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Herbststimmung

Simbabwe, einst das wirtschaftlich erfolgreichste Land Afrikas, wovon fast nichts mehr übrig geblieben ist. Das eigentliche Traumland der Bodenschätze, des fruchtbaren Farmlands, der wunderschönen vielseitigen Nationalparks sowie der serviceorientierten und kreativen Menschen. Ein politisches Desaster ohne Zukunftsperspektiven für die Bevölkerung.

Wie nicht anders erwartet, war der Grenzübergang bei den Victoriafällen auch hier wieder im Nu erledigt und wir fuhren bereits nach fünzehn Minuten in den Ort Victoria Falls. Da wir den um diese Jahreszeit angewachsenen vierhundert Meter hohen Sprühregen von der Entfernung betrachten wollten, blieben wir noch eine Nacht in dem Ort und machten uns zu Fuß auf den Weg zu dem Victoria Falls Hotel. Von dort hatten wir einen grandiosen Blick auf die Länderverbindungsbrücke und den in Regenbogenfarben schimmernden Sprühregen. Eine Nacht in dem traditionellen Kolonialhotel war uns etwas zu teuer, deshalb begnügten wir uns mit einem „High Tea“ am Spätnachmittag mit herrlicher Aussicht. In dem Ort Victoria Falls sahen wir an jeder Ecke einen Kraft Shop oder Market, die mit den  Kunstwerken des ganzen Landes ausgestattet waren. Die Simbabwer sind große Meister der afrikanischen Stein- und Holzskulpturen und irgendwie produzieren sie aus allen Materialien etwas Kreatives.

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Am nächsten Tag fuhren wir zum Hwange Nationalpark und blieben zwei Nächte in dem Sinamatella (GPS Koordinaten S18 35.139 E26 19.101) Camp auf einem Berg mit herrlichem Blick in die unberührte Weite des Parks. Da das Camp nicht eingezäunt war, mussten wir auch hier mit nächtlichen Besuchern rechnen und verpackten wieder alles geruchsdicht. Allerdings hörten wir nachts die Löwen und Elefanten nur von der Entfernung brüllen bzw. tröten. Der Hwange National Park ist bekannt für seine großen Elefantenherden und wir hatten Glück, schon beim Aufwachen graste eine Herde unten am Berg. An dem Tag muss der Elfantenwandertag gewesen sein, denn alle paar Meter lief oder graste eine Herde vor unserem Auto. Am zweiten Tag nahmen wir einen „Sundowner“ auf unserem Toyotadach direkt an einem Damm  ein und beobachteten eine große Anzahl von Krokodilen und Nilpferden. Was uns völlig verblüffte war, dass am nächsten Morgen Einheimische bis zur Hüfte in diesem Damm standen und fischten. Die Gefahr eines Verlustes wird wohl aus Verzweiflung einkalkuliert. Wir blieben noch eine Nacht im Jambili Private Campsite (GPS Koordinaten S18 55.382 E26 53.221), wo wir einen sehr netten Abend mit einem Dortmunder Pärchen verbrachten und viele Tipps und Erfahrungen ausgetauscht haben. Die beiden haben ihr Auto in Namibia stehen und sind ca. drei Monate im Jahr in Afrika unterwegs.

Nach vier Tagen ständigem Cruisen durch den herbstlichen National Park  gönnten wir uns zwei Autoerholungstage auf der Worlds View Campsite (GPS Koordinaten S20 30.146 E28 25.575) in der Nähe von Bulawanyo. Der Blick auf den Matobo  Nationalpark war tatsächlich spektakulär.  Wir waren sehr erstaunt, einen weißen Besitzer vorzufinden und fragten ihn sogleich, ob er seine Farm noch nicht abgeben musste. Er ist einer der wenigen übriggebliebenen weißen Farmer in Simbabwe. Sein großer Vorteil ist die Nähe zu dem Matabo Nationalpark, und dass er keinen Farmbetrieb hat. Jedoch sprach er mit hervorgehobener Hand und hofft, dass er keine Aufmerksamkeit erregt. Es ist wirklich traurig zu sehen, dass die vor wenigen Jahren enteigneten Farmen mittlerweile alle brach liegen. Die Felder der ungefähr 200 abgegebenen Großgrundfarmen sind ausgetrocknet und es wächst fast nichts mehr. Präsident Mugabe muss die enteigneten Farmen an Freunde, Bekannte oder Verwandte weitergegeben haben, die entweder gar keine oder wenig Erfahrung mit Agrarwirtschaft hatten. Da nur noch wenige Grundnahrungsmittel im eigenen Land produziert werden, muss alles zu enorm hohen Preisen von Südafrika importiert werden. Die Preise sind astronomisch und das können sich nur die wenigsten leisten. Viele Menschen sind arbeitslos und vielleicht ist das ein Grund weswegen die Wilderei in den Nationalparks immer mehr zunimmt und die Tierbestände erschreckend zurückgehen.

