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Hey Mazungu

Nach den letzten wirklich heißen Tagen am Lake Bogoria in Kenia, ging es am 23. Januar bei Malaba über die Grenze nach Uganda. Dort wurden wir von einer satten Vegetation, angenehmen Temperaturen und überaus freundlichen Menschen begrüßt. Wenn man an Afrika denkt, stellt man sich vermutlich ein Land wie Uganda vor: Eine grandiose Natur mit einer üppigen Pflanzenwelt und einer Vielzahl bunter tropischer Gewächse, sowie lächelnde Menschen am Straßenrand. Dies waren die ersten Eindrücke, die wir in uns aufgesogen haben.

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Unser erster Stop war Jinja. Jinja liegt an der Stelle, wo der Nil aus dem Victoria See abfließt. Und direkt am Fluss einige Kilometer stromabwärts, liegt eine der schönsten Campingsites Afrika’s, „The Haven“ (GPS Koordinaten N0 32.564 E33 05.387). The Haven überblickt die Stromschnellen des Nils, wird von Solar-Energie betrieben und ist so sauber und aufgeräumt, dass man denken könnte, man wäre in der Schweiz. Hier haben wir die nächsten Tage damit verbracht die Gegend zu erkunden, zu schreiben und uns zu erholen von der anstrengenden Fahrt. Die friedlichen Tage wurden nur vom Raften unterbrochen. Wir sind mit dem Schlauchboot die Nil-Stromschnellen runtergejagt und haben uns natürlich zuletzt überschlagen. Das war ein herrlicher Spaß.

Die Zeit haben wir ebenfalls genutzt, um den komplett zerstörten Lenkungsdämpfer von unserem Toyota auszubauen und Ersatz dafür zu besorgen. Am dritten Tag kamen überraschenderweise Dee und James zusammen mit ihrem langjährigen australischen Freund Collin, der in Jinja lebt, zum Abendessen bei unserer Campsite vorbei. Die Freude war groß uns wiederzusehen. Zufälligerweise betreibt Collin einen Workshop für Landcruiser und Julian konnte mit Collin zusammen am folgenden Tag die Aufhängung für den Lenkungsdämpfer ausbauen, gerade biegen und schweißen. Das hat einen Werkstattbesuch in Kampala erspart und so mussten wir am Nachmittag in Kampala nur den Heavy Duty Lenkungsdämpfer kaufen und selbst einbauen. An dieser Stelle möchten wir einmal anmerken, dass unser Toyota bisher noch gar kein Problem hatte. Egal ob Tiefsand, Lavageröll, 4000 Meter hohe Pässe oder 44 C in der Wüste. Er muckt nicht und läuft und läuft und läuft. Toll, wir sind wirklich begeistert von unserem Auto.

In Kampala haben wir uns im Red Chili Hideway Camp (GPS Koordinaten N0 19.208 E32 37.800) einquartiert. Red Chili ist ein Overlander Hotspot mit vielen Overlander-Trucks, lauter Musik und sehr guter Pizza. Hier haben wir Ali wiedergetroffen, den wir bereits in Nairobi kennengelernt haben. Er kam zusammen mit seiner Freundin Mariska, die für die NGO Foodstep arbeitet. Mariska erzählte uns von den vielen ungelösten Problemen in Uganda, sowie von ihrer Arbeit in dem Kindergefängnis Kampiringisa. Das hat unser Interesse für unseren nächsten Projektbesuch geweckt. Da wir das Gefängnis erst am Donnerstag besuchen durften, blieben wir die nächsten Tage in Kampala und haben die Stadt erkundet. Obwohl Kampala eine stinkende, mit Menschen überquellende und im Verkehrschaos erstickende Stadt ist, sind wir im Nachhinein sehr froh, noch länger geblieben zu sein, da wir eine ganz andere, sehr unschöne Seite von Uganda kennengelernt haben, die man als normaler Tourist niemals sehen würde.

In dem Kindergefängnis Kampiringisa sind ca. 300 Kinder im Alter zwischen drei und siebzehn Jahren meist unschuldig und ohne gerichtlichen Beschluss untergebracht. Die Zustände in den Räumlichkeiten sind katastrophal und zum Teil menschenunwürdig. Die Kinder erhalten weder Schulbildung, noch Erziehung und keine medizinische Versorgung. Weitere Details und die Hintergründe über das Projekt werden wir in Kürze unter FOCUS AFRICA online stellen.

Von Kampala ging es weiter, durch das Hochland von Uganda nach Fort Portal, wo wir auf Kluge`s Guest Farm untergekommen sind (GPS Koordinaten N00.594857 E30.247947). Wir wurden dort gleich zu Stefans nachträglichem 60. Geburtstag eingeladen und haben bis tief in die Nacht, am großen Lagerfeuer, eine tolle Party gefeiert. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für die Einladung! Leider ging es Viktoria in den nächsten Tagen wirklich mies. Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Da wir dachten, dass es eine Magenverstimmung war, gingen wir erst am dritten Tag zu einem Krankenhaus. Jedoch das Fieber, das mittlerweile auf über 40 C angestiegen war, war eindeutig und der Bluttest bestätigte es – Malaria!  Nun hieß es Unmengen an Tabletten schlucken und zwei Tage Bettruhe. Glücklicherweise ging es Viktoria nach zwei Tagen schon wieder ganz gut und das Fieber war verschwunden. Was lernen wir daraus: Beim nächsten Mal also sofort zur Klinik und gar nicht erst lange warten!

Zur Erholung sind wir zur Nkuruba Nature Reserve community campsite (GPS Koordinaten direkt N0 31.119 E30 18.133)am Nkuruba Kraterseen gezogen. Die Campsite ist sehr schön gelegen mit Blick auf den See. Anscheinend ist der See Bilharziose frei und deshalb ist Julian mehrmals darin geschwommen. Die Gegend ist übersäht mit diesen Kraterseen, die ein wunderschönes Naturspektakel bieten. Da Viktoria wieder kräftig genug war, ging es nach vier Tagen weiter in Richtung Lake Bunyonyi.  Dazwischen hatten wir noch einmal bei der Nyanzeebiri Community Campsite (GPS Koordinaten S0 15.653 E30 07.365) auch wieder direkt an einem Kratersee übernachtet.

Wie schon auf der Fahrt von Kampala nach Fort Portal sind wir auch auf dieser Fahrt zum Lake Bunyonyi wieder durch zahlreiche Waldbrände gefahren. Die Einheimischen brennen nicht nur ihre Resternten ab, sondern auch sämtliche Waldbestände. Überall qualmt und raucht es. Sogar der Elisabeth Nationalpark war halb abgebrannt und verkohlt.

Nicht nur die Reiseführer schreiben, dass der Lake Bunyonyi der schönste See Uganda’s ist, auch wir können das bestätigen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass unsere Unterkunft bei der Lake Buyonyi Overland Campsite (GPS Koordinaten S1 16.341 E29 56.243)  einfach genial war. Unser Toyota stand direkt am Wasser und wir überblickten den See auf beiden Seiten.

Nichtsdestotrotz sind wir nach zwei Tagen zur ruandischen Grenze aufgebrochen. Der Grenzübergang war sehr unspektakulär, da wir als Deutsche im Gegensatz zu allen anderen europäischen Statten kein Visum benötigen. Wir waren bereits nach 45 Minuten auf der ruandischen Seite und das ohne Schlepper.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns Uganda sehr gut gefallen hat. Uganda hat nicht nur eine wunderschöne Landschaft zu bieten, auch die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und wir fühlten uns immer sicher. Die Kinder winkten uns auf allen Strecken freudestrahlend und ganz aufgeregt zu und schrien hey Mazungu (was so viel heißt wie „Hey Weißer“).

Unsere Highlights:

  • Die wunderschöne Campsite „the Haven“ in Jinja
  • Das aufregende Raften auf dem Nil
  • Die traumhaften Kraterseen um Fort Portal
  • Der schönste See Uganda‘s – Lake Bunyonyi
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Hakuna Matata – English

Welcome to the wild East Africa! Breathtaking Landscapes, stunning sunsets and our first elephants. From the rough North along lake Turkana, the Samburu National Park and Mount Kenya to Nairobi. Continuing to Lake Naivasha, Lake Bogoria National Reserve all the way to Uganda.
At the beginning of the New Year we entered Kenya driving from Tumi,  Omo Valley to the east side of Lake Turkana. We drove on small sandy roads, deep washed-out river beds, passed by little villages and crossed the border from Ethiopia to Kenya at lunch time.  As expected there were no customs, not even a police station – just nothing, except beautiful landscapes. Few kilometers before Ileret we set up our camp right next to the road. Locals walked peacefully along the street und greeted friendly. No one stared at us or begged for something. Wonderful! Shortly before going to bed some local guys stopped by and chatted nicely with us. What a difference to Ethiopia!

The next morning James and Dee as well as Igor and Johannes met us again. They only camped 500 meters away from our car without noticing. For the biker guys the tour was very exhausting as the roads consisted of deep sand alternately to rough lava rocks. The two of them fell off their bikes several times and even hurt themselves. But they were tough and went through. In Ileret we got registered at the Police Post and went further towards Sibiloi National Park. As we did not want to visit the Sibiloi National Park nor paying the fees we just drove on the roads outside the park. Right before Derate we bush camped once more. And this time there was not only one single person, just us and some foxes stoped by at night.  In Derate we filled up our water tanks at a well (GPS coordinates: N3 51.118 E36 31.147).  Unfortunately there were no signs and we drove straight to the main gate of Sibiloi National Park. What a shame. The rangers at the main gate wanted to charge us 45 USD even though we only drove the last 6 km through the park. As we were still not willing to pay and we did not want to drive all the way back with a big detour we decided to go off-road for about 10 km to get out of the park. And this was the wildest off-road we have done so far. Our track went right through the bushes, through a hilly rocky forest and then (that was the most challenging adventure) through an out-washed riverbed that consisted of deep sand alternately to awfully big steep rocks. We must say, our Landcruiser did very well without any complaints. On that evening we rewarded ourselves with a fantastic bush shower under a beautiful acacia and a delicious dinner. From there we drove along lake Turkana to Liyongalani. We bush camped once more directly at the lake. This time, some local tribe people stopped and chatted with us friendly. The lake Turkana route had a stunning scenery however the rough roads (if we can talk about roads) made it really difficult to drive. We could mainly go in walking speed on the sandy tracks that took turns with rocks and deep potholes. In addition it was incredibly hot. The temperatures reached up to 44 degrees during the day however 28 degrees during the night. At least it was the perfect temperature to sleep. In order to avoid biggest heat we started at 06:30 h in the morning and were totally exhausted in bed latest by 20:00 h.
In Liyongalani we went straight to the Palm Shade campsite (with beautiful grass on the ground, clean toilets and cold beer!) (GPS coordinates: N2 45.385 E36 43.258) We really enjoyed some kind of civilization after for four days of wilderness. In the Palm Shade we met the photographer Neil Thomas and his girlfriend (www.neilthomas.com). He is currently working on a photo collection book of the lake Turkana tribes and he did many photo shootings. He was kind enough to take us with on the second day and we really enjoyed ourselves directly at the shore of lake Turkana. We also got some beautiful pictures. Thanks again Neil!

