.

Mit einem komplett überholten Fahrzeug  und Verpflegung für vier Wochen machten wir uns anschließend auch schon wieder auf zu neuen Herausforderungen. Wir wollten das einsam gelegene Kaokoveld im Nordwesten Namibias erkunden und fuhren Richtung Norden über Okahandja zum Camp Eileen (eine nette Campsite mit schönen Wandermöglichkeiten. Am nächsten Tag besuchten wir die sehr gut erhaltenen Buschmannzeichnungen in Twevelfontain, da diese günstig auf der Strecke lagen und zu den Sehenswürdigkeiten Namibia’s zählen. Am nächsten Tag gleich weiter nach Palmwag.

Die Palmwag Conservancy ist der Eintritt zum Kaokoveld, welches raue unberührte abgeschiedene Natur mit vielen Wildtieren wie Nashörnern, Elefanten, Löwen…etc. bietet. Außerhalb der Palmwag Conservancy hatten wir gleich ein erstes Zusammentreffen mit einem verärgerten Nashorn. Das Nashorn war überhaupt nicht begeistert von unserem leuchtend gelben Toyota (oder vielleicht gerade begeistert?) und jagte uns wild stürmend mit ganzen 40 km/h hinterher. Wir hatten wirklich Glück, dass dieser Teil der ansonsten grobsteinigen Offroad-Strecke gut zu befahren war und wir noch etwas mehr Gas geben konnten. Nicht auszudenken, wenn uns die beiden beeindruckenden spitzen Hörner aufgespießt hätten. Leider konnten wir noch nicht mal ein Foto von dem wild schnaubenden Tier machen, das glücklicherweise irgendwann das „Rennen“ aufgab und abbog. Nach diesem Schreck fuhren wir noch ein bisschen durch die einsame Berglandschaft und suchten einen Campingplatz unter den Sternen. Außer friedlich grasenden Springböcken haben wir an diesem Tag keine weiteren Tiere mehr gesehen. Der Platz hatte einen schönen Blick aber nach Sonnenuntergang war es trotz Lagerfeuer so kalt und windig, dass wir uns lieber ins Dachzelt zurückzogen.

Die nächsten Tage standen wir mit der Sonne auf und fuhren im Schritttempo immer weiter Richtung Nordwesten. Es fühlte sich an als wären wir neben den Wildtieren die einzigen Lebewesen weit und breit und es war ein befreiendes Gefühl, mitten in der bergigen Wüsten-Landschaft unsere 360 Grad Buschdusche aufzubauen. Entlang eines Trockenflusses waren auch viele Elefanten und Giraffen zu sehen. Die Wüstenelefanten in der Gegend sind nicht zu unterschätzen. Wir wurden von einigen Reisenden gewarnt, dass die Elefanten sehr aggressiv sein sollen und schon das ein oder andere Auto zertrümmert haben. Vor allem nachts in den Flussbeten und auf der Campsite in Puros. Wir übernachteten deshalb immer entfernt von den Flussbetten und hatten keine Probleme.

Nach ein paar Tagen wildem Off-Road-Fahren erreichten wir die Hartmannsberge im nördlichen Teil des Kaokofeldes und fanden eine Traumlandschaft vor. Hier waren wieder die herrlich roten Sanddünen vor den hohen Bergen und den gelblich schimmernden Graswüstenfeldern. Das war ein tolles Farbenspiel, an dem wir uns nicht sattsehen konnten. Deshalb blieben wir drei Nächte, an einem wunderschönen Platz versteckt hinter den Bergen und teilten dieses Vergnügen nur mit grasenden Straußen, Oryxen und Springböcken. Im Ugabtal fühlten wir uns schon weitgehend alleine auf der Welt, jedoch im Kaokofeld waren wir komplett abgeschnitten von der Außenwelt. Gut, dass unser Wasservorrat (ca. 100 ltr.) ausreichend war, denn wir hatten seit einer Woche keine Menschenseele mehr gesehen und die nächste Wasserstelle war weit entfernt.