Nach zwei kühlen Nächten auf der Farm besuchten wir den Matabo Nationalpark. Matabo ist bekannt für seine sehr alten Höhlenmalereien und die balancierenden Felsformationen. Es ist ein sehr spiritueller Ort, den schon die alten Buschmänner früher regelmäßig aufgesucht haben. Der Park bietet viele Wanderwege (allerdings auch viele Schlangen) und war besonders jetzt zur kühleren Jahreszeit wunderschön durch das herrliche Farbenspiel der Laubbäume (fast wie bei uns im Herbst). Nur wenige Touristen besuchen den kleinen Park und so waren wir umso mehr erfreut, auf ein Freiburger Pärchen zu stoßen. Die beiden haben ebenfalls ihren Landcruiser in  Südafrika stehen und sind mehrere Male im Jahr in Afrika. Da wir uns gar nicht mehr losreißen konnten von dem spannenden Erfahrungs- und Geschichtenaustauch hatten wir eine gemeinsame Campsite direkt an einem See mit Blick auf die balancierenden Felsen gesucht.

Unser nächstes Ziel waren die gut erhaltenen Ruinen des Great Simbabwe aus dem 13ten  Jahrhundert, da diese günstig auf unserer Strecke nach Mozambique lagen. Besonders beeindruckend war der Blick von den oberen Bergruinen. Auf der dazugehörigen Campsite  (GPS Koordinaten S20 16.290 E30 55.843) trafen wir auf die Schweizer Familie, mit der wir vor unsere Afrika-Abreise mehrere emails ausgetauscht hatten. Die Schweizer sind seit Juli mit ihren vier und sechs Jahre alten Kindern unterwegs und sind ungefähr die gleiche Tour gefahren wie wir (sie sind sogar durch Syrien gefahren). Die ganze Family hat, wie wir auch, jeden Tag genossen. Das bestätigt wieder, man kann so eine Reise wunderbar auch mit Kindern machen.  Natürlich ist ihr kleiner umgebauter LKW viel komfortabler ausgebaut als unser Toyota aber trotzdem, es geht alles.

Von den Bergruinen ging es in die um die Jahreszeit sehr kühle Bergwelt von Zimbabwe, zu der Ndundu Lodge und Camping (GPS Koordinaten S19 07.089 E32 46.548) im Vumba Botanical Reserve. Wir fuhren durch eine herrliche dschungelartige Landschaft und konnten uns nicht sattsehen an den riesigen afrikanischen Bäumen und den satten, blühenden Farben der Pflanzen. Die Gegend muss zu Glanzzeiten Simbabwe’s ein feudaler Erholungs- bzw. Rückzugsort  gewesen sein, da die luxuriösen Villen und Hotels den ehemaligen Reichtum des Landes nur erahnen lassen. Da uns die Temperauren zu kühl waren (tagsüber, sonnig 25 Grad, nachts 5 Grad) blieben wir nur eine Nacht und machten uns auf den Weg zur Mozambiqueanischen Grenze.

Überall im Land sahen die Unterkünfte und Campsites die sehr renovierungsbedürftig aussahen, da aufgrund der politischen Lage der Tourismus über Jahre hinweg komplett eingebrochen ist. Mittlerweile sind die Urlauberzahlen zwar wieder ansteigend jedoch immer noch sehr niedrig aufgrund der in manchen Ländern eingeschränkten Reisewarnungen. Hinzu kommt, dass profitbringende Institutionen einfach enteignet werden und so hält jeder sein Anwesen auf „Low-Standard“. Des Weiteren wird es einigen Nationen wie zum Beispiel den Südafrikanern nicht einfach gemacht in Simbabwe zu reisen. Wir haben von vielen gehört, dass sie bei den Straßenpolizei-Checkpoints Unmengen an Schmiergeldern bezahlen mussten und ihr ganzes Auto auseinandergenommen wurde. Wir wurden einfach nur durchgewunken und mussten noch nicht einmal anhalten. Was uns ebenfalls im ganzen Land von Anfang an besonders aufgefallen ist war, wie gut trainiert, clever und schnell das Servicepersonal ist. Zimbabwe war nicht nur das wirtschaftlich erfolgreichste Land sondern hatte auch mit das beste Bildungssystem des Kontinents. Bei zahlreichen Unterhaltungen mit Einheimischen konnten wir die Verzweiflung und Machtlosigkeit der Menschen heraushören. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich an der politischen Lage in Simbabwe bald etwas ändert.