After a two days break we continued our journey to Maralal. We visited the children’s home “Springs of Hope” on our second day and reported about it. Please find the detailed story as well as pictures and video attached. Taking this project as an example, we realized that development aid should preferably be initiated locally in order to guarantee efficiency and sustainability. At least it increases the success of the project. We placed the project on „betterplace.org“. It is about to take on more kids from the street. Ten children are already on waiting list and many more need a home. At this stage we would like to ask you to have a look at  „betterplace.org“. You can become a supporter by writing a positive message (that does not cost anything) or better, you could donate some money. If everyone donates just a bit we can really make an effort for the kids. www.betterplace.org/de/projects/8641
On the following day we continued our journey from Maralal through beautiful mountain sceneries to Samburo National Park. We visited the park the next day and were quite shocked about the entrance fees (they charged 70 USD per day and Person + 15 USD for the car). As least we saw a lot of giraffes, antelopes, zebras and wild pigs.  However watching several big herds of elephants taking a bath and cooling themselves down during lunchtime was our highlight for the day. Unfortunately the lions were hiding successfully the entire day.
We spent the following two days at Mount Kenya with fantastic food and we had a lot of time for reading and writing at cool temperatures. We saw the snow covered Mont Kenya only from far away because a guided tour would have been 250 USD per person and that was definitely too expensive for us. The following four days we were handing out in Nairobi. Nairobi was packed with updating of the blogs, shopping (Nairobi has beautiful shopping malls, they are all packed with European food we are used to), stamping our passports and beautiful food. We stayed at Jungle Junction Campsite (GPS coordinates: S1 17.327 E36 45.636) and as a nice surprise we met Susi, Mark und Tom, as well as Igor und Johannes again. Even though we liked Nairobi very much we had to go on tour again after four days.

After Nairobi we were heading directly to Fisherman’s camp (GPS coordinates: S0 49.548 E36 20.095) at lake Naivasha. A beautiful campsite under big trees directly at the lake welcomed us. In the afternoon we discovered the lake by boat together with three South Africans (we had already met them at Jungle Junction). Only few meters from our campsite we saw the first hippos and right next to them were some water buffalos grazing on a little island. The next morning we drove to Hells Gate at 06:30 h in the morning this time on mountain bikes together with the South Africans.  It was a special experience watching wild animals (there were only zebras, giraffes, buffalos, wild pigs and antelopes) from very close and racing against each other. We especially enjoyed the bike ride after so many kilometers just sitting in the car. When we woke up the next morning our tent was surrounded by a lot of marabous all looking for food. The big birds have a wingspan of approx. two meters.

After lake Naivasha we drove to Lake Bogoria National Reserve and (what a surprise!) we had to pay again 50 USD entrance fees. Kenya got incredibly expensive the last years. Even the smallest lake or mountain was turned into a National Park or National Reserve in order to sell the ticket expensively to international tourists. Lokals only have to pay a fractional amount. As we will be able to see many more wild animals on our journey we decided to cut down on the minimum in Kenya.
Nevertheless lake Bogoria was an amazing natural spectacle. We stayed at the Fig  Campsite (GPS coordinates: N0 11.545 E36 07.371) which consisted only of big fig trees (directly at the lake), many monkeys and a fireplace. We were totally alone again. The next morning we did a nice walk through the bushes along the lake to the hot springs. It was bubbling and steaming everywhere. On the west side of the lake there were thousands of flamingos. They felt a bit disturbed when we got closer, but luckily through that we got some great shots from colorful flying birds.
Outside of Lake Bogoria National Reserve we camped at a Bogoria Spa Hotel with swimming pool (GPS coordinates: N0 21.268 E36 03.114). Also on this campsite there were many Marabous, Ostriches and monkeys. It was a pleasure watching them during breakfast. However the monkeys were a pain in the as! Firstly a monkey stole a banana from a box in our car (but that was just funny). Secondly a group of monkeys took apart the garbage and distributed the smelly stuff on and next to our car. However the absolute highlight was, that we woke up at 05:00 in the morning from a splashing noise on our roof tent. In the first moment we thought that it started raining. But no way: A monkey was sitting comfortably on a tree and was peeing and then shitting right on our tent. How lucky we were that we just put up the rain protection one day earlier. Not imaginable what otherwise would have happened. Since then we are not friends with monkeys anymore and we keep them far away.
After we cleaned up we continued our journey over beautiful mountains towards the border to Uganda. We had to stay one more night at a backyard of a guest house. There were no campsites around and bush camping was not possible because there were too many people living in this area.
Altogether we can say that Kenya has beautiful landscapes and additionally we also liked the Kenyan’s very much. The people were very friendly, funny and respectful and everyone spoke very well English. The school system in Kenya is well developed. It is for free for all the kids until the ninth grade. Only books, school uniforms and exercise books need to be financed individually. We saw a lot of school signs all over Kenya and we were deeply impressed.

Our Highlights:

  • The rough but beautiful Lake Turkana route
  • The photo shooting at Lake Turkana
  • The Flora and Faua of Samburu National Park
  • The shopping paradise Nirobi
  • The wild beauty of Lake Naivasha
  • Mountainbiking at Hells Gate National Park
  • The natural spectacle at Lake Bogoria National Reserve
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Hakuna Matata

Willkommen im wilden Ostafrika. Mit atemberaubenden Landschaften, Bilderbuch-Sonnenuntergängen und unseren ersten Elefanten. Über den rauen Norden entlang des Lake Turkana, dem Samburu National Park sowie Mount Kenya durch Nairobi und weiter zum Lake Naivasha, Lake Bogoria National Reserve nach Uganda.

Zu Beginn des neuen Jahres sind wir über Tumi und das Omo Valley auf der Ostseite des Turkana Sees nach Kenia eingereist. Über kleine sandige Wege, tief ausgewaschene Flussläufe vorbei an kleinen Dörfern, überquerten wir am Mittag die Grenze zwischen Äthiopien und Kenia. Kein Grenzbaum, keine Polizei, nichts. Nur eine traumhaft schöne Landschaft wurde uns präsentiert.

Vor Ileret haben wir dann direkt neben dem Weg unser Nachtlager aufgeschlagen.  Die Einheimischen wanderten friedlich auf dem Weg entlang und grüßten uns freundlich. Wir wurden weder angestarrt noch angebettelt. Herrlich! Kurz vor dem Schlafengehen kamen noch ein paar Jungs vorbei, um ein paar nette Worte mit uns zu wechseln. Was für ein Unterschied zu Äthiopien!

Am nächsten Morgen holten uns James und Dee sowie Igor und Johannes wieder ein. Sie hatten nur 500 Meter vor unserem Camp ihr Nachtlager aufgeschlagen ohne uns zu bemerken. Für die Biker Jungs war die Strecke sehr anstrengend, da sich tiefer Sand mit grobem Lava-Geröll abwechselte. Die beiden gaben wirklich alles und purzelten des öfteren von den Motorrädern. In Ileret haben wir uns bei der Police Post registrieren lassen und sind nach einer kleinen Pause weiter Richtung Sibiloi National Park gefahren. Da wir keine Gebühren für den National Park bezahlen wollten, sind wir auf dem Weg außerhalb des Parks entlanggefahren. Kurz vor Derate schlugen wir wieder ein Buschcamp auf. Dieses Mal waren wir ganz für uns alleine. Es war kein Mensch weit und breit zu sehen. In Derate füllten wir unsere Wasservorräte am Brunnen wieder auf (GPS Koordinaten N3 51.118 E36 31.147).  Da keine Hinweisschilder zu sehen waren, fuhren wir danach dummerweise Richtung Main Gate des Sibiloi National Parks. Dort angekommen wollten die Ranger 45 USD von uns haben, obwohl wir nur die letzten sechs Kilometer durch den Park gefahren sind. Nach langer Diskussion kehrten wir kurzerhand um (ohne zu bezahlen) und fuhren eine 10 km wilde Offroad-Strecke über einen bergigen versteinerten Wald, quer durchs Gebüsch und ein ausgetrocknetes sehr sandiges/steiniges Flussbett aus dem Park. Das war bis dahin unsere heftigste Off-Road Strecke, aber unser Toyota Landcruiser hat die Extremstbelastung bestens bestanden. An diesem Abend belohnten wir uns mit einer herrlichen Buschdusche unter einer Bilderbuch-Akazie (Bilder aus Jugendschutzgründen zensiert :-) sowie einem köstlichen Abendessen. Von hier ging es weiter entlang des Turkana Sees bis nach Liyongalani. Noch einmal übernachteten wir unterwegs direkt am See. Dieses Mal kamen wieder ein paar einheimische Stammesangehörige vorbei, um sich kurz und sehr nett mit uns zu unterhalten. Die Turkanasee-Route war landschaftlich wunderschön, allerdings waren die Straßen (wenn man überhaupt von Straßen sprechen kann) sehr schwierig und nur im Schritttempo mit einem Allrad zu befahren. Sandige Pisten wechselten sich mit tiefen Schlaglöchern, Gestein und Geröll ab. Zusätzlich war es tagsüber unglaublich heiß. Bei Höchsttemperaturen von bis zu 44,7 C war es am besten in den frühen Morgenstunden zu fahren. Da unser Toyota keine Klimaanlage hat, sind wir morgens bereits um 06:30 Uhr gestartet und waren spätestens um 20:00 Uhr total erledigt im Dachzelt. Nachts wurde es deutlich kühler und bei 28 C fanden wir eine angenehme Temperatur zum Schlafen.

In Liyongalani angekommen haben wir uns auf der Palm Shade Campsite einquartiert (schöner Rasen, saubere Toiletten und kaltes Bier!) (GPS Koordinaten N2 45.385 E36 43.258). Wie schön, nach vier Tagen Wildnis wieder etwas Zivilisation genießen zu können. Im Palm Shade trafen wir den kenianischen Fotografen Neil Thomas (www.neilthomas.com) mit seiner Freundin. Er arbeitet gerade an einem Fotoband über die Stämme und Eingeborenen vom Turkana See und war ständig auf Photoshooting-Tour.  Netterweise nahm er uns am zweiten Tag mit. Was für ein Spaß, ein richtiges Photoshooting direkt am Turkaner See (siehe Fotos).

Hier in Liyongalani wurde der Film „The Constant Gardener“ gedreht. Da mussten wir doch gleich an unsere Freunde in Stuttgart denken…. Und ja, manchmal vermissen wir die Montagabende, mit leckerer Pizza, endlosen Diskussionen über die Filmauswahl, das Air Hockeyspiel sowie das Gefühl, einen super Abend bei tollen Freunden zu haben…. und natürlich die Caipirinhas nicht zu vergessen. An dieser Stelle, werfen wir den Film „The Constant Gardener“  in die Runde, Abstimmung dann über Facebook!

Nach zwei Tagen Fahrpause ging es weiter nach Maralal. Dort besuchten wir am folgenden Tag, das Waisenhaus Spring`s of Hope. Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier. Anhand dieses Projektes ist uns klar geworden, dass effektive und nachhaltige Hilfe am besten von einer Eigeninitiative vor Ort ausgehen sollte. Oder anders gesagt, dass dies die Chancen auf einen Erfolg enorm erhöht. Wir haben auf „betterplace.org“ ein Spendenprojekt für diese Kinder eingestellt. Es geht hauptsächlich darum, dass noch weitere Kinder aufgenommen werden können, da bereits zehn Kinder auf Warteliste stehen und viele mehr ein Zuhause benötigen. An dieser Stelle eine Bitte an Euch. Wenn es Euch möglich ist, dann schaut mal bei „betterplace.org“ vorbei. Werdet Führsprecher für das Projekt (das kostet nichts) oder besser noch, spendet ein paar Euros. Wenn jeder ein ganz klein wenig gibt, können wir diesen Kindern, ein tolles Geschenk machen. www.betterplace.org/de/projects/8641

Von Maralal ging es am folgenden Tag durch eine grandiose Bergwelt zum Samburu Nationalpark, den wir am darauffolgenden Tag besuchten. Die Eintrittspreise (70 USD pro Tag und Person + 15 USD fürs Auto) haben uns zuerst einmal die Sprache verschlagen. Dafür konnten wir viele Giraffen, Antilopen, Zebras und Wildschweine sehen sowie den ganzen Mittag hindurch mehrere große Elefantenherden beobachten, wie sie ausgiebig im Fluss badeten und sich die Zeit im kühlenden Nass vertrieben. Die Löwen hingegen, die gerade Junge hatten, haben sich erfolgreich den ganzen lieben langen Tag vor uns versteckt.