Von den Hartmannsbergen fuhren wir durch das Mariental zum Kunene River. Das Mariental bietet ebenfalls ein spektakuläres Natur- und Farbenschauspiel. Hinzu kommt, dass dort die traditionellen Himbastämme in ihren Krals mit ihren Kühen und Ziegen leben. Die Himbas in dieser Gegend haben deswegen nichts von ihrer Ursprünglichkeit verloren, da sie gänzlich abgeschnitten sind. Die Straßen sind so schlecht, dass dieses Gebiet nur mit anspruchsvollem Off-Road-Fahren zu erreichen ist. Dadurch reduziert sich der Tourismus automatisch auf ein Minimum und es gibt keine Versorgung von außen (somit leider auch kaum Schulbildung). Die Himbas ernähren sich von selbst angebautem Gemüse und Fleisch von Kühen und Ziegen. Auf uns wirkten die Himbas sehr stolz, ästhetisch und unglaublich freundlich. Die Frauen tragen viel Schmuck, sind nur mit Lederröcken bekleidet und von Kopf bis Fuß mit einem Gemisch aus roter Erde und Öl bemalt, das als Sonnenschutz dient und einen herrlichen Duft verbreitet (obwohl sie sich erstaunlicherweise nie waschen!).

Am nördlichen Rand des Marientals erreichten wir den Kunene River und freuten uns sehr, nach tagelanger trockener Wüstenlandschaft auf einen großen breiten Strom mit erfrischendem türkisfarbenem Wasser und auf das schön gelegene Synchro Camp zu stoßen. Das Camp Synchro liegt inmitten einer steinigen Bergwelt direkt am Kunene River. Das Flussbett vor unseren Augen war der Mittelpunkt der lokalen Waschzeremonien. Die Einheimischen badeten sich, wuschen ihre Wäsche und tränkten das Vieh. Dabei hatten sie immer die zahlreichen Krokodile im Auge.  Wir kletterten einige Male auf die einsamen zerklüfteten Berge und hüpften bei den ca. 5 km entfernten Kunene Pools ins kalte Wasser, da diese Pools für Krokodile nicht zu erreichen sind. Neben dem perfekten Ambiente und einer Woche absoluter Isolation, war es eine willkommene  Abwechslung wieder Mitreisende zu treffen. Die ersten zwei Tage teilten Lez und Sally aus London unsere Campsite und wir hatten uns viel zu erzählen. Wir bedauerten sehr, dass die beiden nicht länger bleiben konnten. Aber anschließend kamen Dori aus Israel und Tally aus New York zu uns auf die Campsite und wir hatten ebenfalls viel Spass und lustige Unterhaltungen mit den beiden. Dori reist seit 15 Jahren ins Kaokofeld und hat vor ein paar Jahren den mit Auszeichnungen gekrönten Film „The Cry of the Owl“ gedreht. Er handelt über die Tradition und das Leben der Himbastämme.

Da uns der Kunene River am Mariental so gut gefallen hat, blieben wir 6 Tage und fuhren anschließend über das Marble Camp und Opuvo zu den Epupa Falls. Opuvo ist alles andere als sehenswert, jedoch bietet es weit und breit die einzige Möglichkeit zu tanken und Lebensmittel einzukaufen. Dafür waren wir umso mehr begeistert von den Epupa Falls. Die Wassermassen stürzten von massiven Felswänden in kleine Pools zu dem breiten Kunenfluss inmitten einer wunderschönen kargen Bergwelt, die mit riesigen Baobabbäumen bewachsen war. Wir campten im Epupa Falls Camp direkt bei den Fällen und hatten einen herrlichen Blick auf die Stromschnellen.

Von den Epupa Falls führt eigentlich eine gut ausgebaute Teerstraße zu der Kunene Lodge, wir wollten jedoch direkt am Kunene River entlangfahren und nahmen die sehr schlechte steinige Off-Road Strecke in Kauf. Nach kürzester Zeit brach dann leider auch eine Feder und wir kamen nur noch im Schritttempo voran. Als Entschädigung fuhren wir durch faszinierende Landschaften und einsam gelegene Himbadörfer. Die Nacht verbrachten wir im idyllisch gelegenen Endjani Camp direkt am Fluss unter einer großen Akazie. Die Campsite gehört einem Himba Stammesangehörigen und wir wurden von seiner Familie mehrmals neugierig und interessiert besucht, da nur selten Reisende vorbeikommen. Wieder waren wir begeistert von der Freundlichkeit und der Ästhetik der Himbas.