Unsere Highlights:

  • Der sagenhafte Blick auf den Sprühregen vom Vic Falls Hotel
  • Die „Elefantenjagt“ im Hwenge Nationalpark
  • Der schöne Blick von der World View campsite
  • Der erholsame Matabo Nationalpark
  • Die alten Bergruinen von Great Simbabwe
  • Die traumlandschafte Bergwelt…..
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Rainy Season

Zambia, a huge country with warm hearted people.  An untouched African spot on the way to find access to international markets. A country in the dilemma between traditions and free market interests.

When we crossed the border to Zambia we also noticed here how friendly the people are. No helpers, no money change shouters, only efficient handling. We were immediately out of customs after we got a visa, the required stamps and paid the carbon emission tax for our Toyota. Firstly we went to the ATM and then to the filling station. How relaxing life can be if diesel is available again at all filling stations!

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From Chipata we drove north-west to the South Luangwa National Park.  There are no campsites in the park therefore we stayed directly at the National Park at the Luangwa River in the Croc Valley Camp (GPS coordinates S13 06.010 E31 47.644). At our arrival the campsite manager warned us immediately not to leave any fruits like mango’s, oranges etc. in the car. It happens very often that some elephant’s walk into the campsite and smash everything into pieces in order to get the delicious fruits. Luckily we put everything immediately into our fridge because at sunset one elephant swam across the river and came to our campsite.

Early next morning we entered the National Park. Unfortunately after the first hundred meters it started to rain and with that the probability dropped a lot to see wild animals. Apparently also during rainy season the park is known for a spectacular fauna. But we realized that all animals are hiding away during rainy days (of course apart from crocodiles and hippos). Nevertheless we did not want to give up and continued our way to the north on the well prepared main roads that were covered with red stones. The side roads were impassable because the black soil transformed the track into incredibly slippery mud only with few drops of rain. Apparently the street workers must have run out of red stones because without any warning the well prepared street turned suddenly into the feared slippery black mud soil. It felt like ice rain back home! Our Toyota skidded and ended up in an over flooded mud ditch. And here again; we were standing totally alone in the pouring rain. However this time the conditions were a bit more challenging than in Rwanda: there were no Rwandan helpers and there was a slight probability that a wild animal might get close to us. It is actually not permitted to get off the car in the National Park but we did not have any other choice. The car would not move anymore and there was no help from someone else to be expected for the next couple of days. We could not help but rolling up our sleeves again and started digging. Nasty biting ants and disgusting worms were crawling up our legs, but no matter what we had to continue. And in fact it was worthwhile: after almost two hours of working heavily we were ready to go and managed to get the Toyota out with a lot of power. What a relief!  As we still did not want to give up we drove towards south searching for some animals. However the street conditions were really bad. The roads were either flooded or covered with the feared black mud soil. Fortunately we made it without getting stuck again but that was only with big luck and some skills. At least at the end we saw some animals.

After one day break and cleaning we continued our journey. We wanted to take the road directly along South Luangwa National Park however a British guy stopped us after 15 km. He said that even though the landscape is very beautiful, we can only take this road during dry season in July or August and ideally with two cars.  Only few cars can make it alone in dry season but the road is impassable during rainy season as the rivers are flooded. The British guy and his wife live in the middle of the forest at South Luangwa National Park and founded a small NGO some years ago. The project is mainly about preservation of flora and fauna in the South Luangwa area. Poachers are harming the National Park sensitively and tree chopping for fire wood or charcoal outside the park makes the surrounded forests and its old trees more and more shrink. The British couple is creating awareness among the population and they educate young children already in school. The project is solidly sustainable and was awarded with the World Prize for Sustainable Energy of the European Parliament Science and Technology Options Assessment (STOA) Panel. Please have a look at their website for more information  http://chipembele.org/.

As we did not want to run the risk to get stuck on this road until July (in spite of the beautiful landscape), we turned and used the main road to Lusaka. In Lusaka we had to run some errands and noticed immediately that we were getting closer to South Africa because the variety of goods was almost like at home – however the prices were incredibly high. We haven’t found out yet how the locals can afford these products because their average income is really low. We drove 15 km outside of Lusaka to stay one night at the Pioneer Camp (GPS coordinates S15 23.732 E28 27.045) in the middle of the forest. It was really worthwhile to drive out of the city to this idyllic place.

