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Von Asien nach Afrika

Nachdem wir es endlich geschafft hatten, die Fähre von Aqaba nach Nuweiba um 01:30 Uhr nachts zu boarden, ging es anschließend direkt noch auf dem Schiff durch die ägyptische Passkontrolle. Netterweise hatte uns ein Angestellter der Fährgesellschaft gleich in den VIP Salon der Fähre dirigiert, wo es angenehm leer und sehr ruhig war im Gegensatz zu der überfüllten, lauten und stinkenden Economy-Klasse. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Das Beste waren die dicken gemütlichen Ledersofas, die uns einen herrlichen Schlaf bescherten. Als wir am nächsten Morgen erwachten, lief das Schiff schon in den Hafen von Nuweiba ein. Dass wir noch größeres Glück hatten, haben wir erst die letzten Tage den Medien entnommen.

Auf der Fähre, mit der wir von Aqaba nach Nuweiba gefahren sind, ist nur eine Woche später im Laderaum Feuer ausgebrochen. Es kamen zwar fast keine Menschen zu Schaden (nur eine Person), jedoch wäre unser schöner Toyota mit Sicherheit den Flammen zum Opfer gefallen.

Die vielgefürchtete Einreise nach Ägypten gestaltete sich als relativ angenehm. Ein sogenannter Tourist Police Officer half uns durch den Dschungel der Einreise-, Versicherung-, Zoll- und weiteren mehr oder minder undurchsichtigen Papiere und Formulare. Nach einer Stunde und 1200 LE (ca. 150 Euro) rollten wir auch schon aus dem Hafen. Wieder galt unser erster Stopp einer Tankstelle und uns kamen fast die Freudentränen bei 0,19 Euro pro Liter.  Auf Empfehlung eines Reiseführers, steuerten wir ein Beachresort in Nuweiba an. Und tatsächlich, „Soft Beach“ war ein Glücksgriff (GPS Koordinaten N29.02283 E34.67382). Sauber, schöner Stand und vorzügliches Essen für wenig Geld. Dieser Platz ist jedem, der hier vorbeikommt, zu empfehlen. Sogar Internet gab es und so konnten wir uns wieder in das interstellare Geschehen des weltweiten Netzes einklinken. Nach so vielen Tagen Wüste und Berge, war dies der ideale Platz, um alle wichtigen Dinge für die kommenden Tage/Wochen zu planen.

Nach vier Tagen, Sonne, Strand, leckerem Essen und viel Arbeit am Computer haben wir uns am 02.11.2011 auf den Weg zum Katharinenkloster gemacht. Auf der Strecke haben wir diverse Polizei- und Militärkontrollen problemlos passiert. Wir haben uns die Offroad-Strecken durch das weiße Wadi gespart, da wir in Jordanien schon ausgiebigst durch die Wüste gefegt sind. Das Katharienenkloster (GPS Koordinaten: 28° 33′ 21″ N, 33° 58′ 32″ O) liegt auf 1500 Meter Höhe und wurde zwischen 548 und 565 gegründet. Heute wird das Kloster griechisch-orthodox geführt, doch leider ist nur ein Teil des Klosters zugänglich.

Einquartiert haben wir uns im Farag Fox Camp (GPS Koordinaten 28º33,85689’N, 33º57,50381’E), welches von Beduinen geführt wird und ebenfalls von uns zu empfehlen ist. Am Nachmittag wurden wir dort Zeuge eines tiermedizinischen Spektakels, da ein Kamel krank war.  Wenn keine Medizin wirkt, werden die traditionellen Methoden der Beduinen angewandt. Die Zunge des Kamels wurde mit Lappen und Stein gereinigt und danach der gesamte Mund mit Salz eingerieben. Zum Schluss wurden dem Kamel drei tiefe große Brandmale an Hals und Kopf mit einem glühenden Eisenstock hinzugefügt. Man glaubt es kaum, aber das Kamel hat alles über sich ergehen lassen und ist nun wohlauf.

Am 3.11.2011 früh morgens um 02:00 Uhr machten wir uns mit einem Guide auf den Weg zum Mosesberg, um den Sonnenaufgang in den Wüstenbergen zu erleben. Die Nacht war bitter kalt. Als wir das hellerleuchtete Dorf hinter uns ließen, wurden wir von völliger Dunkelheit, Stille und einem unglaublichen Sternenhimmel umgeben. Der Aufstieg erfolgte zu Beginn auf einem nur von Einheimischen benutzten Pfad. Somit waren wir fernab von den Touristenmassen. Jedoch führten die letzten 750 Stufen mit dem Katharienenkloster-Pfad zusammen. Hier trafen wir dann die Horden von zum Teil hausschuhtragenden Paulschaltouristen. Ab da war ein Vorwärtskommen nur noch im Schneckentempo möglich. Trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt, da es kaum etwas Magischeres gibt, als das erste Licht des sich ankündigenden Tages, welches die Wüste und Berge in all ihren Schattierungen hervorhebt.

Direkt neben unserem Beduinencamp ist uns sofort ein ausgefallenes, wunderschönes Haus aufgefallen. Der Besitzer ist ein Deutscher mit dem Namen Cosmos. Cosmos ist ein ehemaliger Beuys-Schüler, der mit seiner Frau Irma von 1997 bis 2007 zu Fuß mit zwei Eseln von Köln bis nach Jerusalem bzw. dann zum Katharienenkloster gelaufen ist. Neben dem Beduinencamp, ganz in der Nähe des Klosters haben sich die beiden 2007 entschieden, sich dort mit Ihren 2 Eseln niederzulassen und ein Haus zu bauen. Seine spannende Geschichte haben wir auf Video festgehalten.  Weitere Informationen und Reiseberichte sind seiner Webseite zu entnehmen:  cosmos-damian-factory.org

Zusätzlich hatten wir nachmittags Dr. Hilary Gilbert interviewt. Sie hat die South Sinai Foundation ins Leben gerufen, womit sie das Leben und den Stand der Beduinen in Ägypten mit kleinen Hilfsprojekten verbessert. Ihre Arbeit und Ihre täglichen Herausforderungen haben wir ebenfalls auf Video festgehalten. Ihre Projekte umfassen: Bildung, Gesundheit, nachhaltige Entwicklung und Arbeitsbeschaffung für Beduinen, Erhaltung von Kultur und Umwelt. Weitere Informationen sind ihrer Webseite zu entnehmen www.southsinaifoundation.org

Am 04.11.2011 sind wir morgens vom Katharienenkloster abgefahren in Richtung Kairo. Wir hatten die Nacht in der Wüste in unserem Dachzelt verbracht, da der auf der Strecke einzig ausgewiesene Campingplatz eher einer Müllhalde glich.