Nach zwei Tagen Schritttempofahren kamen wir endlich in der hochgepriesenen Kunene Lodge an, jedoch fanden wir die Campsite um diese Jahreszeit viel zu touristisch und zu laut und fuhren am nächsten Tag weiter zum Etosha Nationalpark. Wenn man in Namibia viele Tiere und unzählige Touristen auf einem Platz sehen möchte, sollte man den Etosha Nationalpark nicht missen. Jetzt während der Trockenzeit sind alle Tiere zusammen mit den Unmengen an exotischen Touristen bequem an den Wasserstellen zu beobachten. Die Campsites müssen während der Hauptreisezeit schon Monate vorher reserviert werden, da diese bis auf den letzten Platz ausgebucht sind. Wir blieben nur eine Nacht im Namotomi Camp und fuhren anschließend zurück nach Windhoek, da es bei uns in vier Tagen weitergehen sollte nach Botswana.

Botswana war unser letztes Reiseziel von unserer Transafrika Tour. Julians Familie war dafür angereist um unsere letzten vier Wochen gemeinsam verbringen zu können. Unser Toyota blieb in Windhoek stehen und wir fuhren bequem in einem Unimog mit Jimmy‘s und Heidi’s Southern Cross Safari Unternehmen. Es war für uns ein ganz anderes Erlebnis, Tiere mit erfahrenen Tour Guides zu  suchen. Jimmy und sein Botswana Guide Tabo spürten die sonst sehr selten zu sehenden Löwen und Leoparden auf und wir konnten sogar Geparden bei der Jagd nach Warzenschweinen beobachten. Da Southern Cross Safaris eine sogenannte Hatab Lizens hat, übernachteten wir mitten im Busch in unberührter Natur und hatten in unserem Camp des Öfteren Besuch von Elefanten, Giraffen, Nilpferden und vielen Anderen Bewohnern des Busches.

Unsere letzten zwei Wochen in Afrika verbrachten wir auf der Farm Krumhuk und nahmen uns die Zeit, die ganze Reise in Erzählungen noch einmal Revue passieren zu lassen. Wir hatten so viele wunderschöne, interessante und bereichernde Eindrücke und Erlebnisse von denen wir mit Sicherheit noch Jahre davon zehren können.

Wir haben die Tour von Palmwag vis CampSyncro als GPX Track mit Tourbeschreibung hinterlegt.

Unsere Highlights

  • Die herrliche Weite der Namibiafarmen, Krumhuk, Ondunu und Claratal
  • Die Felsmalereinen in Twelelfontain
  • Die schöne Palmwag Conservancy
  • Das einsame Kaokofeld mit den herrlichen Harmannsbergen und Mariental
  • Entlang des traumhaften Kunenerivers
  • Die Tierwelt von Etosha
  • Die unberührte Natur der Botswana-Nationalparks
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Homeland Teil 1

Namibia bietet unbeschreibliche Weite, da es flächenmäßig so groß ist wie Deutschland und Frankreich zusammen bei nur knapp über zwei Millionen Einwohnern. Fast überall wird in der ehemals Deutschen Kolonie perfektes Deutsch gesprochen und man findet vorwiegend deutsche Namen sowie Straßen- und Ortsbezeichnungen. Es ist ein Land mit einem der größten Unterschiede zwischen Arm und Reich.

Vom Kalahari-Gemsbock Park am Rande der Kalahari, ganz im Süden Namibias ging es Richtung Westen. Wir fuhren über Khetmanshop (muss man nicht gesehen haben) vorbei am Naute Damm zum Fish River Canyon, der ein absolutes Muss ist für Namibiareisende. Auf unserem GPS hatten wir eine herrliche Campsite direkt am oberen Rand des Fish River Canyons aufgespürt. Bereits der Weg dorthin führte uns durch abgeschiedene schöne Landschaften und als wir dort ankamen, fanden wir nur einen einsamen Platz vor, auf dem weit und breit kein Mensch zu sehen war. So haben wir diesen sensationellen Spot ganz für uns alleine genossen, bis die Sonne im weichen gelben Licht hinter dem Canyon verschwand. Leider können wir nicht verraten, wo wir genau waren, da wir im Nachhinein feststellen mussten, dass dies ein privater Platz war.