Die folgenden zwei Tage haben wir uns am Mount Kenia bei angenehmen kühlen Temperaturen, mit gutem Essen und viel Zeit zum Schreiben und Lesen verwöhnt. Der schneebedeckte Mount Kenia grüßte jeden Morgen, bevor er sich gegen Nachmittag in Wolken hüllte. Bestiegen haben wir den Mount Kenia nicht, da uns die 250 USD pro Person und Tag, davon abhielten. Die kommenden Tage verbrachten wir in Nairobi. Einquartiert haben wir uns bei der Jungle Junction (GPS Koordinaten: S1 17.327 E36 45.636) wo wir Susi, Mark und Tom, sowie Igor und Johannes wiedergetroffen haben.  Die Nairobi-Tage waren gefüllt mit Blog updaten, Einkaufen (Oh was für schöne Shopping Mall`s es da gab, mit allen gewohnten europäischen Spezialitäten!), Reisepass einstempeln und gutem Essen. So schön Nairobi auch war, nach vier Tagen ging es wieder auf die Piste. In dem Nairobi-Stadtteil Karen mussten wir noch kurz ein Mobiltelefon in einem Shoppingcenter kaufen, da unseres kaputt ging.

Nach Nairobi ging es ostwärts zum Lake Naiwasha direkt zum Fisherman’s Camp (GPS Koordinaten: S0 49.548 E36 20.095). Dort empfing uns eine sagenhaft schöne Campsite unter hohen Bäumen, direkt am See. Am Nachmittag schlossen wir uns mit drei Südafrikanern zusammen (die kannten wir bereits von der Jungle Junction) und erkundeten den See per Boot. Nur ein paar Meter von unserer Campsite entfernt sahen wir schon die ersten Flusspferde und gleich daneben grasten einige Wasserbüffel auf einem kleinen Inselvorsprung. Am nächsten Morgen ging es bereits um 06:30 Uhr mit den Mountainbikes zusammen mit den Südafrikanern zum Hells Gate National Park. Es war eine ganz besondere Erfahrung, wilde Tiere (es gab nur Zebras, Giraffen, Büffel, Wildschweine und Antilopen) vom Fahrrad aus ganz nah zu beobachten und mit ihnen um die Wette zu fahren. Außerdem tat es gut, nach den vielen Kilometern im  Auto uns mal wieder sportlich zu betätigen. Als wir am nächsten Morgen erwachten, war unser Zelt von unzähligen stolzierenden Marabus umgeben, die nach Essbarem suchten. Die großen Vögel haben eine Spannweite von ca. zwei Metern.

Nach dem Lake Naiwasha fuhren wir zum Lake Bogoria National Reserve und mussten schon wieder 50 USD Eintritt bezahlen. Kenia ist die letzten Jahre unglaublich teuer geworden. Jeder noch so kleine See oder Berg wurde zum National Park oder National Reserve ernannt, damit hohe Eintrittsgebühren von ausländischen Touristen verlangt werden können. Einheimische bezahlen nur einen Bruchteil davon.  Da wir auf unserer Reise noch viele Gelegenheiten haben werden, wilde Tiere zu beobachten, haben wir uns in Kenia etwas eingeschränkt.

Nichtsdestotrotz war der Lake Bogoria ein tolles Naturspektakel. Wir übernachteten in der Fig Campsite (GPS Koordinaten N0 11.545 E36 07.371), die nur aus großen hohen Feigenbäumen (direkt am See), sehr vielen Affen und einer Feuerstelle bestand. Wir waren ganz für uns alleine. Am nächsten Morgen liefen wir den einsamen See entlang durchs hohe Gebüsch zu den heißen Quellen. Es brodelte und dampfte überall und roch stark nach Schwefel. Westlich des Sees haben sich einige tausend bunte Flamingos niedergelassen und fühlten sich durch unser Näherkommen gestört. Das hatte den Vorteil, dass wir fantastische Fotos von bunten fliegenden Flamingos machen konnten.

Außerhalb des Lake Bogoria National Reserves haben wir auf der Lake Bogoria Spa Campsite mit Swimmingpool (GPS Koordinaten N0 21.268 E36 03.114) niedergelasen. Auch auf dieser Campsite waren wieder viele Marabus, Strauße und Affen, die wir beim Frühstück vor unserem Auto beobachteten. Jedoch hatten uns die Affen wirklich zu schaffen gemacht. Zuerst klaute ein Affe eine Banane aus unserem Auto, (war nicht weiter schlimm, da leicht zu ersetzen) und danach nahm die versammelte Mannschaft unseren Müll auseinander und verteilte diesen auf bzw. um unser Auto. Zur abschließenden Krönung aber wurden wir morgens um 05:00 Uhr  von lautem Geplätscher auf unserem Dachzelt geweckt. Wir dachten erst, dass uns ein Regenschauer gestreift hat. Doch nein, weit gefehlt, ein Affe saß gemütlich auf einem Baum und hat auf unser Auto gepinkelt und anschließend ein größeres Geschäft erledigt. Was für ein Glück, dass wir zufällig einen Tag zuvor den Regenschutz angebracht hatten. Nicht auszudenken was ansonsten passiert wäre.  Seitdem haben wir ein gestörtes Verhältnis zu Affen.

Nachdem wir das Schlimmste beseitigt haben ging es am nächsten Morgen belustigt weiter durch eine wunderschöne Bergwelt Richtung Uganda Grenze. Wir übernachteten noch einmal bei einem Guest House im Hinterhof, da auf dieser Strecke keine Campsites waren. Buschcampen war leider nicht möglich, da die Gegend sehr stark bewohnt war.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns Kenia nicht nur landschaftlich sehr gut gefallen hat, sondern wir waren auch von den Kenianern sehr begeistert. Natürlich hat der ein oder andere gebettelt, vor allem in den Touristenzentren, jedoch hielt sich das alles in Grenzen.  Die Menschen zeigten sich uns gegenüber freundlich, nett und respektvoll und alle sprachen alle sehr gutes Englisch. Das Schulsystem in Kenia ist gut. Es ist für alle kostenlos und jeder kann zur Schule gehen. Nur die Üblichen Bücher, Schuluniform und Excersice Books müssen selbst finanziert werden. Wir sahen auffallend viele Schulhinweisschilder und das hat uns sehr beeindruckt.

Unsere Highlights:

  • Die raue und traumhafte Lake Turkana Strecke
  • Das Photoshooting am Lake Turkana
  • Flora und Fauna des Samburu Nationalparks
  • Das Einkaufsparadies Nairobi
  • Die wilde Schönheit des Lake Naivasha
  • Mountainbikefahren im Hells Gate Nationalpark
  • Das Naturspektakel des Lake Bogoria National Reserves
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Hello Money – English

All the way through Ethiopia. From the beautiful hilly North, over Addis Ababa to the Kenyan border.  Over high mountains, fascinating monasteries as well as magnificent landscapes. And the question: Is begging in Ethiopia a national sport?
After the last night in Sudan the Ethiopian border welcomed us like a slap in our face. Everyone without any exception was holding out their hands. The customs officers only wanted to do their job for additional money. The helpers, the kids and all the others were asking for money, pens, food, cloths, exercise books, etc. Only few kilometers from the border some kids were throwing the first stones at our car. Just a general explanation: Throwing stones at each other seems to be part of the Ethiopian culture in some areas and is not only meant for tourists who don’t want to donate something.  We saw locals throwing stones at each other when they were angry. Even their animals got the stone punishment when they did something wrong. We were accompanied with the stone throwing almost on all roads until the Omo Valley in the South of Ethiopia. We in our car were pretty safe compared to motor bikers and especially cyclists.