Am nächsten Vormittag, den 05.11.2011 sind wir in Kairo eingetroffen, nachdem wir wieder durch unzählige Polizei und Militär-Checkpoints mussten. Die Checkpoints sind vor und nach jedem Ort zur Passkontrolle stationiert. Wir durften  jedoch immer gleich weiterfahren, sobald unsere Nationalität identifiziert war. Da wir wegen dem Sudan- und Äthiopienvisum in Kairo waren, haben wir ein Zimmer im „May Fair Hotel“ genommen, das günstig gelegen direkt im Botschaftsviertel von Kairo ist. Das Hotel ist nett und sauber (für ägyptische Verhältnisse) (GPS Koordinaten: N30.05941 E31.22102)

Und Weiteres im nächsten Blog….

Unsere Highlights:

  • Angenehme Fährfahrt in der VIP Lounge und einfache Einreise nach Ägypten
  • Arbeitsreiche Tage am schönen Strand von Sinai
  • Kamelbehandlung nach Beduinen-Methode
  • Besteigung des Mount Sinai
  • Interview mit Cosmos. Der Deutsche der mit 2 Eseln von Köln nach Jerusalem lief
  • Interview mit Hilary. Gründerin der South Sinai Foundation
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Welcome to Middle East

Getting out of the strict organization, out of security controls and getting into the orient. Bargaining, hawker’s on the highway, men with long robes, women with scarfs, luxury limousines parking next to goats, people living with goats, donkeys, camels and at the same time many luxury hotels and resorts. Hospitable, friendly and honest habitants. Diving into a fascinating country with a vast variety of contrast’s.

On the 23rd of October early in the morning we crossed the border to Jordan. The Israel departure was easy, without any troubles. We handed in the custom papers, paid 100 Shekel (approx.. 20 €) and after 15 minutes we already left Israel.

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In Jordan we went through passport controls and got vehicle insurance for one week (24 JHD, approx. 25 €). We couldn’t trust our eyes, after 20 minutes we were in Jordan! That was so relaxing after the challenging arrival at Israel port 10 days earlier. GPS’s are not allowed to bring to Jordan. Therefore we did not have one and asked people to find our way to Aqaba. Because we did not bring maps either. The first thing we did was looking for a petrol station because diesel in Jordan costs only 0,51 JHD (approx.. 0,53 Euro). It is pure pleasure filling up our tanks in Jordan with this price (we have two tanks, altogether 220 liter!).

We drove directly to Petra from Aqaba and arrived at the Ammarin Bedouin Camp in the afternoon. The Ammarin Bedouin Camp is beautifully situated in the middle of bizarrely shaped rocks. These present a fascinating landscape (GPS coordinates N30°22.912′ E35°27.032′). We can only recommend this marvelous place: friendly Bedouins, clean bathrooms and an incredible silence. Far away from muttering generators (camping in Israel), aircraft noises (camping in Eilat) or lovely Muezzins next door, that get you out of bed with an incredible shock early in the morning. No smelly garbage’s next to our roof tent and especially no one that looks at us as we were from another planet. We just enjoyed ourselves at this place for 3 nights.

As we really had a tough program in Israel, it was time to relax for one day on the 24th of October. So, we had a good night sleep, run some errands and did some sightseeing in Little Petra in the afternoon, which is also a charming place. In Little Petra we bumped into Tom and Susi. Small world, we met Tom in Venice at the campground two weeks earlier and Marc, who also belongs to their group, in Wadi Musa just few hours earlier. The three of them are also on their way to South Africa with their motor bikes. Their blogs are under 321offroad.com. We had a lot to share (routes, tours, experiences, etc.) and we got stuck at a Bedouin tea place in the middle of the rocks in Little Petra. Back at our Ammarin Bedouin camp, we were sitting at the fire place and talking to the guides in the evening. They told us that apparently the unstable situation in Syria, Egypt and Libya affects the tourisms in Jordan very badly. At least the Bedouin Camp was almost empty when we were there. Good for us but bad for the Bedouin business. Apart from the sightseeing highlight Petra we did not see many tourists either.

After a freezing cold night we visited Petra on the 25th of October during the day. Firstly we were a bit shocked by the entrance fees (55 Euro each); however we must admit that every cent was worthwhile to spend. We have not seen anything comparable yet (and we both have been travelling a lot). Even the Acropolis seems to be insignificant compared to Petra. It is unbelievable that almost 100 000 people used to live there in the old days. Disregarding the masses of tourists and the locals that are trying to sell something, Petra is a magical place. The contrasts between the rugged landscapes and the partly very well kept buildings that are mostly chopped out of stones, make you feel like diving into another world and time zone. The local Bedouins still live in Petra’s rock caves. During the day they are trying everything to convince the tourists using their means of transportation (horses, donkeys, camels). One guy called his super speed donkey Ferrari und was quite successful with it.

Back at our Ammarin Bedouin Camp at the fire place in the evening, we talked to two tour guides from Amman. The two of them are a perfect address for outdoor equipment, tips and information about outdoor vehicle equipment and Jordan. The  address is No1 4×4 8, Salim  Bin Al-Harath Al Bayader Industrial Area. Arman. Tel. 06-581-6174. E-mail no14x4@gmail.com.