Vom Fish River Canyon  ging es weiter Richtung Norden, vorbei an Helmeringhausen, bis zur Namib Rand Conservancy . Auf der Campsite, welche zum Family Hideout gehört, hatten wir nicht nur die Campsite mit eigenen Facilities für uns ganz alleine, sondern ein ganzes Areal. Das war ein weiterer genialer Spot mit Blick auf trockene grasbewachsene Felder vor buschgrünen roten Sanddünen. Die anmutigen roten Sanddünen, verliehen der Wüstenlandschaft einen fast blumigen Anblick. Das war ein Ort mit unendlicher Weite wo man die Seele herrlich baumeln lassen konnte. Auch beim Wandern und Fahren durch die Sanddünen haben wir keinen Menschen gesehen nur Springböcke und Oryxe, die friedlich auf den Feldern grasten. Kein Wunder, dass sich Berühmtheiten wie Angelina Jolie, Brad Pitt und George Clooney dort regelmäßig niederlassen – allerdings in den viel teureren Wolwedans Lodges.

Nach ein paar Tagen völliger Abgeschiedenheit von der Außenwelt  besuchten wir die roten Dünen am Sossusfley und trafen auf Horden von Touristen. Die Dünen von Sossusvlei sind ein weiteres Highlight Namibias. Mit einer relativen Höhe von ca. 375 Metern über dem Tsauchab Trockenfluss und einem Höhenunterschied von ca. 225 Metern zu den benachbarten Tälern zählen diese Sanddünen zu den höchsten der Welt. Obwohl sehr touristisch, haben wir es uns nicht nehmen lassen, zum Sonnenaufgang auf die „Düne 45“ zu steigen um das spektakuläre Lichtspiel in den Dünenwindungen zu bewundern. Anschließend fuhren wir die Tiefsand Off-Road Strecke bis zum Ende des Fleys (Pfanne) um vor dem Ansturm der Touristen am noch nicht ausgetrockneten See alleine zu frühstücken. Von oben boten die Dünen einen noch besseren Blick auf das Wasser inmitten der trockenen Dünenlandschaft. Auf der Sossusvlei Campsite haben wir überraschenderweise Chris und Rhoudan aus England wiedergetroffen, mit denen wir am Malawisee bereits viel Spaß zusammen hatten. Wir hatten uns viel zu erzählen und verbrachten zwei weitere sehr lustige feucht-fröhliche Abende am Lagerfeuer.

Nach Sossusflei machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Hauchabfontain (GPS Koordinaten S24 31.628 E16 04.070), da Julian den Besitzer kannte und wir den „reißenden Wüstenfluss“  begutachten  wollten. Die Quelle war tatsächlich beeindruckend, da diese mitten in der Wüste tiefe Pools bildete und sich zu einem Fluss durch die steinige Trockenlandschaft schlängelte. Wir konnten der Einladung nicht wiederstehen in der glühend heißen Sonne  in die eiskalten Tiefen des Wassers zu springen. Natürlich war das nur ein sehr kurzes Vergnügen, da wir sofort durchgefroren waren.

Swakopmund, direkt am Atlantischen Ozean war unser nächstes Ziel. In Swakopmund fühlt man sich ganz und gar nicht wie im Ausland, denn es ist fest in „Deutscher Hand“. Die Deutsche Sprache wird vorrangig in allen Geschäften, Restaurants und Hotels gesprochen. Da wir zur kühleren Jahreszeit dort waren, haben wir uns ein nettes Hotelzimmer im „Grünen Kranz“ genommen, um die kalten Nächte und den feuchten Nebel zu umgehen. Über Weihnachten steppt der Bär in Swakopmund, da viele Südafrikaner und die Einwohner aus Windhoek ihre Ferien dort verbringen. Zu allen anderen Jahreszeiten ist diese Stadt sehr ruhig und beschaulich und man muss es nicht unbedingt gesehen haben. Ein kleines Highlight war für uns der Sundowner mit herrlichem Sonnenuntergang im Restaurant am Jetty.