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Initially we were planning to drive all the way through to Lake Tana. However the procedure at the customs took quite long and we decided spontaneously to bush camp together with our biker friends Igor and Johannes in a beautiful hilly area about 30 km before Lake Tana. As soon as we parked our Toyota and the motorbikes more and more children eyes were staring at us silently and curiously. Even though it got darker and darker the children wouldn’t leave.  However the later it got the more begging went on. At one point we were so desperate that we gave them bread, fruits and pens. We knew that this was the worst mistake tourists can make in a developing country. Successful begging will educate them to ask even harder next time. In our case it only rescued the evening because we got rid of them one by one. However the next morning at sunrise at 5:00 am the kids were back and asked more of the gifts we gave them the night before. In addition their hands were everywhere. We could not help but pack our stuff and leave without even having a cup of coffee. For the goodbye we got again stones thrown on our car. This was the first and last time we did bush camping in Ethiopia. We must add that the people in this area do not starve. There is efficient farming and enough to eat. Apparently begging became a habit.
Via Gonder we drove to the Simien Montains on that day. We reached our camp at 2800 m altitude after a very wild off-road tour. At the ticket office we had to hire a scout, because this is the national park rule.  We were quite disappointed when we found out that the scout did not speak one word of English. He did not even react to our question “what’s your name”. Additionally he has not seen a shower for a long long time. In spite of freezing temperatures we were only able to continue our way with open windows. Nonetheless he was fully armed in order to protect us from wild animals or gangsters (we have seen neither the one nor the other). We also could not convince him to go inside a hut instead of sitting next to our car for the entire night at minus temperatures. The Simien Mountains were very beautiful with a magnificent landscape. We spent the next day’s surrounded by a wild, exotic, natural mountain beauty.  Between capricorn’s, baboon’s, fern forests and palm trees we climbed up to 4430 meters.
Via Debark at the bottom of the Simien Mountains, we continued our way to Axum. We drove over adventurous but breathtaking passes, however terribly bad roads. In Ethiopia all streets are packed with people who are walking (everybody seems to be always on their feed and walking all the time). In addition little children were playing adventurously at the streets and waving wildly and excitedly at us while shouting “youyouyouyou” or “birr birr birr birr” (local currency) or “hello money”, etc. We were not even able to stop for one minute without being hassled by them. Little by little the streets in the North will be constructed (mainly by Chinese). We saw many women and kids working on the construction sites.
We managed to reach Axum in one day. Axum was the original capital of the eponymous Aksum Kingdom. Axum was a naval and trading power and ruled the region from 400 BC to the 10th century. Axum is up until today one of the most important and holiest places of the Orthodox Christians in Ethiopia. However we both did not find the city and the sights very exciting. After one day sightseeing of the up to 33 meters high stelae’s (their weight is more than 500 tons), the museum, few churches and the bath of the queen of Shaba’s we drove to the monastery Debre Damo. This monastery is situated on a rock plateau and can only be reached by climbing up the 30 meter upright rock wall. Only a leather rope holds the visitors. Unfortunately only men have access to this monastery and Viktoria had to wait at the bottom. Up there the time seems to stand still.  It seems that not much has changed since the 6th century. Die small huts and the monastery however are nor very spectacular. However the view over the mountains all the way to Eritrea is breathtaking.
One day later we reached Lalibela. The rough drive went again on bad roads, over beautiful passes and magnificent landscapes (200 km took us 8 hours). Lalibela (also called New-Jerusalem) is known for their rock churches and is one of the holiest cities in Ethiopia as well as the center of pilgrimage for much of the country. The massive churches are very impressive. The few story high churches were built in the 12th and 13th century and were literally carved out of the rocks. Today the churches belong to the UNESCO world heritage sites. Lalibela was the first place in Ethiopia where we could relax a bit. A tourist development and education program thought the locals how to treat tourists – hence not to hassle them and not beg for money etc. That was a pleasure for us.
We drove from Lalibela to Bahir Dar at Laka Tana after two days. Bahir Dar is a very green, nice and exotic village situated at the South of the lake. Lake Tana is known for the island monasteries of the Christian Orthodox Church from the 14th Century. We visited three of these beautiful monasteries. The colorful pictures demonstrate the religious story. According to our tour guide the majority population was illiterate in the 14th century and the picture facilitated the communication of the religious story. Apart from the monasteries we especially enjoyed the soft boat ride. We even saw a hippopotamus on the way.
We were able to drive in one day from Bahir Dar to Addis Ababa on a relatively well kept tarmac road. At Wims New Holland House in Addis (GPS coordinates N9 00.589 E38 45.318) we were very happy to meet our friends from England, Dee and James and our biker friends Igor and Johannes again and celebrated Christmas together. Wims the owner is Dutch and has a solution or answer for any problem or question. In addition Wims New Holland House is an overlander camp were all people meet who are on the way to North or South. We also met further interesting people, on their way to South Africa.
Addis Ababa was packed with running errands. We got the visa at the Kenyan Embassy (GPS coordinates: N9 01.945 E38 46.994), the Commessa Insurance for our car (GPS coordinates N15 35.851 E32 31.624), the stamps for our Carnet de Passage at the Customs and Road Authority (GPS coordinates N9 00.874 E38 47.969. That was the only chance to get the administrational work done as we drove the Turkana Lake route and there are no customs hence no proper border. In addition we filled up our food stock and we could not believe to find Italian specialties in almost all shops we went, e.g. Panetone, pasta, mortadella, parmesan, etc. Good for us, that the Italians left their colonial tracks thoroughly and substantially. We were anyway surprised to get fresh vegies and fruits all over Ethiopia, sometimes also in small villages. We might have been lucky to be in Ethiopia at the right time for fruits and vegies. At an altitude of 3000 meters farmers even sold us their carrots at the window of our car. These were the best carrots we ever had.
One day before our departure we did a short interview with two employees of the Institute for Sustainable Development. The development project has the goal to spread and implement “best practice” technics among farmers. Because of the climate change farmers have to change their methods in order to produce more effectively and in order not to starve. This is especially important as more than 85% of the Ethiopians are working in farming. Farming goods are also one of the most important export goods.
After three days Addis Abeba we were heading off to Omo Valley. We drove via Butajira and Sodo. The streets were very good for a change. In Konso we were very lucky with our accommodation. We stayed at a fantastic lodge close to Konso in the middle of the countryside (GPS coordinates N9 00.874 E38 47.969). The owner is half Swiss and furnished the lodge with an interior design from Yemen and local fabrics and materials. In the evening we had a fantastic dinner at his restaurant.
We continued our way to Tumi the next day because we wanted to celebrate New Year’s Eve with all the overlander’s we have met at Wims in Addis. And it was a good idea because we had a lot of fun with a group of twelve people. Unfortunately Michael and Jeldau from Holland were a bit late because they had two flat tires about 40 km away from Tumi. When we heard about that at about 20:00 h two people of our group organized replacements and “rescued” them immediately.
Omo Valley has not only magnificent landscapes, but there are also some of the most fascinating and colorful ethnic tribes in Africa. However the tribe villages are very touristy and it rather feels like a visit in a zoo. Beside that tourists can only go there with a scout and a tour guide for a hell of a lot of money. They charge additionally to the scout and tour guide fees, entrance- and photo fees. We decided not to go to these villages as we are on the way towards South and we will see many more different ethnic tribes for free. So we only stopped by at one “Hammer-Tribe” village spontaneously and saw some more people of different tribes on the road on our way to Kenia.
The border crossing to Kenia went very smooth and was done within ten minutes as we already did all the formalities in Addis Ababa.
In summary we can say that we really enjoyed the beautiful, fascinating, hilly landscapes of Ethiopia in spite of terribly rough roads. However the Ethiopians were really a hassle. As already mentioned the locals even greeted us with “Hello Money” or with “You have to give me money!” It seems like that the people got really used to help from outside and this might be the reason why they are begging everyone that does not look like an Ethiopian. No doubt the country is very poor. Many people live and conduct their farms like 3000 years ago. We have not even seen one tractor on our way from the North to the South. The farmers were all working with wooden pitchforks and animals like bulls or donkeys. There seems to be something wrong with the development aid in Ethiopia. It seems like that Ethiopia gets more development aid support than all the other African countries. We saw in every single village (even the smallest village’s) minimum one sign of a development aid project. You can definitely find every possible development aid organization in Ethiopia. In Addis Ababa one of the best and most expensive hotels Africa’s is located. We have heard that employees of development aid organizations stay there. In addition these employees cruise around with the latest models and the most expensive four wheel drive vehicles. It is difficult for us to understand why in the east side of the country one of the worst starvation catastrophe is  going on right now in spite of successful harvests and a sufficient rainy season. We did not travel to the east side of the country because of the very bad roads as well as we did not want to get too close to the Somalian border for security reasons.

Our Highlights:

  • The fascinating landspaces of Ethiopia
  • The magnificent beauty of the Simien Mountains
  • The impressive rock churches of Lalibela
  • The lovely and exotic village Bahir Dar
  • The beautiful island monasteries on Lake Tana
  • The various colourful ethnic tribes at Omo Valley
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Hello Money

Quer durch Äthiopien. Durch den wunderschönen bergigen Norden, über Addis Abeba bis zur kenianischen Grenze. Über hohes Gebirge, bezaubernde Klöster sowie grandiose Landschaften. Und die Frage: Warum ist Betteln in Äthiopien ein Volkssport?

Nach unserer letzten Nacht auf sudanesischem Boden, traf uns die äthiopische Grenze wie ein Schlag ins Gesicht. Jeder, ausnahmslos jeder hielt die Hand auf. Die Zollbeamten waren nur gegen Geld zum Arbeiten zu bewegen. Die Schlepper, die Kinder und alle anderen fragten nach Geld, Kugelschreiber, Essen, Kleidung, Schreibhefte, etc. Es dauerte nur einige Kilometer, bis die ersten Kinder Steine auf unser fahrendes Auto warfen. Zur allgemeinen Erklärung, gehört das Steinewerfen anscheinend in manchen Gegenden zur Kultur der Äthiopier und ist nicht nur gegen spendenunfreundliche Touristen gerichtet. Wir hatten gesehen, wie die Äthiopier sich gegenseitig mit Steinen bewarfen, wenn sie ihren Unmut kundtun wollten. Vor allem bekamen ihre Tiere Steine zu spüren, wenn diese nicht parierten.  Uns begleiteten die Steine auf fast allen Strecken bis zum Rande des Omo Valleys. Dabei waren wir als Autofahrer wenigstens geschützt. Den Motorradfahrern und vor allem den Fahrradfahrern, die wir unterwegs trafen, erging es weitaus schlimmer.

Ursprünglich hatten wir geplant, direkt bis zum Lake Tana durchzufahren. Nach unserem längeren Aufenthalt an der Grenze beschlossen wir jedoch, zusammen mit Igor und Johannes ein Buschcamp auf halber Strecke mitten in einer wunderschönen bergigen Landschaft aufzuschlagen. Schon als wir unseren Toyota bzw. die Motorräder geparkt hatten wurden wir von immer mehr Kinderaugen stumm und interessiert angestarrt. Sogar die einbrechende Nacht konnte die ca. 20 Kinder und Jugendliche nicht bewegen, endlich ihren Nachhauseweg anzutreten. Je später es wurde, umso eindringlicher wurde gebettelt. Aus reiner Verzweiflung haben wir uns dann doch hinreißen lassen den Kindern Brot, Früchte und Kugelschreiber zu geben. Wir wussten, dass das der größte Fehler war, den Touristen in einem Entwicklungsland machen können. So werden Kinder nur zum Betteln erzogen und werden immer pedantischer, wenn dies zum Erfolg führt. In unserem Fall hatte uns dies nur den Abend gerettet, da  wir die Kinder/Jugendliche dann nach und nach los wurden. Bei Sonnenaufgang um 5:00 Uhr  waren die Kinder schon wieder da und forderten mehr von den Gaben. Uns blieb nichts anderes übrig, als so schnell wie möglich unsere Sachen zu packen und ohne Kaffee loszufahren, da diesmal die Kinderhände unerlaubterweise überall waren. Zum Abschied flogen dann auch leider wieder Steine. Wir müssen hinzufügen, dass die Menschen in der Gegend nicht hungern. Es gibt überall gut funktionierende Landwirtschaft und genug zu essen. Gebettelt wird anscheinend nur aus Gewohnheit.

Über Gonder ging es an diesem Tag weiter zu den Simien Mountains. Nach einer wilden Off-Road Strecke erreichten wir unser Camp auf 2800 m Höhe. Beim Ticket Office mussten wir uns einen Scout nehmen, da dies die Nationalparkregel vorschreibt. Als der Scout bei der Begrüßung auf unsere Frage „what‘s your name“ nicht reagierte, stellten wir enttäuscht fest, dass er kein einziges Wort Englisch sprach. Zusätzlich hatte er seit langer, langer Zeit keine Dusche mehr gesehen und ein Weiterfahren war trotz eisigen Temperaturen nur noch mit offenen Fenstern möglich. Dafür hatte er ein vollautomatisches Gewehr um eventuelle Angreifer oder wilde Tiere (wir haben weder das Eine noch das Andere gesehen) von uns fern zu halten und ließ sich nicht davon abhalten auch bei nächtlichen Minustemperaturen und Raureif vor unserem Auto zu sitzen. Die Siemen Mountains sind ein Traum von Bergen und Naturspektakel. Wir verbrachten die nächsten drei Tage umgeben von einer wilden, exotischen, naturbelassenen Schönheit der Berge. Zwischen Steinböcken, Affen, Farnwäldern und Palmen sind wir bis auf 4430 m gestiegen.

Über Debark am Rande der Simien Mountains, ging es weiter nach Axum über abenteuerliche aber atemberaubend schöne Pässe jedoch sehr schlechte Pisten. Überall auf den Straßen Äthiopiens gingen die Menschen zu Fuß (alles scheint ständig und immer auf den Beinen zu sein). Zusätzlich spielten Kinder abenteuerlich nah am Straßenrand und winkten ganz wild und aufgeregt mit den Zurufen „youyouyouyou“ „birr birr birr“ (lokale Währung), „hello money“, etc. etc. Noch nicht einmal ein kurzes Stehenbleiben war möglich, ohne gleich belagert zu werden.  Nach und nach werden die Straßen (überwiegend von Chinesen) im bergigen Norden gebaut. Wir sahen sehr viele Frauen und Kinder die am Straßenbau arbeiteten.

Axum erreichten wir trotz Anstrengung an einem Tag. Axum war die Hauptstadt des Aksumetischen Königreiches (1. Jahrhundert nach Christi). Hier wird auch, so glauben die Orthodoxen Christen die israelitische Bundeslade behütet. Ob dem so ist, ist schwer nachzuprüfen, da diese von einem Mönch bewacht wird. Der bewachende Mönch muss seine Lebensaufgabe vor seinem Tode an einen anderen Mönch übergeben.  So bleibt die ganze Geschichte geheimnisumwittert und überaus mythisch. Axum ist auch heute noch einer der wichtigsten heiligen Orte der Orthodoxen Christen in Äthiopien. Wir fanden die Stadt und die Sehenswürdigkeiten allerdings nicht sonderlich spannend. Nach einem Tag Besichtigung der bis zu 33 Meter hohen Stelen (die über 500 Tonnen wiegen), des Museums, ein paar Kirchen und des Bades der Königin von Saba ging es weiter nach Debre Damo. Dieses Kloster liegt auf einem Felsplateau und kann nur über eine senkrechte Felswand von 30 Metern mit einem Lederseil erklommen werden. Gemeinerweise ist der Zutritt nur für Männer gestattet und Viktoria musste unten warten. Hier oben scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es scheint, dass sich seit dem sechsten Jahrhundert hier nicht viel verändert hat. Die kleinen Hütten und das Kloster sind nicht sehr spektakulär. Vielmehr ist es die Sicht, die einen grandiosen Rundumblick über die Berge bis nach Eritrea bietet.