On the 26th of October early in the morning we drove from Petra to Wadi Rum for off-road driving. Finally deep sand, finally wild camping, finally campfire. The people at the visitor center in Wadi Rum welcomed us friendly. Entrance fee per person 5 JHD and  20 JHD for our car (altogether approx. 33 Euro). The price included one dinner at the Bedouin camp and breakfast. However we preferred to cook by ourselves in the wilderness. Therefore we went immediately towards east in deep sand. Wadi Rum is a mixture of rugged mountains, deep canyons and in between high sand dunes. The nature offered spectacular sceneries that changed every few minutes even more beautifully while we were driving.

Lawrence from Arabia lived here for a long time and described the landscape fascinatingly.

The significant feature of the desert is not the vastness, the bright sunlight or the sparkling stars. But the significant feature is the dead silence. Nothing, quietness, no bird, no cracking, not even the slightest noise. Like that we spent the first night at the campfire in a siq (canyon). The temperature went from 30°C during the day down to 7°C.

27. 10. 2011. Viktoria got her first lesson in deep sand driving and she managed well. Dune’s up and down almost without any problems.  The Toyota also managed very well. We don’t have any troubles with the car so far apart from a small battery management problem from Sterling. It stops working from time to time and is not charging the second battery properly. Hopefully the problem will be solved soon.

After five hours and over 60 kilometers of driving through fascinating landscapes and sceneries we stopped at a huge mountain with a beautiful view for our place for the night. This place was a bit livelier then the one yesterday because we got some visits from local Bedouin’s – with camel, without camels with jeeps or with desert hunting dogs. All of them were very pleasant and accommodating. We opened a bottle of champagne (we brought with from Germany) and had it for sundowner. What a perfect day!

At this stage we would like to highlight that we were always welcomed very friendly and accommodating in Jordan. We felt from the first moment until the departure very comfortable.

On the 28th of October 2011 early in the morning we had to say good bye to our small paradise Wadi Rum in order to go back to Aqaba. We arrived at noon and bought immediately the tickets at the AB office in the center of Aqaba (GPS coordinates: N 29`31,7951 E 35`0,393975) for the ferry to Nuweiba, Sinai-Egypt. Departure of the ferry 18:00 h and 16:00 h arrival at the Aqaba port for check-in.  Great, what a fantastic time, we thought! In order to keep us updated we needed to look for a pace to get internet access. The Mövenpick Hotel in Aqaba was kind enough to give us free internet in their hotel lobby. Sitting at the hotel lobby we felt like in another world, far away from the backpacker and outdoor scene. Deep frozen up to our bones because of the freezing cold Mövenpick Hotel aircon and after three hours of hard computer work we went back to the turmoil and crush of Aqaba.  Sharp at 16:00 h we were at Aqaba port however nobody was working there at the check-in. The departure of the ferry was all of a sudden postponed to 23:00 h or maybe 01:00 h in the morning inshallah. At the end we drove with our car on the ferry at 01:30 h and the ferry left almost on time (with 9 hours delay) at 03:00 h in the morning. This was a first sign that we were getting closer to Africa. At the Aqaba ferry terminal was a big mess of people with huge luggage’s yelling  at each other and having big arguments. The whole of Aqaba city (as also is Eilat in Israel) is a duty free zone. Therefore it seemed (at least we had the impression) that the entire middle east shopped in Aqaba and used the ferries. The incredible big pieces of luggage could never be carried by one person alone. Therefore there were big empty lorries for carrying the luggage on the ferry. However the people had to fight for a space for their luggage on the lorries. What a disaster and mess… Therefore all the yelling and arguments.

We will tell more about the ferry trip in our next blog.

Altogether we can say that Jordan is an absolute fascinating country. Everyone should go there once in their life.

Our highlights were:

  • The unspectacular entry to Jordan
  • Beautiful, fascinating landscapes and sights in Petra and Wadi Rum
  • Off road driving in Wadi Rum’s deep sand
  • Wild camping in dead silence and under the stars of Wadi Rum
  • Very friendly helpful and open minded people
  • Chaotic situation at the Aqaba ferry terminal
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Willkommen im Mittleren Osten

Raus aus der strengen Organisation, aus den vielen Sicherheitskontrollen und rein in den Orient. Handeln, fliegende Händler an der Autobahn, Männer in langen Gewändern, kopftuchtragende Frauen, Luxus-Limousinen die zwischen Ziegenherden parken, Menschen die neben Ziegen, Eseln oder Kamelen leben und gleichzeitig  viele Luxushotels und Resorts. Gastfreundliche, ehrliche Bewohner. Eintauchen in ein faszinierendes Land mit vielen Kontrasten.

Am 23.10.2011 sind wir früh  morgens in Eilat aufgebrochen und haben die Grenze nach Jordanien überquert. Die Ausreise war völlig problemlos:  Zollpapiere abgegeben, 100 Schekel (ca. 20 €) bezahlt und nach 15 Minuten waren wir schon auf der jordanischen Seite. Dort durch die Passkontrolle, für eine Woche Autoversicherung abgeschlossen (Kostenpunkt 24 JHD, ca. 25 €) und nach 20 Minuten waren wir in Jordanien. Das war richtig erholsam nach der herausfordernden Israel-Einreise 10 Tage vorher. GPS Geräte dürfen nach Jordanien nicht eingeführt werden, wenn sie nicht fest in das Fahrzeug eingebaut sind. So hatten wir natürlich keines dabei und haben uns  erst einmal bis Aqaba durchgefragt, da wir auch keine Karten besitzen. Zuallererst hatten wir eine Tankstelle aufgesucht. Der Liter Diesel liegt momentan bei 0,51 JHD (ca. 0,55 €). Da macht es richtig Spaß, die Tanks zu befüllen (wir haben schließlich zwei Tanks mit insgesamt 220 Litern).