Viel besser hat uns das nur 30 km entfernte Wlotskasbaken gefallen. Wlotzkasbaken ist eine reine Ferienhaussiedlung ebenfalls direkt am Atlantischen Ozean. Es gibt keine Infrastruktur – weder fließendes Wasser noch Strom, und jedes Haus ist in den schrillsten Farben gestrichen. Ganz zu schweigen von der ausgefallenen Architektur jedes einzelnen Anwesens.  Wir übernachteten in dem kleinsten aber süßesten Haus im ganzen Ort. Der Vater von Julian’s Freunden hatte seine ehemaligen Pferdeboxen zu einem gemütlichen 4 x 8 Meter großen Feriendomizil umfunktioniert und im Vergleich zu unserem Toyota war das ein wahrer Luxusschuppen.

Da es uns wieder nach Abgeschiedenheit und Abenteuer sehnte, fuhren wir  über Cape Cross in das abgelegene Ugab Tal. Dort fühlten wir uns weitgehend alleine auf der Welt, da wir fernab von jeglicher Zivilisation waren. Die erste Nacht campten wir in dem „Save the Rhino“ Camp (GPS Koordinaten S20 57.782 E14 07.942) und wurden zuerst in der offenen Erlebnisdusche  von einer Schlange begrüßt, die sich ein paar Tropfen von dem undichten Wasserhahn genehmigte.  Glücklicherweise fühlte sie sich durch uns gestört und suchte gleich das Weite. Am nächsten Morgen starteten wir eine wilde Off-Road Tour über die Doros Creater nördlich vom Ugab  Tal. Die Strecke war nicht einfach zu befahren, jedoch erzeugte sie ein grandioses Abenteuergefühl und bot herrliche Landschaften. Vor allem der im GPS als nicht empfohlene  „Landcruiser Hill“ führte über schroffe Felsen und war eine besondere Herausforderung. Unsere Zelte haben wir an einem einsamen schattenspendenden Baum aufgeschlagen und genossen die unberührte Einsamkeit. Umgeben von skurril geformten mehrfarbigen Felswänden sahen wir  Bergzebras, Oryxe und Springböcke. Leider haben sich die ebenfalls in der Gegend existierenden Löwen, Nashörner  und Elefanten vor uns versteckt. Das letzte Stück der Strecke führte durch atemberaubende Sümpfe und Schilfwälder des Ugab Flusstales. Es ist immer wieder beeindruckend, in dem ansonsten absolut trockenen Namibia auf Wasser und auf grünbewachsene Flusstäler zu stoßen. Am Ende dieser aufregenden Tour kamen wir bei dem Camp „White Lady“ mit Blick auf den leuchtenden Brandberg an. Die Aussicht auf den in Rot gehüllten Brandberg war herrlich, die Campsite  jedoch wünschenswert.

Von der White Lady fuhren wir über Uis zur Spitzkoppe. An der Tankstelle in Uis sahen wir sofort, dass wir einen platten Reifen hatten. Es ist schon manchmal komisch, das war die erste Reifenpanne auf unserer Tour quer durch Afrika und wir fragten uns, warum es gerade auf einer guten Straße passiert ist. Dabei sind wir zwischendurch die wildesten Off-Strecken gefahren. Da wir auf diese Frage niemals eine Antwort finden werden, behoben wir das kleine Problem schnell und fuhren zur Spitzkoppe. Die aus Granit bestehenden rund geformten Berge haben uns sehr gut gefallen und boten hervorragende Klettermöglichkeiten auch ohne Seil. Wir genossen es, auf den abrutschsicheren schroffen Steinen herum zu klettern und besuchten das „Buschmancamp“ mit den gut erhaltenen Wandmalereinen. Leider war die Spitzkoppe nachts und vor allem morgens um diese Jahreszeit viel zu kalt und unglaublich windig. Wir wagten uns morgens erst lange nach Sonnenaufgang aus dem Zelt, da die Sonne sich bis dahin hinter den Bergen versteckte. Ansonsten ist die Spitzkoppe ebenfalls ein absolutes Muss für Namibiabesucher.

Weiter ging es nach Windhoek, doch darüber schreiben wir in unserem nächsten Blog…

 

Unsere Highlights

  • Der grandiose Fish River Canyon
  • Die wunderschöne Campsite Wolwedans am Namibrand
  • Die herrlichen roten Dünen am Sossusfley
  • Die kühlen Quellen in Houchabfontain
  • Die schrillen Häuser von Flozka Barken
  • Das pure Abenteuer im Ugab Tal
  • Die herrlichen Kletterberge der Spitzkoppe