Am übernächsten Tag erreichten wir Lalibela. Die holprige Fahrt ging wieder über schlechte Straßen, wunderschöne Pässe und traumhafte  Landschaften (für 200 km hatten wir ca. 8 Stunden gebraucht). Lalibela (auch Neu-Jerusalem genannt) ist bekannt für seine Felsenkirchen und ist eine der heiligsten Städte Äthiopiens sowie „das“ Wallfahrtszentrum des Landes. Die sehr beeindruckenden und massiven mehrgeschossigen Kirchen wurden im zwölften und dreizehnten Jahrhundert aus den Felsen gehauen. Heute zählen diese Kirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Lalibela war der erste Ort, an dem wir etwas aufatmen konnten, da ein Tourist-Development und Education Programm anscheinend die Einheimischen gelehrt hat, die Touristen in Ruhe zu lassen und nicht ständig anzubetteln.  Das war die reinste Wohltat.

Von Lalibela fuhren wir nach zwei Tagen an den Lake Tana nach Bahir Dar. Bahir Dar ist ein netter, sehr grüner exotischer Ort im Süden des Sees. Der Lake Tana ist bekannt für die Insel-Klöster aus dem vierzehnten Jahrhundert der Christlich-Orthodoxen Kirche. Wir hatten drei der Klöster besichtigt, die sehr bunt waren mit bildhaften Darstellungen der Glaubensgeschichte. Nach Aussage des Tourguids war es einfacher im vierzehnten Jahrhundert den Christlich Orthodoxen Glauben mit Bildern unter Analphabeten zu verbreiten. Die Inselklöster waren schön, jedoch besonders genossen hatten wir, mal einen Tag nicht im Auto durchgerüttelt zu werden, sondern sanft auf dem Wasser zu schaukeln. Auf dem Weg haben wir sogar ein Nilpferd gesehen.

Von Bahir Dar sind wir an einem Tag die relativ gut ausgebaute Strecke nach Addis Abeba gefahren. Wir haben uns sehr gefreut, in Addis Abeba unsere Freunde Dee und James aus England und unsere Biker Freunde Igor und Johannes im Wims New Holland House (GPS Koordinaten N9 00.589 E38 45.318) wiederzutreffen und hatten mit ihnen Weihnachten zusammen gefeiert. Wims, der Besitzer, ist Holländer, der für alle Probleme und Fragen eine Lösung hat.  Zusätzlich ist Wims New Holland House ein Overlandercamp, bei dem sich alle treffen, die entweder Richtung Süden oder Norden unterwegs sind. So hatten auch wir weitere interessante Leute kennengelernt, die ebenfalls auf dem Weg nach Südafrika sind. Addis Abeba war gefüllt mit Erledigungen, wie Visabesorgung bei der Kenianischen Botschaft (GPS Koordinaten: N9 01.945 E38 46.994), Besorgung der Comessa Versicherung für unser Auto (GPS Koordinaten N15 35.851 E32 31.624) und das Ausstempeln des Carnet de Passage bei der Customs and Road Athority (GPS Koordinaten N9 00.874 E38 47.969). Da wir die Turkana See Strecke gefahren sind, hätte es keine Möglichkeit mehr gegeben. Die Grenzposten sind nur minimal besetzt und es gibt keinen Zoll. Zusätzlich hatten wir unsere Lebensmittel aufgestockt und konnten es nicht fassen, dass wir in den Supermärkten italienische Spezialitäten, wie Panetone, Pasta, Mortadella, Parmesan etc. fanden. Gut für uns, dass die Italiener ihre kolonialistischen Spuren so gründlich und nachhaltig hinterlassen haben. Wir fanden es sowieso sehr erstaunlich, dass wir auf unserer Strecke von Norden nach Süden Äthiopiens (auch manchmal in den entlegensten Orten) frische Lebensmittel wie Avocados, Zwiebel, Tomaten, Mangos, etc. kaufen konnten. Wahrscheinlich waren wir  zu einer günstigen Jahreszeit dort. Uns wurden sogar regelrecht die Karotten durch unser Autofenster mitten in den Bergen auf ca. 3000 Metern Höhe gereicht. Das waren die köstlichsten und frischesten Karotten, die wir jemals gegessen hatten.

Einen Tag vor unserer Abreise aus Addis haben wir ein kurzes Interview mit zwei Mitarbeitern von dem Institute for Stustainable Development geführt. Das Entwicklungsprojekt beinhaltet die Verbreitung von „Best Practice“ Techniken unter den Landwirten. Aufgrund des Klimawandels müssen die Landwirte ihre Methoden umstellen um effizienter produzieren zu können und nicht hungern zu müssen. Dies ist besonders wichtig, da mehr als 85% aller Äthiopier in der Landwirtschaft tätig sind und diese einer der wichtigsten Exportgüter darstellt.

Nach Drei Nächten Addis Abeba haben wir uns auf den Weg Richtung Omo Valley gemacht. Wir sind die Strecke über Butajira und Sodo gefahren, die zur Abwechslung mal sehr gut ausgebaut war. In Konso hatten wir besonderes Glück mit unserer Übernachtung. Wir übernachteten etwas außerhalb des Ortes auf einer fantastischen Lodge (GPS Koordinaten N5 20.002 E37 25.794). Der Besitzer der Lodge ist zur Hälfte Schweizer und hat die Lodge sehr geschmackvoll mit einem Design aus dem Jemen und lokalen Materialien ausgestattet. Abends schlemmten wir in seinem Restaurant die lokalen Spezialitäten.

Weiter ging es am nächsten Tag nach Tumi, wo wir mit allen Overlandern, die wir im Wims getroffen hatten, Neujahr gefeiert haben. Die bis dahin angewachsene Gruppe bestand aus zwölf Leuten und es war sehr lustig und feucht-fröhlich. Leider konnte das Pärchen aus Holland Michael & Jeldau nur mit etwas Verspätung dazu stoßen, da sie ca. 40 km vor Tumi zwei platte Reifen hatten. Als wir um 20:00 Uhr davon erfuhren, hatten zwei von unserer Gruppe sofort ein Auto und zwei Ersatzreifen organisiert und die beiden noch an dem Abend „gerettet“.

Das Omo Valley ist nicht nur landschaftlich bezaubernd schön, sondern es gibt mit die faszinierendsten und buntesten ethnischen Gruppen Afrikas. Doch leider sind diese touristisch schon sehr erschlossen und eine Besichtigung fühlt sich eher an wie ein Zoobesuch. Außerdem ist ein Besuch eines Dorfes nur mit Scout und Guide möglich und kostet Unsummen von Personal-, Eintritts- und Fotogebühren. Da wir uns auf dem Weg Richtung Süden befinden und noch sehr viele Stämme sehen werden, haben wir uns entschieden nur bei einem Dorf des „Hammer-Stammes“  spontan auf unserem Weg nach Kenia vorbeizufahren. Auf unserem Weg Richtung Süden haben wir dann auch den einen oder anderen Stammangehörigen gesehen.

Die Ausreise nach Kenia war sehr unspektakulär und war in 10 Minuten erledigt, da wir die Formalitäten schon in Addis Abeba erledigt hatten.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir die Landschaft Äthiopiens trotz zum Teil sehr schlechten Straßen sehr genossen haben und außergewöhnlich faszinierend fanden. Jedoch fühlten wir uns von den Menschen egal wo wir waren bedrängt. Wie anfangs schon erwähnt, wurden wir sogar mit „Hello Money“ begrüßt oder mit den Worten „You have to give me money!“.  Die Menschen scheinen sich so sehr an Hilfe von außen gewöhnt zu haben, dass alles was nicht äthiopisch aussieht angebettelt wird. Ohne Zweifel, das Land ist sehr arm. Viele Menschen leben und betreiben ihre Landwirtschaft wie vor 3000 Jahren. Wir haben auf dem Weg vom Norden in den Süden keinen einzigen Traktor gesehen sondern nur Menschen, die mit Holzgabeln und Tieren arbeiteten. Irgendetwas scheint mit der Entwicklungshilfe in Äthiopien nicht zu stimmen. Es scheint so, dass in keinem Land Afrika’s mehr Entwicklungshilfe geleistet wird als dort. Wir hatten in jedem auch noch so kleinen  Dort mindestens ein Schild von internationalen Entwicklungsprojekten gesehen. Jede erdenkliche Entwicklungsorganisation ist bestimmt einmal in Äthiopien vertreten. In Addis Abeba gibt es das teuerste und beste Hotel Afrika’s und wie wir gehört haben, übernachten dort viele Mitarbeiter von Entwicklungsgesellschaften. Zusätzlich fahren diese Mitarbeiter mit den neuesten und teuersten Geländewagen durch die Gegend. Es ist für uns schwer nachvollziehbar, dass im Osten des Landes zur Zeit eine der schlimmsten Hungerkatastrophen herrscht trotz guter Ernte und langer Regenzeit. Wir haben den Osten Äthiopiens nicht bereits, da wir aus Sicherheitsgründen und sehr schlechten Straßen nicht zu nahe an die somalische Grenze fahren wollten.

Unsere Highlights:

  • Die faszienierenden Landschaften Äthiopiens
  • Die wunderschöne Bergwelt der Simien Mountains
  • Die Felsenkirchen von Lalibela
  • Der schöne und exotische Ort Bahir Dar
  • Die Klöster auf dem Lake Tana
  • Die unterschiedlichen ethnischen Stämme des Omo Valley‘s
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The Patience Test

We will never forget the ferry crossing experience of the Nasser Lake from Egypt to Sudan, even though we would like to. After we were already waiting for one week, there was just a big mess short time before our departure: The pontoon full of holes was repaired temporarily with wet cement only in the morning of our departure. In addition, all off of a sudden the captain of the pontoon had a week off, except the amount of “bakshish” (tip) could convince him to work. We couldn’t help but collecting some money from our tour members from England, Germany, Italy and Australia and at the end we were successful in convincing him to postpone his vacation.

Finally on Monday, 29th of November we drove our Toyota on the Pontoon, hoping that the fresh wet cement will hold. We left our Toyota with a last wave and went on the passenger ferry. The passenger ferry was not really equivalent to a luxury boat, but was rather a rusty old barge endangered to sink shortly. The next twenty hours we had to share the “luxury barge” squeezed in with a countless number of people from Egypt, Sudan, Libya as well as hundreds of bag’s, suitcase’s, TV’s, washmachine’s and all kinds of other strange stuff. This was really a long border crossing from Assuan (Egypt) to Wadi Halfa (Sudan).
We received some compensation at the moment we touched Sudanese ground. The Sudanese people were just lovely and welcomed us warmhearted. Our initial distrust was totally wrong because the Sudanese people did not want to sell something or cheating on us like their Egyptian neighbors. They were just friendly and even the prices in the shops were absolutely correct. This was just a pleasure after four weeks Egypt.
However one day after the other we got more and more desperate because the pontoon did not arrive on the second day as promised nor on the third or on the fourth day. We were not even able to get in touch with the captain. The worst case scenario was already in our head – our Toyota on the bottom of the Nasser Lake. We were so relieved when our “bush taxi” finally arrived at the harbor of Wadi Halfa on the fifth day. The reason for the delay was the badly repaired hole as well as the fact that the pontoon was dreadfully overloaded. The pontoon was lying very deeply in the water and drove slowly like a snail. In addition a lot of water went into the pontoon. The only way we could get distracted during that waiting period was just with eating tons of falafels, drinking a lot of tea and coffee as well as having exciting conversations with our travel companions. These were Mick from Dragoman Overlanders from Australia, Dee and James from England as well as Igor and Johannes from Germany www.zweidurchafrika.de. They are on the road with a lorry, a land cruiser and motorbikes . We shared a lot of information and experiences and laughed a lot while we were waiting patiently for the pontoon to arrive.
During that time we also met Barbara and Franz (www.stoerch-besel.de.tl). The couple drove all the way from Cape Town to Wadi Halfa with their mountain bikes and have already managed 9000 km. They want to go further to Egypt. Needless to say they looked incredibly fit and shared their exciting experiences with us. They were kind enough to give us their Sudanese SIM Card. In Sudan it is possible to surf in the internet for only 0,18 Euro for the entire day. This is possible with mobile reception.
Unfortunately we were only able to pick up our car on the next day because all of a sudden the computers at the customs did not work anymore. And we were waiting again patiently. On Sunday, the 5th of December, the sixth day after our arrival, we were able to drive our car out of the harbor. The first thing we did was getting water and buying groceries at the farmers market (yes, it is possible to buy strawberries in the middle of the dessert) and then we went immediately into deep sand. We drove about 300 km South along a deserted railway road through the Nubian dessert. Beautiful off road-driving, taking showers with 360 degree panorama view as well as campfire and sleeping under thousands of stars made our days.