Von Aqaba fuhren wir direkt nach Petra, und sind am späten Nachmittag in dem Beduinen-Camp Ammarin eingetroffen. Mitten in der Wüste gelegen, einen Steinwurf entfernt von Klein Petra, liegt es eingebettet in hohe, von Erosion bizarr geformten Felsen, die eine traumhaft schöne Landschaft bilden (GPS Koordinaten N30°22.912′ E35°27.032′). Nette Beduinen, saubere Toiletten und eine unglaubliche Stille, so ganz ohne Generatoren-Lärm  (Camping in Israel), Fluglärm (Camping in der Einflugschneise Eilat, Israel) oder dem netten Muezzin von nebenan, der einen häufig in muslimischen Ländern vor Sonnenaufgang aus den Federn hochfahren lässt. Keine stinkenden Mülltonnen direkt neben dem Zelt und vor allem niemanden der das Auto und uns begutachtet als seien wir von einem anderen Planeten. Kurzum, ein fabelhafter Ort, der nur weiterzuempfehlen ist. Deshalb haben wir dort insgesamt drei Nächte verbracht.

Nachdem wir die vergangenen Tage ein straffes Programm abgespult haben, war es an der Zeit, einen gemütlichen Tag einzulegen. Ausschlafen (bis 07:30 Uhr, da man immer mir der Sonne lebt), Bankgeschäfte und Erledigungen machen, etc. Nachmittags haben wir uns Klein Petra angeschaut und haben dort zufällig Tom und Susi getroffen. Tom hatten wir auf dem Campingplatz in Venedig vor zwei Wochen kennengelernt. In der Gruppe ist auch noch Marc, den wir zuvor in Wadi Musa getroffen haben (klein ist die Welt). Die drei sind mit ihren Motorrädern  auch auf ihrem Weg nach Südafrika. Susi, Mark und Tom sind nicht das erste Mal unterwegs. Ihren Blog findet man unter 321offroad.com. Es gab viel auszutauschen (Routen, Erfahrungen, etc.) deshalb hatten wir uns bei den Beduinen zwischen den Felsen in Klein Petra bei einem Glas Tee festgequatscht. Zurück im Ammarin Beduinen-Camp, gemütlich am Feuer, erzählten uns die Guides, dass die Unruhen in Syrien, Ägypten und Libyen den Tourismus in Jordanien sehr negativ beeinflussen. Scheinbar ist der Tourismus dramatisch eingebrochen – zumindest war das Beduinen-Camp fast leer, als wir dort waren. Schlecht für die Leute von Petra, aber gut für uns. Zumindest sind wir nicht allzu vielen Touristen außerhalb der Hauptattraktionen begegnet.

Am 25. 10. 2011, nach einer weiteren eisigkalten Nacht, haben wir Petra besichtigt. Die Eintrittspreise von 55 Euro sind zu Beginn abschreckend, aber am Ende des Tages kann man sagen, dass sich jeder Euro gelohnt hat. Wir haben noch nichts Vergleichbares gesehen (und wir sind beide schon viel gereist). Selbst die Akropolis wirkt eher unscheinbar neben Petra. Es ist unvorstellbar, dass hier einmal fast 100.000 Menschen gewohnt haben. Lässt man die Massen von Touristen und die Einheimischen die einem etwas verkaufen wollen außer Acht, dann ist Petra ein magischer Platzt auf diesem Planeten. Die Kontraste zwischen der zerklüfteten Landschaft und den zum Teil sehr gut erhaltenen Bauwerken, die zumeist aus den Felsen gehauen wurden, sind wie ein Eintauchen in eine andere Zeit und Welt. Die einheimischen Beduinen leben immer noch in den Felsenhöhlen von Petra und versuchen tagsüber mit allen Tricks, die Touristen  auf Ihre Transportmittel zu locken (Pferde, Kutschen, Esel, Kamele). Einer hatte seinen super speed Esel Ferrari genannt  und war damit unglaublich erfolgreich.

Zurück  im Ammarin Beduinen Camp haben wir zwei Tour-Guides aus Amman getroffen, die in Jordanien Offroad-Touren anbieten. Die beiden sind eine gute Anlaufstelle für Ausrüstung, Tipps und Informationen rund ums Fahrzeug. No1 4×4 8, Salim  Bin Al-Harath Al Bayader Industrial Area. Arman. Tel. 06-581-6174. E-mail no14x4@gmail.com.

Am 26. 10. 2011 ging es nach Wadi Rum zum Offroadfahren in die Wüste. Endlich Tiefsand, endlich wild Campen mit Lagerfeuer. Von Petra haben wir uns am Vormittag gemütlich  auf den Weg, Richtung Wadi Rum gemacht. Dort wurden wir sehr nett im Visitor Center begrüßet. Einmalige kosten pro Person 5 JHD und 20 JHD für das Fahrzeug (insg. ca. 33 Euro). Der Preis beinhaltet ein Abendessen im Beduinen-Camp und Frühstück. Uns hat es aber unter den Nägeln gejuckt, deshalb wir sind gleich in den Tiefsand, Richtung Osten aufgebrochen um dort wild zu campen. Wadi Rum ist eine Mischung aus hohen, zerklüfteten Bergen, tiefen Schluchten, mit immer mal wieder dazwischenliegenden großen Sanddünen. Alle paar Minuten ändert sich die Landschaft und eröffnet  neue, spektakuläre Naturszenen. Lawrence von Arabien, der hier lange gelebt hat, hat folgendes Zitat hinterlassen, welches die Stimmung dieser Landschaft sehr treffend wiedergibt:

„Die Geschichte auf diesen Seiten ist nicht die Geschichte der arabischen Bewegung, sondern die meiner Beteiligung daran. Es ist die Erzählung des täglichen Lebens, unbedeutender Geschehnisse kleiner Menschen. Hier gibt es keine Lektionen für die Welt, keine Enthüllungen, um die Menschen zu schockieren. Sie ist voll von trivialen Dingen, zum Teil deshalb, dass niemand die Überreste, aus denen ein Mann eines Tages Geschichte machen könnte, fälschlich für Geschichte hält, und zum Teil wegen des Vergnügens, das ich bei der Erinnerung an meine Beteiligung an dieser Revolte hatte. Wir alle waren überwältigt, wegen der Weite des Landes, des Geschmacks des Windes, des Sonnenlichts und der Hoffnungen, für die wir arbeiteten. Die Morgenluft einer zukünftigen Welt berauschte uns. Wir waren aufgewühlt von Ideen, die nicht auszudrücken und die nebulös waren, aber für die gekämpft werden sollte. Wir durchlebten viele Leben während dieser verwirrenden Feldzüge und haben uns selbst dabei nie geschont; doch als wir siegten und die neue Welt dämmerte, da kamen wieder die alten Männer und nahmen unseren Sieg, um ihn der früheren Welt anzupassen, die sie kannten. Die Jugend konnte siegen, aber sie hatte nicht gelernt, den Sieg zu bewahren; und sie war erbärmlich schwach gegenüber dem Alter. Wir dachten, wir hätten für einen neuen Himmel und für eine neue Welt gearbeitet, und sie dankten uns freundlich und machten ihren Frieden.“

(T.E. Lawrence: Die sieben Säulen der Weisheit, Seite 850).

Das bestimmende Merkmal der Wüste ist nicht etwa die große Weite, das grelle Sonnenlicht und die tausend funkelnden Sterne. Das Bestimmende in der Wüste ist die absolute Stille. Nichts, kein Vogel, kein Knacken, kein Geräusch. So haben wir unsere erste Nacht mit Lagerfeuer in einem Siq (Schlucht) verbracht. Nachts fiel die Temperatur von fast 30°C auf 7°C.

27. 10. 2011. Heute hat Viktoria ihre erste Unterrichtsstunde in Tiefsandfahren bekommen und super bestanden. Düne rauf und Dünne runter fast ohne Probleme. Der Toyota machte alles anstandslos mit. Wir haben nur ein kleines Problem mit dem Batterie-Management von Sterling, das sich immer wieder aufhängt und dadurch die Zweitbatterie nicht mehr auflädt. Mal schauen wie sich das auf unserer weiteren Reise entwickelt.

Nach fast fünf Stunden und über sechzig Kilometer kreuz und quer durch faszinierende Landschaften, haben wir heute unser Lager auf einer Sanddüne neben einem großen Bergmassiv aufgeschlagen. Der Platz war etwas belebter, deshalb hatten wir an diesem Abend viel Besuch von einheimischen Beduinen. Mit Kamel, ohne Kamel, mit Geländewagen oder mit Jagdhunden. Alle waren sehr zuvorkommend und überaus freundlich. Wir haben die Flasche Champagner, die wir aus Deutschland mitgebracht haben, zum Sundowner bei einer grandiosen Kulisse degustiert. Was für ein wundervoller Tag.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal betonen, dass wir selten so gastfreundlich aufgenommen wurden wie in Jordanien. Wir fühlten uns vom ersten Moment an bis zur Ausreise sehr willkommen.

Am 28.10.2011 früh morgens mussten wir uns von der faszinierenden Kulisse von Wadi Rum verabschieden, um uns auf den Weg nach Aqaba zu machen. Wir kamen gegen mittags in Aqaba an und besorgten uns sogleich das Ferry-Ticket nach Ägypten am AB Schalter im Zentrum von Aqaba (GPS Koordinaten N 29`31,7951 E 35`0,393975) Abfahrt der Fähre 18:00 Uhr und 16:00 Uhr einfinden am Hafen. Grandiose Zeit dachten wir! Also machten wir uns erst einmal auf die Suche nach Internet um uns wieder auf dem Laufenden zu halten. Das Mövenpick Hotel gab uns netterweise kostenlosen Internet-Empfang in ihrer Hotellobby. Als wir dort saßen, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt, fernab von der Backpacker- und Offroad- Szene.  Tiefgefroren bis auf die Knochen von der eisigkalten Klimaanlage gingen wir dann nach 3 Stunden intensiver Computerarbeit wieder zurück in das Getümmel und Gewühle von Aqaba. Pünktlich um 16 Uhr waren wir am Hafen (GPS Koordinaten N 29`27,6032 N 34`58,6530). Jedoch nichts bewegte sich. Die 18:00 Uhr Abfahrtszeit wurde auf 23:00 Uhr bzw. 01:00 Uhr morgens verschoben. Letztendlich sind wir dann um 01:30 h mit unserem Toyota auf die Fähre gefahren und diese legte fast pünktlich mit 9 Stunden Verspätung um 03:00 Uhr morgens ab. Somit wussten wir, dass wir uns Afrika nähern. Auf dem Aqaba- Fährhafen war ein unglaubliches Treiben, Durcheinander und Gezanke von vollbepackten Menschen. Die ganze Stadt Aqaba (wie auch Eilat in Israel) ist eine Duty-Free Zone. Deshalb scheint (so hatten zumindest wir den Eindruck) der ganze Mittlere Osten dort einzukaufen und die Fähre zu benutzen. Die unglaublich großen Gepäckstücke konnten niemals von einer Person alleine auf die Fähre getragen werden. Deshalb gab es dafür bereitgestellte Lastwagen, wofür sich die Leute vor Ort einen Platz für Ihr Gepäck erkämpfen mussten.  Daher das laute Geschrei und Gezeter…

Von der Fahrt mit der Fähre werden wir in unserem nächsten Blog berichten.

Zusammenfassend können wir sagen, dass Jordanien ein absolut faszinierendes Land ist, das jeder einmal bereist haben sollte.

Unsere Highlights waren:

  • Unspektakuläre Einreise nach Jordanien
  • Wunderschöne, faszinierende Landschaften und Sehenswürdigkeiten in Petra und Wadi Rum
  • Offroadfahren im Tiefsand von Wadi Rum
  • Wild Campen unter den Sternen von Wadi Rum
  • Sehr freundliche, hilfsbereite und offene Menschen
  • Chaotische Zustände am Fährhafen in Aqaba
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Quer durch das Heilige Land

Von Ashdod über Tel Aviv, Rosh Hanikra, Kafar Haruf, Ein Gev, Banias (Jordanquellen), Jerusalem, En Gedi, Mizpe Ramon bis Eilat.