On the third day we reached Abu Hamed, the first city at the Nile, where we filled our tanks thirstily. We went further towards South along the Nile between Atbara and the pyramids of Meroe. In a small valley off the road we did bush camping. The next morning we visited the beautiful pyramids of Meroe and met coincidentally our friends from England Dee and James. We decided spontaneously to drive the temple trail around Musawwarat together. In the evening again relaxing campfire and this time intercultural exchange with “excellent British Earl Grey Tea”. The Temple trail contains well-kept temples and we drove through stunning landscapes, passed by small villages, wells as well as wild camels. In the afternoon we reached Khartum.
Firstly we went to the German Embassy to get an entrance letter for our car to Ethiopia. However we learned that the letter is not necessary anymore and it was like that at the Ethiopian border. Afterwards we drove directly to the National Camp Ground. The camp ground manager helped us to get rid of the dust of our car. We cleaned the car directly in front the mosque. We were very happy to coincidentally meet our biker friends Johannes and Igor there. The following two days passed by with running errands, e.g. washing, cleaning, servicing of our car, etc. One highlight in Khartum were the dancing Derwishes. Every Friday afternoon, the Derwishes meet in front of a big mosque at the cemetery Hamid El-Nile Tomb (GPS Koordinaten N15 37.588 E32 27.773) for singing, drumming, dancing, laughing and talking. It did not take long until we were also captivated by them. It was nice to experience one part authentic Africa.
The next morning we left Khartum together with Igor and Johannes and our English friends Dee and James towards Ethiopian border. The first night, we did bush camping directly at a river on a field with tons of dried cowpats. We realized that the cowpats are just perfect for campfires if there is no wood available. The next morning we continued our way to the border. We had to bush camp again 30 km before the boarder because the customs were already closed for the day. This time we stayed next to a well. As we noticed the next morning the well serves water for the surrounded inhabitants and their animals. When we woke up, we were surrounded by herds of sheep’s, goats and camels as well as some people. They all wanted to quench thirst for the day. The people were watching us respectfully from a distance and were waving at us shyly.
We got to know the North Sudan only with lovely, helpful and honest people. For us it is difficult to understand, that only view kilometers away there is still a terrible war going on – more or less between their own people. For security reasons it is not possible for tourist to travel from North Sudan to South Sudan. Therefore we might try at a later stage to travel to South Sudan via Uganda or Kenya.

Highlights

  • The beauty of the Nubian Dessert
  • The lovely pyramids of Meroe
  • The impressive temple trail with stunning landscapes
  • Bush camping at a well just before the Ethiopian border
  • The honest and lovely Sudanese people
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Die Geduldsprobe

Die Überfahrt mit der Fähre über den Nasser Stausee von Ägypten in den Sudan, war eines jener Erlebnisse, die man schnell verdrängen möchte, jedoch niemals mehr vergisst. Nachdem wir eine Woche auf die Abreise gewartet hatten, war das Durcheinander vor der Abfahrt perfekt: Der durchlöcherte Ponton auf dem unser Auto transportiert werden sollte, wurde doch noch kurz vor Abfahrt  notdürftig mit Zement geflickt. Jedoch hatte der Steuermann, der den Ponton fahren sollte, plötzlich eine Woche frei, es sei denn, die Höhe des „Bakschisch‘s“ (Trinkgeld) könnte ihn davon überzeugen, doch zu arbeiten. Wir sammelten unter den Mitreisenden aus England, Deutschland, Italien und Australien einen entsprechenden Betrag mit dem wir den Steuermann überredeten, seinen Urlaub zu verschieben.

Endlich war es dann soweit, am Montag, den 29.11.11 fuhren wir unsere Fahrzeuge auf den Ponton und hofften, dass der frische Zement halten wird.

Danach ging es bei uns auf die Personenfähre, die nicht gerade einer Luxuskarosse entsprach, sondern eher einem verrosteten Kahn kurz vor seinem Untergang. Die nächsten zwanzig Stunden auf der Fahrt von Assuan (Ägypten) nach Wadi Halfa (Sudan) verbrachten wir gedrängt mit unzähligen Ägyptern, Sudanesen und Libyern, sowie Hunderten von Taschen, Koffern, Fernsehern, Waschmaschinen und allerlei undefinierbaren Gegenständen.

Die Entschädigung dafür bekamen wir in dem Augenblick als wir sudanesischen Boden betraten. Wir wurden mit einer unglaublichen Herzlichkeit empfangen. Unser anfängliches Misstrauen gegenüber freundlichem Grüßen war absolut unbegründet, da im Gegensatz zu den ägyptischen Nachbarn uns die Sudanesen nichts andrehen und uns nicht über den Tisch ziehen wollten. Sogar die Preise im Laden stimmten auf Pfund und Piaster. Nach vier Wochen Ägypten war das die reinste Wohltat.

Wir wurden jedoch von Tag zu Tag betrübter, da der Ponton weder an dem versprochenen zweiten, noch am dritten oder vierten Tag eintraf. Es konnte kein Kontakt zu dem Steuermann des Pontons aufgenommen werden und wir sahen unseren Toyota schon auf dem Nasser Stausee-Grund liegen. Umso erleichterter waren wir, als unser Buschtaxi heil und unversehrt nach fünf Tagen im Hafen von Wadi Halfa einfuhr. Schuld an der Verzögerung waren das notdürftig reparierte Loch im Ponton, sowie die Tatsache, dass dieser heillos überladen war. Dadurch lag der Ponton zu tief im Wasser und konnte nur im Schneckentempo fahren. Zusätzlich lief ziemlich viel Wasser hinten hinein. Uns blieb nichts anderes übrig, als die Wartezeit mit leckeren Falafeln und Unmengen Tee und Kaffee, sowie bester Unterhaltung mit unseren Leidensgenossen zu vertreiben. Mike von Dragoman Overlanders aus Australien, Dee und James aus England, sowie Igor und Johannes aus Deutschland www.zweidurchafrika.de. Unterwegs mit Lastwagen, Landcruiser und Motorrädern. Eine bunte Truppe, mit der wir viele Informationen ausgetauscht, herzlich gelacht und „geduldig“ gewartet haben.

In der Zeit haben wir auch Barbara und Franz kennengelernt (www.stoerch-besel.de.tl). Die beiden sind mit dem Fahrrad von Kapstadt nach Kairo unterwegs und hatten schon ca. 9000 km auf dem Mountainbike geschafft. Die beiden sahen unglaublich durchtrainiert aus und hatten interessante Erlebnisse zu berichten.  Netterweise haben sie uns Ihre sudanesische SIM-Karte geschenkt. Im Sudan kann man über Mobilfunkempfang für unglaubliche 0,18 Euro den ganzen Tag im Internet surfen.

Leider konnten wir unser Auto erst am nächsten Tag aus dem Hafen fahren, da plötzlich die Computer zur Zollabfertigung nicht funktionsfähig waren. Also wieder geduldig warten. Am Sonntag, den 5.12.11, dem sechsten Tag nach unserer Ankunft war es endlich soweit: Auto aus dem Hafen auslösen, zur Fischfabrik fahren und Wasser bunkern, leckere Dinge auf dem Markt kaufen (ja, es gibt auch Erdbeeren mitten in der Wüste) und dann ab in den Tiefsand. Knapp 300 Kilometer Richtung Süden, entlang der Bahnstrecke durch die Nubische Wüste. Traumhafte Offroad-Strecken, Duschen mit 360 Grad Panorama sowie Lagerfeuer und Schlafen unter tausenden Sternen haben die Tage im Nu vorbeifliegen lassen.

Am dritten Tag haben wir Abu Hamed erreicht, die erste Stadt am Nil, wo wir durstig über die erstbeste Tankstelle hergefallen sind. Weiter ging es Richtung Süden, entlang des Nils zwischen Atbara und den Pyramiden von Meroe. In einem kleinen Tal, abseits der Straße haben wir mit einem gemütlichen Lagefeuer unser Camp für die Nacht aufgeschlagen. Am nächsten Morgen bei der Besichtigung der Pyramiden von Meroe haben wir James und Dee aus England wiedergetroffen und spontan beschlossen den Tempel-Trail rund um Musawwarat gemeinsam zu fahren. Abends wieder gemütliches Lagerfeuer, diesmal mit interkulturellem Austausch in Form von „Excellent British Earl Grey Tee“. Entlang des Tempel-Trails (wunderschöne, gut erhaltene Tempel), Off-Road über Stock und Stein, mitten durch traumhaft schöne Landschaften, vorbei an kleinen Siedlungen, Wasserbrunnen sowie wilden Kamelen, ging es am Nachmittag dann nach Khartum.

In Khartum sind wir zuerst zur Deutschen Botschaft gefahren um ein Schreiben, für die Einreise mit dem Fahrzeug nach Äthiopien zu besorgen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass dieses nicht mehr benötigt wird und dem war dann auch so. Danach sind wir direkt zum National Camp Ground gefahren. Empfangen wurden wir vom Manager, der gleich mit Hand anlegte, die Zentimeter dicken Staubschichten von unserem Auto mit Hilfe eines Wasserschlauchs, direkt vor der Mosche, zu entfernen. Wir haben uns sehr gefreut, hier unsere beiden Biker-Jungs Johannes und Igor wiederzutreffen. Die folgenden beiden Tage verbrachten wir mit einer Aneinanderreihung von Erledigungen: Vorräte aufstocken, Waschen, Putzen, Tanken, Mailen sowie einer routinemäßigen Wartung des Toyotas (Filter wechseln, Abschmieren, etc.). Ein Highlight dieser Tage waren die tanzenden Derwische. Jeden Freitagnachmittag, treffen sich die Derwische vor einer großen Mosche direkt auf dem Friedhof Hamid El-Nile Tomb (GPS Koordinaten N15 37.588 E32 27.773) zum Singen, Trommeln, Tanzen, Lachen und Reden. Es dauerte nicht lange, bis wir von ihnen in den Bann gezogen wurden. Hier haben wir ein Stück authentisches Afrika miterleben dürfen.

Am nächsten Mittag hatten wir uns zusammen mit den Motorrad-Jungs Igor und Johannes und den Engländern Dee und James auf den Weg in Richtung äthiopische Grenze gemacht. Das erste Nachtlager hatten wir an einem Fluss auf einem abgegrasten Feld mit unzählig vielen getrockneten Kuhfladen aufgeschlagen. Wie wir festgestellt haben, eignen sich getrockneten Kuhfladen hervorragend für ein Lagerfeuer, wenn kein Holz zur Verfügung steht. Not macht erfinderisch. Am nächsten Morgen ging es weiter jedoch mussten wir ca. 30 km vor der Grenze noch einmal übernachten, da es für einen Grenzübertritt zu spät war. Unsere Übernachtung war diesmal Mitten im Gebüsch in der Nähe einer Wasserstelle. Wie wir am nächsten Morgen feststellten, dient die Wasserstelle der Bevölkerung und deren Tieren als Wasserspeicher. Als wir erwachten waren wir umringt von Herden von Ziegen, Schafen und Kamelen, die alle den Durst für den Tag stillten. Die Hirten beäugten uns in respektvollem Abstand und grüßten mit einem schüchternen Winken.