Rückblickend auf unsere erste Woche in Israel sind uns zwei Dinge maßgeblich im Gedächtnis geblieben. Erstens: Israel besteht anscheinend nur aus Feiertagen oder Sabbattagen (zumindest waren wir zum falschen Zeitpunkt vor Ort). Und zweitens: Die Israelis sind absolut Lärmunempfindlich und lieben es, sich ständig mit lauter Musik zu umgeben und mit brummenden Stromgeneratoren zu campen.

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Aber nun alles der Reihe nach: Angekommen sind wir am 13. Oktober in Ashdod. Und wie es das Schicksal wollte, war es ein  Feiertag. Wir dachten uns am Anfang nichts dabei, jedoch sagten uns die Damen und Herren von der Immigration und Polizei (die zu uns auf das Schiff kamen) nach mehreren Stunden getrennter Befragung, dass an diesem Tag keine Fracht von Bord darf und somit auch wir nicht.  So verbrachten wir zusammen mit der Crew einen weiteren Tag an Bord unseres Frachtschiffes. Das war aber nicht weiter schlimm, da das Schiff für uns nach einer Woche schon fast wie ein Zuhause geworden war.

Am nächsten Tag früh morgens fuhren wir dann freudestrahlend und voller Tatendrang mit unserem Auto vom Schiff, jedoch kamen wir nur bis zur Zollabfertigung. „Heute arbeitet leider keiner mehr, da morgen Sabbat ist und gestern Feiertag war!“ Da wir nicht noch weitere Tage in unserem „neuen Zuhause“ verbringen wollten, hatten wir spontan beschlossen nach Tel Aviv mit dem Bus zu fahren und die nächsten beiden Tage dort zu verbringen. Glücklicherweise hatte uns eine Mitarbeiterin von unserer Frachtschiff-Agentur Alaluv zum Ashdod Bus-Terminal mitgenommen, da das ganze Gelände verlassen und weit und breit weder Taxi noch Bus zu bekommen war.  Die Busfahrt von Ashdod nach Tel Aviv war angenehm, jedoch hat Tel Aviv mit Sicherheit den hässlichsten und unübersichtlichsten Bus-Terminal,  der je von Menschenhand errichtet wurde. Da wir keine Minute länger dort verbringen wollten, hatten wir letztendlich die letzten 4 km zu Fuß nach Old Jaffa hingelegt. Einquartiert haben wir uns im Old Jaffa Hostel, das nicht nur nett, sondern auch sehr nett gelegen war, direkt neben dem Markt von Old Jaffa. Nachmittags hatten wir unsere Frachtschiffbegleiter Tessa und Giora in ihrem wunderschönen Haus in Old Jaffa besucht (mit Blick von der Dachterrasse über ganz Tel Aviv bis hin zu den Bergen von Jerusalem). Bei unserem kurzen Besuch stellten wir wieder fest, dass wir die allabendlichen Erzählungen über ihr Leben und über Ihre Zeit in Israel sehr vermissen werden.

Nach zwei herrlichen Tagen Tel Aviv hatten wir uns am Sonntag, den 16. Oktober in aller Herrgottsfrühe auf den  Weg nach Ashdod gemacht, um unser Auto nun endlich aus dem Hafen zu bekommen. Zuerst ging es zu unserem Frachtschiff-Agenten der Grimaldi Lines in Ashdod (Alaluv, GPS Koordinaten N 31,827 E 34,653 ). Dort angekommen, hatten wir zwei Stunden vergeblich versucht, eine Versicherung für unser Auto in Israel zu bekommen. Aufgrund der Feiertage waren alle Versicherungen die ganze Woche im Urlaub. Glücklicherweise hatte uns dann kurz vor unserer kompletten Verzweiflung unsere Agentur einen Schlepper mit dem Namen Chacho vermittelt. Obwohl Chacho schmerzliche 80 Euro verlangt hatte, können wir im Nachhinein gerne bestätigen, dass dies die goldrichtige Entscheidung war. Ohne ihn würden wir vermutlich jetzt noch im Hafen von Ashdod sitzen. Er hatte uns über seine dunklen Kanäle in kürzester Zeit eine Auto-Versicherung für einen Monat besorgt und uns von der Hafensteuerstelle über den Zoll, den Hafenagenten, die Sicherheitsdurchsuchung, die Polizei, etc., etc. fast reibungslos durchgelotst. Wie schon gesagt, ohne ihn wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Da auch an diesem Tag aufgrund der Feiertagswoche nur halbtags gearbeitet wurde, waren alle Beamten um 14:00 h wieder nach Hause gegangen. Uns fehlte aber noch ein letzter Stempel von der Hafenbehörde. Chacho ging kurzerhand zum Managing Director des Ashdod-Hafens und überzeugte ihn, die zuständige Person vom Feiertag zurückzuholen. Nachdem die Sicherheit am Ende auch den kleinsten Winkel unseres Autos geprüft hatte, war es dann um 17:30 h endlich vollbracht: der Schlagbaum öffnete sich und wir sind mit Auto nach Israel eingereist. An dieser Stelle, ein großes Dankeschön an Chacho. Auch wenn er ein kleiner Gauner ist, seine Hilfe war unerlässlich. Für alle, die jemals nach uns über diesen Hafen mit einem Fahrzeug einreisen, an dieser Stelle seine Mobilfunknummer: +972-507206901.
Die Israelis haben nicht nur durchgehend Feiertag oder Sabbat, auch ihre Zeit ist so ungünstig umgestellt, dass es um 17:30 Uhr bereits stockdunkel war. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, nördlich von Tel Aviv auf einen Campingplatz zu fahren. Direkt am Meer, wunderschön gelegen, mit annehmbar sauberen Duschen und Toiletten. (Yanai Beach Campsite N 32,3875 E 34,8644).