Wir haben den Nordsudan nur mit liebenswerten, hilfsbereiten und ehrlichen Menschen kennengelernt und es ist für uns schwer vorstellbar, dass ein paar Kilometer weiter immer noch kriegerische Auseinandersetzungen sowie Mord und Totschlag stattfinden. Aus Sicherheitsgründen ist es für Touristen nicht möglich, vom Nordsudan in den Süd Sudan zu reisen. Wir werden eventuell versuchen, zu einem späteren Zeitpunkt entweder von Uganda oder Kenia den Süd Sudan zu bereisen.

Highlights

  • Die Schönheit der Nubischen Wüste
  • Der beeindruckende Tempel Trail
  • Die schoenen Pyramieden von Meroe
  • Die Übernachtung an der Wasserstelle vor der Äthiopischen Grenze
  • Die ehrlichen und freundlichen Sudanesen
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Zuhause in Ägypten

Luxor war für uns wie ein Eintauchen in eine andere Welt. Die Stadt mit Umgebung hat atemberaubende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Highlights waren sicherlich die unglaublich vielen und zum Teil sehr gut erhaltenen Tempelanlagen (z.B. Karnak Tempel) sowie die Gräber im Tal der Könige mit wunderschönen Wandmalereien (z.B. Tutanchamun). Getoppt wurde das Ganze von einem Heißluftballonflug zum Sonnenaufgang über dem Tal der Könige und dem Hatschepsud Tempel für unglaublich günstige 350 LE (ca. 40 Euro).

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Allerdings ist Luxor ein Ort voller Kontraste und Brüche. Die Einheimischen versuchen die wunderschönen Sehenswürdigkeiten mit so viel Lärm und Krach wie möglich zu umgeben. Aus überdimensional großen Lautsprechern trällern nicht nur die Muezzins den ganzen Tag aus allen Richtungen, sondern auch lokale orientalische Musik bietet „Unterhaltungsprogramm“  (ob man möchte oder nicht) über mehrere Stunden hinweg. Unzählige Nilkreuzer liegen am Uferrand von Luxor seitdem der Tourismus eingebrochen ist, und die paar Touristen, die noch da sind, werden überrannt von den Einheimischen.

Glücklicherweise haben wir in unserem Rezeiky Camp den Reiseleiter Toni von den Dragoman Overlanders kennengelernt. Die Overlanders fahren mit Ihrem kleinen Lastwagen und ca. 20 Reisenden die Route Kairo – Kapstadt. Toni war so nett, unsere Pässe und Visa-Anträge zum Sudanesischen Konsulat in Assuan mitzunehmen. Das hat uns einige extra Tage in Luxor ermöglicht und die Sudan-Visumbeschaffung wesentlich erleichtert, da das Visum normalerweise sieben Tage dauert.

Nach vier Tagen Luxor haben wir uns auf den Weg nach Assuan gemacht, um uns um das Fährticket und das Sudanvisum vor Ort zu kümmern. Unterwegs haben wir den Tempel von „Horus“ besichtigt. Dieser ist der best erhaltendste Tempel von ganz Ägypten. In Assuan haben wir uns im Isis Hotel direkt am Nil einquartiert. Wie es der Zufall wollte, haben wir am nächsten Tag bei der Nile Valley Cooperation unsere Motorrad-Freunde Susi, Mark und Tom wiedergetroffen, die wir zuletzt in Little Petra gesehen haben. Es gab ein großes Hallo mit vielen neuen Geschichten und Erlebnissen. Nachdem wir uns das „Clearence-Formular“ beim Traffic Court geholt hatten (dieses besagt, dass wir immer anständig gefahren sind und uns an die Verkehrsregeln (welche Regeln?) gehalten haben) wurde uns mitgeteilt, dass der „Ponton“, auf dem unser Auto in den Sudan schippern soll, immer noch in Wadi Haifa (Sudan) steht. Mr. Salah von der Nile Valley Cooperation versicherte uns, sich für uns einzusetzen und so Gott will „Inschallah“ sollen wir morgen wiederkommen. Vielleicht gibt es dann eine Lösung für dieses Problem.

Mr. Salah konnte leider auch am nächsten Tag an der Tatsache nichts ändern, dass der „Ponton“  immer noch in Wadi Haifa (Sudan) stand. Es gäbe da zwar noch einen zweiten „Ponton“,  der hätte aber gerade ein Loch und könne deswegen nicht benutzt werden. Da der „Ponton“ nur einmal die Woche fährt, mögen wir doch nächste Woche Samstag wiederkommen und dann “Inschallah“ würde es vielleicht eine Möglichkeit geben. Zumindest hatten wir an diesem Tag nach fünf langen Stunden Wartezeit beim sudanesischen Generalkonsul endlich unser Visum für den Sudan in der Hand. Wenigstens ein Sieg!

Von Ägypten in den Sudan kann man bis zum heutigen Tage nur mit der Fähre (bzw. das Auto auf einem Ponton) zu einem unglaublich hohen Preis einreisen. Vorreservierungen oder Online-Buchungen sind nicht möglich. Es gibt zwar mittlerweile eine bis auf 10 m fertiggestellte Straße, jedoch fehlt hierzu ein Abkommen der beiden Länder. Ein Passieren über die Straße würde große Einbußen für das Fährunternehmen bedeuten. Weitere Details zu diesem Thema können aus einem separaten Beitrag,  Grenze „Ägypten – Sudan“ entnommen werden.

Da wir nun eine Woche länger in Ägypten bleiben mussten, haben wir spontan beschlossen, aus unserer Situation das Beste zu machen und die Wartezeit am Roten Meer in Marsa Alam beim Beach Safari Camp (GPS Koordinaten N25 11.767 E34 49.009) mit Tauchen und Schnorcheln zu überbrücken. Wir konnten uns nicht beschweren, es gibt durchaus schlechtere Orte, die Zeit auszusitzen. Am Freitag, den 25.11.2011 sind wir dann wieder nach Assuan zurückgefahren und haben uns dieses Mal im Phiale Hotel einquartiert. (GPS Koordinaten N24 05.357 E32 53.668). Es ist ein sehr nettes, sauberes und gepflegtes Hotel. Bei Ankunft wurden wir von der Hotelbesitzerin zum Grillen auf Ihr Grundstück am See eingeladen. So konnten wir mal eine ganz andere Seite von Ägypten kennenlernen und genießen.

Am nächsten Morgen, den 26.11.2011 ging es dann wieder zu Mr. Salah und wieder das gleiche Spiel. „Inschallah“ der „Ponton“ ist zwar nun in Assuan aber durch einen Unfall ist nun auch dieser defekt. Leider ist heute und morgen Feiertag, so dass der Ponton nicht repariert werden kann. Wir sollen doch morgen wiederkommen. Das stellte uns wirklich auf eine harte Geduldsprobe. Ein Reiseleiter mit LKW von Dragoman saß ebenfalls in Assuan fest (die 20 Reisenden wurden bereits letzte Woche mit der Personenfähre transportiert). Da Dragoman regelmäßig diese Tour fahren, konnte der Reiseleiter großen Druck auf das Fährunternehmen ausüben. Am 27.11.2011 vormittags regte sich dann endlich etwas. Nachdem uns Mr. Salah wieder um einige Stunden vertröstet hatte, gab es plötzlich einen Platz für unser Auto auf einem dritten und kleineren Ponton, der plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist! Von der Überfahrt mit der Fähre berichten wir in unserem nächsten Blog “Inschallah“.

Unsere Eindrücke von Ägypten

Nachdem wir ca. vier Wochen einmal durch Ägypten gereist sind, kommt so langsam das Gefühl auf, sich hier Zuhause zu fühlen. Plötzlich begegnet man den Menschen nicht mehr mit europäischen Vorstellungen. Man möchte nicht mehr gleich alles verbessern, weil man ja weiß, wie es geht. Nein, man möchte einfach nur mitfließen, in diesem riesigen Strom von Menschen, Gerüchen und Geräuschen. Sogar das laute Geplärre des Muezzins lässt einen morgens um 4.30 Uhr nicht mehr aus dem Schlaf fahren. Und auch die Gewissheit, dass man immer mindestens doppelt so viel zahlt wie die Einheimischen steckt man mit einem müden Lächeln weg.

Die 80 Millionen Einwohner Ägyptens durchleben im Moment keine einfache Zeit. Seit der Revolution ist der Tourismus, der eine Haupteinnahmequelle der hiesigen Wirtschaft ist, dramatisch eingebrochen. Daneben sind die Lebenshaltungskosten explodiert. Zusätzlich ist das politische und rechtliche Umfeld unübersichtlich und unsicher geworden. So haben wir zum einen das Glück, dieses schöne Land mit wenig anderen Touristen teilen zu müssen, aber zum anderen merken wir auch, wie verzweifelt die Menschen auf der Suche nach Urlaubern sind, denen sie ihre Dienstleistung anbieten können.
Interessant ist die Entwicklung der beiden größeren Gruppierungen hier im Land. Auf der einen Seite stehen die Muslime, die seit dem 11. September im Allgemeinen und jetzt nach der Revolution im Besonderen ihren Machteinfluss stark ausbauen konnten. Auf der anderen Seite gibt es die Christen (Kopten), für die das Leben immer schwieriger wird. Wir haben mit Einzelnen von Ihnen gesprochen und die Zukunftsängste, die sie mit sich tragen, sind überwältigend. Die allermeisten sehen in Ägypten für sich und ihre Familien keine Zukunft mehr. „The future is black, I can feel this in my heart“…
So reisten wir durch ein Land, das Jahrzehnte unter einer eisernen Diktatur gelebt hat und sich nun im Umbruch befindet – und keiner weiß, was die Zukunft bringen wird.

Unsere Highlights:

  • Die Tempelanlagen (Karnak, etc.) von Luxor und das Tal der Könige
  • Die Heißluftballonfahrt über den Sehenswürdigkeiten von Luxor
  • Die schwierige Beschaffung des Sudan-Fährtickets und das lange Warten darauf
  • Schnorcheln in Marsa Alam

Gewinne eine persönliche Postkarte aus dem Sudan!

Wir haben ein lustiges Gewinnspiel für Euch. Und so geht es: Schreibe einen witzigen Kommentar unter diesen Beitrag und wir werden in einer sogenannten Lotterie, die von der ägyptischen Polizei überwacht wird, einen Gewinner ermitteln. Der Gewinner wird von uns dann per email benachrichtigt und erhält eine originelle Postkarte aus dem Sudan. Das geht natürlich nur, wenn er uns seine Postadresse dann per email mitteilt.

 

 

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Visiting the Pharaoh

In summary we can say that driving in Egypt is like playing „Tetris“ in the street. There are no rules. Everyone drives the way he feels like and the winner is the biggest or the loudest car. A four line street is made to a six line street and vehicles drive only centimeters apart from each other. The traffic is packed with busses (always stopping somewhere), donkey wagons and millions of cars and motorbikes. But now one by one…

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We booked a hotel room at the May Fair Hotel (GPS coordinates N30 03.565 E31 13.261) in Zamalek in located in the middle of the embassy quarter in Cairo. Very early next morning we went confidently and full of energy to the embassies in order to get the visas for Sudan and Ethiopia. When we arrived there the doors were closed and no one was working. Great! Not only Israel seems to have lots of public holidays but also Egypt. Or maybe it is us? Do we attract all the public holidays in the region? Because of the “Feast of Sacrifice” public holidays the Sudan embassy (GPS coordinates N30 02.371 E31 14.050) was closed for the entire week. The Ethiopia embassy (GPS coordinates N30 02.398 E31 12.279) for four days and the German embassy (for our Ethiopian recommendation letter) for two days (GPS coordinates N30 03.301 E31 13.134). What shall we do now? We decided spontaneously to stay in Cairo for four days for the Ethiopia visa and to get the Sudan visa later in Assuan at the consulate. We wanted to discover the city, museums and the surrounding areas instead for the next days.

We went to the great pyramids of Giza on the same day. Before we left we walked along the streets in Cairo and watched the “Feast of Sacrifice” spectacle. The Feast of Sacrifice holidays are the highest Islamic public holidays and religious Muslims have to sacrifice an animal.  Therefore the anyway overcrowded city was additionally packed with sheeps, goats and cows standing at the roadside and all waiting to be killed. The animals were slaughtered one by one in the quite dirty streets in front of sightseers or people who wanted to buy meet. Blood flowed in streams down the roads. We don’t want to go into more details with regards to our vegetarian friends (Viktoria has not touched any meet since).

The Giza pyramids were a great experience, disregarding the annoying people who were trying to sell anything. We could not walk for two meters and felt like being persecuted all the time.

Unfortunately luck was not on our side on that day. Somebody broke into our hotel room in the evening while we were working on our computers in the hotel lobby. Our computer tablet and some cash money got stolen. Pity! We were very down at the beginning however that did not take very long. TIA (this is Africa). We heard from locals that the police have not been doing their job properly anymore since the revolution in Egypt and the crime is gradually increasing.

The next day we drove to Sakkara to see the step pyramid and the fascinating chamber tombs including the very well kept reliefs. The streets were almost empty, therefore relatively easy to drive. The public holidays must have at least one advantage for us!

The next days in Cairo we visited the Egyptian Museum and the Bazar El Kalili. The Egyptian Museum is packed with the most beautiful pieces of art from several epochs. Even though the presentation is very poor, the museum is a highlight.

Finally on Thursday, the 10th of November we received the Ethiopia visa within a record time of three hours. As it usually takes a minimum of one day we were asking the responsible person very nicely – and it worked. At noon we were back on the road again towards Al Fayyum to go to the desert freshwater lakes and to Wadi El Hitan. The vastness, cleanliness and silence of the desert were such a pleasure after buzzing Cairo. We were very impressed by finding very well kept whale and dinosaur bones in the middle of the dessert Wadi El Hitan. The Campsite is directly at the entrance of Wadi El Hitan  (GPS coordinates N29 15.842 E30 01.351). Nevertheless we spent the night at one of the lakes under the stars with pure enjoyable silence. From there we drove straight through the desert to the oasis Bawiti. The 60 km off-road driving is a dream not only for us but also for every off-road driver. In Bawiti we stayed at the Eden Garden Camp  (GPS coordinates N28 18.060 E28 56.393). It was a friendly, nice and clean place to stay. The oasis was very special because of the hot springs. Pleasingly hot mineral water bubbled everywhere – perfect to put the feed in or to take a relaxing bath.

On the way to the White Desert Julian took a bath in one of the oasis pump stations that was surrounded by an amazing desert panorama (GPS coordinates N28 02.057 E28 42.541). After the short bathing break we continued our way to the White Desert. The White Desert is outstandingly beautiful. Like an unreal dream is everything covered in pure unbelievably bright white. We have not seen something like that before. Our photos give a slight impression. In the middle of this white beauty we stayed in our favorite hotel “under the thousand stars” and enjoyed pesto, pasta, beer and campfire (GPS coordinates N27 15.764 E28 11.693). The next morning we continued our way to Luxor via the oasis Al-Farafra, Abu Minqar, Mut, Bala and Kharga. In Luxor we booked ourselves a hotel room at the Rezeiky Camp. (GPS Koordinaten N25 42.683 E32 38.919). This is an overlander hotspot with secure parking.

At this place we would like to mention that we are using the open street maps for Garmin for the Tracks4Africa. These two maps are a perfect combination for navigating. There are only some difficulties in Cairo when it comes to 3 streets on top of each other.

And further stories in our next blog…..

Our Highlights:

  • The “Feast of Sacrifice” spectacle in Cairo
  • The chaotic traffic in Cairo
  • The impressive sights of Cairo and surrounded areas.
  • The beautiful Al Fayyum freshwater lakes und the impressive wale bones in Wadi El Hitan
  • The outstandingly beautiful white desert

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Zu Besuch beim Pharao

Rückblickend können wir sagen, fünf Tage Autofahren in Ägypten ist wie „Tetris“ auf der Straße. Es gibt eigentlich keine Regeln, man fährt wie es einem gefällt, und wer das größere Fahrzeug und die lautere Hupe hat, der gewinnt.
Aus vier Spuren werden sechs gemacht und man schiebt sich Zentimeter genau aneinander vorbei. Zwischen stehengebliebenen Bussen, Eselwagen und vielen Millionen Autos, Motorrädern und solchen, die man kaum noch so nennen kann. Aber jetzt einmal der Reihe nach.

Nachdem wir das May Fair Hotel (GPS Koordinaten N30 03.565 E31 13.261) in Zamalek (Botschaftsviertel) gefunden haben, sind wir am 06.11.2011 früh morgens voll Elan und Zuversicht zu den Botschaften gefahren um unsere Visa für Sudan und Äthiopien zu beantragen.

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Und nun müssen wir gleich unser Urteil über die Israelis revidieren;  auch Ägypten besteht anscheinend nur aus Feiertagen! Oder ziehen wir vielleicht die Feiertage an? Aufgrund des „Opferfestes“ hatte die sudanesische Botschaft (GPS Koordinaten N30 02.371 E31 14.050) die ganze kommende Woche geschlossen, die äthiopische Botschaft (GPS Koordinaten N30 02.398 E31 12.279) für 4 Tage und die Deutsche Botschaft (für das äthiopische Empfehlungsschreiben) für 2 Tage (GPS Koordinaten N30 03.301 E31 13.134). Was nun? Wir haben uns kurzerhand entschlossen die vier Tage für das Äthiopienvisum in Kairo zu bleiben und Stadt, Museen und Umgebung zu erkunden. Das Sudan-Visum werden wir in Assuan bei der diplomatischen Vertretung holen.

Anstatt dessen sind wir an dem Tag mit dem Auto zu den Gizeh Pyramiden gefahren. Vorher hatten wir uns auf die Straßen von Kairo gewagt, um an dem Opferfest-Spektakel teilzunehmen. Das sogenannte Opferfest ist das höchste islamische Fest und alle gläubigen Muslime haben die Pflicht, ein Tier zu opfern. Deswegen standen überall verstreut mitten in dem Großstadt-Tumult Herden von Schafen, Ziegen und Kühen und wurden nacheinander vor Schaulustigen und Fleischkaufwütigen geschlachtet. Das Blut floss nur so in Strömen auf den nicht gerade sauberen Straßen. Wir ersparen weitere Einzelheiten sowie Fotos, mit Rücksicht auf unsere vegetarischen Freunde (Viktoria hat seitdem kein Fleisch mehr angerührt!).

Die Pyramiden von Gizeh waren ein großartiges Erlebnis. Dieses Erlebnis wurde nur von den berühmt-berüchtigten, sehr aufdringlichen Schleppern, Verkäufern und anderen zwielichtigen Gestallten getrübt. Wir fühlten uns sozusagen auf Schritt und Tritt verfolgt.

Leider waren wir an dem Tag etwas vom Pech verfolgt. Ein uneingeladener Gast ist abends in unser Hotelzimmer eingebrochen, während wir auf der Hotellobby-Terrasse gearbeitet haben, und hat unser Computer-Tablett und Bargeld mitgenommen. Wir waren anfangs sehr niedergeschlagen, haben uns jedoch deswegen nicht allzu lange gegrämt. TIA (This is Africa!). Wir haben von Einheimischen vernommen, dass die Polizei seit der Revolution in Ägypten nicht mehr wirklich ihrer Arbeit nachgeht und somit immer mehr Kriminalität ihren freien Lauf nimmt. Dadurch etwas verspätet als geplant haben wir uns am nächsten Nachmittag auf den Weg nach Sakkara gemacht, um die Stufenpyramiden und die wunderschönen Grabkammern mit sehr gut erhaltenen Reliefs zu besichtigen. Die Straßen waren fast leer und relativ gut zu befahren – einen Vorteil müssen die Feiertage ja auch haben!

Die nächsten Tage in Kairo besuchten wir das Ägyptische Museum und den Bazar Khan El Kalili. Das Ägyptische Museum ist im wahrsten Sinne des Wortes lieblos vollgestopft mit den wunderschönsten altägyptischen Kunstgegenständen aus mehreren Epochen. Trotzdem ist es ein absolutes Highlight.

Am Donnerstag, den 10.11.2011 haben wir das Äthiopien-Visum vor unserer Weiterfahrt in einer Rekordzeit von drei Stunden erhalten (dauert normalerweise einen Tag).

Gegen Mittag haben wir uns auf den Weg nach Al Fayyum zu den Süßwasser-Seen und weiter nach El-Hitan gemacht. Die Weite, Sauberkeit und Ruhe der Wüste, konnten wir nach den Tagen in Kairo so richtig genießen. Wir fanden es sehr beeindruckend, mitten in der Wüste gut erhaltene Dinosaurierknochen sowie Skelette von Wahlfischen vorzufinden. Die Campsite ist direkt beim Eingang Wadi El Hitan (GPS Koordinaten N29 15.842 E30 01.351). Wir haben die Nacht an einem der beiden Seen mitten in der Wüste unter tausenden Sternen und einer unendlichen Ruhe verbracht. Von dort haben wir, teilweise auf Sandpiste, größtenteils off-road die 60 Kilometer zur Oase Bawiti zurückgelegt. Ein Traum für jeden Offroad-Fahrer. In Bawiti sind wir im Eden Garden Camp (GPS Koordinaten N28 18.060 E28 56.393) untergekommen. Ein freundlicher Besitzer und alles relativ sauber. Da die Oase von heißen Quellen gespeist wird, kann man überall seine Füße reinstecken oder sich gleich ganz in dem natürlich warmen Mineralwasser baden. Auf dem Weg zur Weißen Wüste hat sich Julian ein kleines Bad, an einer Oasenpumpstation mit sagenhaftem Wüstenpanorama in dem warmen Quellwasser gegönnt (GPS Koordinaten N28 02.057 E28 42.541). Nach dieser kleinen Körperreinigungs-Aktion ging es weiter in die weiße Wüste. Wie kann man die Weiße Wüste am besten beschreiben? Traumhaft, sagenhaft schön, von einem unglaublich strahlendem Weiß. Unsere Fotos geben einen kleinen Eindruck. Inmitten der weißen Pracht sind wir wieder in unser Lieblingshotel „Unter tausend Sternen“ eingezogen und haben, Pasta, Pesto, Lagerfeuer und Bier genossen. (GPS Koordinaten N27 15.764 E28 11.693). Weiter ging es über die Oasen Al-Farafra, Abu Minqar, Mut, Bala, Kharga und weiter nach Luxor. Dort haben wir uns im Rezeiky Camp einquartiert – ein Overlander Hotspot und eine nette Unterkunft mit Secure Parking, Camping und Hotel (GPS Koordinaten N25 42.683 E32 38.919).

An dieser Stelle etwas zu den GPS Karten. Wir benutzen die Open Street Map Karten für Garmin und die Tracks4Africa. Diese beiden Karten sind eine ideale Kombination und scheitern nur manchmal in Kairo bei dreistöckigen Verkehrsstraßen!

Und Weiteres im nächsten Blog…

Unsere Highlights:

  • Das Opferfest in Kairo
  • Der chaotische Straßenverkehr in Kairo
  • Die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten von Kairo und Umgebung.
  • Die Al Fayyum Süßwasserseen und die Wahlfischknochen im Wadi El Hitan
  • Die traumhaft schöne Weiße Wüste

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