An dieser Stelle etwas zum Campingverhalten der Israelis. Die Camper in Israel sind mit mindestens zwanzig Plastiktüten, Schaumstoff-Matratzen und einem Generator beladen, um in die Natur zu fahren. Bei Ankunft wird auf den vorhandenen Tischen erst einmal eine Plastik-Tischdecke gelegt und der Generator angeschmissen, um den mitgebrachten Kühlschrank zu betreiben. Viel wichtiger sind dann noch Musikanlage und die Halogenstrahler. In Israel gibt es anscheinend nur ein Zeltmodell in unterschiedlichen Größen zu kaufen, da alle gleich aussehen. Kein Wunder, dass wir mit unserem Autodachzelt immer im Zentrum des Spektakels waren, sobald wir dieses aufgeklappt hatten. Wir wurden von allen Seiten bestaunt, ausgefragt und sogar fotografiert. Fast hatten wir das Gefühl, das einzige Dachzelt in ganz Israel zu besitzen und fühlten uns ein bisschen wie im Zoo. Dadurch haben sich jedoch  immer nette Gespräche ergeben. Sicherlich wollen wir hier keine Klischees aufstellen, aber Camping in Israel ist etwas völlig anderes als in Europa oder Afrika.

Nach diesem kleinen Exkurs, zum Thema Camping in Israel, ging es nun weiter immer Richtung Norden.  In Kfar Rosch HaNikra haben wir uns den Luxus geleistet und sind mit der Seilbahn, 250 Meter zu den Kreidefelsen und den Höhlen hinabgefahren. Von hier ging es durch einen Nationalpark an den See Genezareth. Dort haben wir die Nacht in Ein Gev verbracht (viel Müll und nicht wirklich schön) und sind am nächsten Tag über die Golan Höhen in den Nordosten von Israel zu den Jordanquellen gefahren. Ein Panias ist ein traumhaft schöner Ort. Gegründet von den Griechen, entspringt hier eine der drei Quellen, welche sich weiter unten zum Jordan vereinen. Das Wasser quillt hier in großen Mengen direkt unter den alten Pflastersteinen hervor und sammelt sich in großen antiken Wasserbecken, von wo es dann weiter Talabwärts strömt. In der Nähe von Ein Panias haben wir, nach längerer Suche einen sehr schönen Campingplatz direkt am Jordan gefunden. (GPS Koordinaten N 33,2227 E 35,6118).

Da wir beide Jerusalem kennen und mal wieder Feiertag und Sabbat war, haben wir uns kurzfristig entschieden, Jerusalem nicht anzufahren und uns direkt auf den Weg nach En Gedi zu machen. Dort haben wir direkt am Meer unser Lager für die Nacht aufgeschlagen. Und kaum hatten wir das Dachzelt aufgeklappt, wurden wir wieder von allen Seiten bestaunt und befragt. Somit haben sich aber auch hier wieder nette Gespräche ergeben. Dabei hatten wir den Tipp bekommen, dass der Krater in der Negev Wüste bei Mispe Ramon ein lohnenswerter Abstecher auf dem Weg nach Eilat sei. Dem war auch so. Und so hat unser Toyota zum ersten Mal eine ordentliche Offroad-Strecke unter die Reifen bekommen. Nach einer kalten und windigen Nacht, mit dem ersten Lagerfeuer und einer grandiosen Aussicht ging es am nächsten Tag weiter nach Eilat. Ganz im Süden von Israel, zwischen Jordanien und Ägypten, quetscht sich das Miami-ähnliche, touristenburgenübersäte Eilat. Zwischen Shopping Mals und Hafenanlagen, Flughafen und Grenzen, ist es nicht der sehenswerteste Ort in Israel. So haben wir beschlossen,  uns am nächsten Tag auf den Weg nach Jordanien zu machen.

Zusammenfassend können wir sagen, Israel hat sich wirklich gelohnt.

Die Hightlights waren:

  • Die herausfordernde Einreise nach Israel
  • Leidenschaftliche, interessierte und hilfsbereite Menschen
  • Abwechslungsreiche, wunderschöne Landschaften
  • Die kurzen Fahrstrecken (Israel ist wirklich klein)

Der Reisebericht von Tanja und Cederic aus Israel:

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Eine Seefahrt die ist lustig…

Beginn der Reise von Stuttgart über die Alpen nach Venedig. Weiter nach Monfalcone und mit dem Frachtschiff über Zypern nach Israel. Oder die Frage, warum um alles in der Welt muss man einmal um die halbe Erde fahren?

Rudyard Kipling sagte einmal: „Es gibt zwei Sorten von Männern und Frauen,  diejenigen die zu Hause bleiben. Und die anderen.“ In den letzten Tagen vor der Abfahrt, haben wir uns öfter gefragt, ob man denn nicht einfach zu Hause hätte  bleiben können. Ob so eine Reise den ganzen Stress, die ganze Arbeit und Vorbereitungszeit wert ist. Und jetzt, eine Woche später können wir nur sagen, sie ist es wert. Jeder Tag, jede Minute und jede neue Erfahrung bestätigen uns das.

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Rückblick: Am 1. Oktober, wie geplant, haben wir uns von Stuttgart Richtung Italien aufgemacht. Beladen mit Sack und Pack, ging es über die Alpen, nach Südtirol, wo wir ein paar wundervolle Tage verbracht haben. Am 5. Oktober ging es dann weiter nach Venedig. Dort angekommen, haben wir die beiden  Eidgenossen Tanja und Cederic getroffen, die auch auf dem Weg nach Cape Town sind. www.sanduku.ch

Die beiden Tage in Venedig waren ausgesprochen schön und wir wurden von einem warmen Spätsommerwetter verwöhnt. Und fast könnte man sagen, Venedig ist ein romantischer, wunderschöner Ort, wenn man es schafft, geflissentlich über die tausend und abertausend von amerikanischen, asiatischen und anderen Touristen hinwegzusehen.
Weiter ging es am 7. Oktober von Venedig in das 130 km entfernte Monfalcone. Der Tag begann mit einem eiskalten Regenschauer und die Temperaturen sanken merklich. Die Fahrt im Konvoi mit Tanja und Cerderic wurde begleitet von sintflutartigen Regenfällen. In Monfalcone, das seit dem zwanzigsten Jahrhundert für seine großen Werften bekannt ist, ging es problemlos durch den Zoll und direkt auf das Frachtschiff „Spees“, welches zur Grimaldi Group gehört.

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An dieser Stelle ein paar Dinge zum Reisen auf Frachtschiffen. Frachtschiffreisen sind nicht zu verwechseln mit einer normalen Fähre oder gar einem Kreuzfahrtschiff. Konnte man früher auf einem Schiff anheuern, um so kostengünstig von einem Kontinent zum anderen zu gelangen, ist dies mittlerweile fast ein Ding der Unmöglichkeit. Dafür kann man sich, für gutes Geld, einen Platz auf einem Frachtschiff kaufen. Der Hintergrund ist der, dass in den Zeiten vor Satellitennavigation und weltweiter Datenkommunikation deutlich weniger Personal auf einem Schiff benötigt wird, als dies damals der Fall war.  Das hat somit zur Folge, dass nun eine begrenzte Anzahl von Kabinen für Passagiere zur Verfügung steht. Aber eigentlich sind die Passagiere nur Beiwerk in der riesigen Maschinerie eines solchen Schiffes. Neben allen möglichen und sonderbaren Fahrzeugen hat unser Frachtschiff, (zusätzlich zu unseren Landcruisern) noch 3300 weitere Neufahrzeuge, sowie einige andere Passagiere an Bord. Da sind z.B. Tessa und Giora. Sie Engländerin, er Israeli, seit fünfzig Jahren verheiratet. Tessa und Giora sind nicht etwa auf dem Schiff um eine besonders aufregende Reise auf einem Frachtschiff zu machen. Nein, Tessa hat mit fünfundzwanzig Jahren beschlossen, nie wieder in ein Flugzeug zu steigen. Und so haben wir in den folgenden Tagen einen Fundus für lustige, aufregende und spannende Reisegeschichten, fernab von Flughäfen und Jetset, bekommen. Die beiden sind zum Beispiel drei Wochen lang von Hongkong nach San Francisco auf einem Frachtschiff gefahren. An sich wäre das eine schöne Strecke gewesen. Jedoch steckte das Schiff auf der ganzen Fahrt in extrem starkem Nebel, so dass nicht einmal die Reling des Frachtschiffes erkannt werden konnte.
Wir erfahren unter anderem auch viele Dinge über Israel, über Ihre Zeit in einem Kibbuz, über die politischen Schwierigkeiten und über den Wandel der kontinuierlich stattfindet. Und so wird jede Malzeit an Board zu einer anregenden und informativen Angelegenheit.

Der siebte und letzte Passagier an Board ist Daniel. Er kommt aus Bern, ist Freelancer und Lebenskünstler. Unterwegs ist er mit seinem Mitsubishi mit Anhänger. Er hat das Projekt „Rider 4 Africa“ (www.ride4africa.ch)auf die Beine gestellt und ist auf dem Weg nach Kairo, um dort Motorräder zusammen zu bauen. Diese werden dann dort gebucht und nach einer langen Fahrt durch Afrika mit Endziel Swasiland an das Rote Kreuz verschenkt.

Wir waren sechs Tage an Board,  haben die Kykladen passiert und haben kurz in Limassol, Zypern geankert. Dort wurden noch einmal Autos verladen, bevor wir die letzten zwölf Stunden nach Ashdod, Israel übergesetzt sind. Während der Fahrt hatten wir viel Zeit zur Erholung, da unser Aktionsradius auf 150 m beschränkt war, was nicht gerade viel Platz ist, um etwas zu unternehmen. Das Schiff wiegt einen in eine Trägheit, aus der man sich nur schwer befreien kann.
Aber es blieb viel Zeit. Zeit für Gedanken, Zeit für gute Ideen und lange Gespräche. So fernab von Internet und Handyempfang entdeckt man auf einmal wieder Dinge, die in einem normalen Alltag nur allzuleicht verloren gehen. Und vielleicht ist das der Sinn einer solchen Reise – sich zu besinnen auf die wirklich wichtigen Werte, sich frei von seinen Alltagssorgen und Problemen zu machen und wieder Zeit zu haben, Geschichten und Gedanken zu erzählen und zuzuhören.

Morgen geht es zu dem berühmt berüchtigten Zoll nach Israel. Davon werden wir beim nächsten Mal berichten.

Highlights:

  • Als Passagier auf einem Frachtschiff zu reisen.
  • Abends (und nachmittags) in den Schlaf gewogen zu werden.
  • Dreimal am Tag fürstlich verköstigt zu werden.
  • Zeit für Gedanken, gute Ideen und lange Gespräche
  • Keinen Handyempfang oder Internet zu haben.

 

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Aktuell durch Afrika

Jörg On Tour. TRANSAFRIKA- Tour gestartet am 12.10.2010 . Die Reise wurde Mitte Oktober in Bad Tölz gestartet soll Mitte März 2011 in Kapstadt enden. Aktuell ist Jörg Zwischen Sudan und Äthiopien. Jörg fährt mit einem Toyota HZJ 78 der 2 je 50 l Wassertanks für Trink- und Brauchwasser verbaut hat. Die Reichweite wurde erhöht durch ein 180 l Zusatztank der als Unterflurtank verbaut wurde. Verbaut wurde ein Klapphubdach um das Fahrzeug als Wohnmobil zuzulassen.

Die letzen Stationen waren:

Di. 12.10. 2010 Abfahrt in Bad Tölz nach Venedig.
Mo 18.10.
2010 4 Tagen  Überfahrt von Venedig nach Alexandria (Ägypten)
Do. 21.10.
2010 Kairo
Mi./ Do. 27./28.10.
Von Assuan 300km nach Abu Simbel am Nasser Stausee.
Sa. 6.11.
2010 Abendteuerlichen 20 Std.- Überfahrt mit der Fähre  nach Wadi Halfa (Sudan)
Do. 11.11.
2010 Kartum (Sudan)
Sa. 4.12. 2011 Kenia

Die Webseite ist http://www.joerg-on-tour.de/reise/12-reise-2010.html

Jörg’s Gallery – Reise 2010 Transafrika (Noch keine Bilder online)