Our next stop was the farm Moorings Campsite (GPS coordinates S16 11.624 E27 32.600), which is conveniently located between Lusaka and Livingstone (Victoria Falls). The core product of the farm is maize in addition to their pigs and cows. We met the Swiss couple Tatjana and Michael. They started travelling through Africa six years ago and settled down on the farm about three years ago. We heard interesting and exciting stories of their experiences.  The campsite is one part of the farm and is usually quiet and peaceful. However when we arrived there on Good Friday we were surrounded by drumming and happy singing. The local farm workers with families and relatives celebrated the Easter holidays with singing, dancing and drumming almost continuously from Good Friday to Easter Monday.  We walked on the farm several times and as we were curious we participated on a service at their farm church on Easter Sunday and took a video of their activities. The locals were happy to see us and integrated us immediately into their community. Luckily we did not need to sing.

After the Easter holidays we drove to Victoria Falls in Livingstone. Sambesi River has grown to a huge raging torrent during rainy season and we were very impressed to see the masses of water plunging 110 meters down the rocks over a width of 1708 meter. However we were not able to see to the ground because of the up to 400 meters high spay that looks like fog. The Spray is visible even from approx. 30 km distance. We were drenched immediately by the spray and it felt like a tropical rain shower. It was great fun to wander along the falls and to cross the bridge on top with the best view point. After we were dry again we drove immediately to the Zimbabwean border, which is right behind Victoria Falls. As the entire area around Vic Falls is very touristy we did not want to stay one night longer on the camp site. Besides the fact that we were fed up with the helicopters, that were continuously cruising around and making terrible noises. The helicopters offer tourists a beautiful Vic Falls view for 15 minutes.

We enjoyed Zambia a lot in spite of rainy season. The country has everything to compete with the international market. It has many mineral resources, a variety of great national parks in every part of the country and a beautiful landscape. Additionally the people are warmhearted and friendly. Nevertheless we very often felt like we were still in an untouched African country. We can only recommend Zambia as a travel destination.

Our Highlights:

  • The beautiful South Luangwa National Park
  • Different Easter vacation on the farm Moorings
  • The fascinating Victoria Falls
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Regenzeit

Sambia, ein riesiges Land mit herzlichen Menschen. Ein Fleck unberührtes Afrika, das sich aufmacht, den Anschluss an den internationalen Markt zu finden. Ein Land, das zwischen Tradition und marktwirtschaftlichen Interessen hin- und hergerissen ist.

Schon beim Überqueren der Grenze fiel uns auf, wie freundlich auch hier die Menschen sind. Keine Schlepper, kein ewiges „Money Change“ Geschrei, nur effiziente Abwicklung. Nach dem Erstellen der Visa und Stempeln der Papiere, sowie dem Abschluss einer Carbon Emission Tax für das Fahrzeug ging es gleich weiter. Erst zum Geldautomaten und dann direkt zur nächsten Tankstelle. Wie viel entspannter das Leben doch auf einmal wird, wenn an jeder Tankstelle wieder Treibstoff zu bekommen ist.

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Von Chipata ging es nun in nord-westlicher Richtung zum South Luangwa Nationalpark. Im National Park gibt es keine Campsites, deshalb haben wir direkt am National Park im Croc Valley Camp (GPS Koordinaten S13 06.010 E31 47.644) am Rande des Luangwa Rivers übernachtet. Da der Park nicht eingezäunt ist, wurden wir schon bei der Ankunft gewarnt, keine Früchte wie Mangos, Orangen etc. offen im Fahrzeug liegen zu lassen. Es spazieren häufiger Elefanten durch die Campsite und schlagen alles kurz und klein, um an die Leckereien zu kommen. Gut, dass wir alles geruchsdicht verstaut hatten, denn prompt konnten wir kurz vor Sonnenuntergang einen Elefanten beobachten, wie er den Fluss schwimmend überquerte und auf unsere Campsite kam.

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich auf den Weg zum National Park. Doch leider fing es schon bei den ersten hundert Metern an zu regnen. Auch während der Regenzeit soll der Park eine großartige Tierwelt bieten, doch wir stellten fest, dass sich bei strömendem Regen die meisten Tiere verstecken. Trotzdem wollten wir nicht aufgeben und fuhren weiter. Die Hauptstraße Richtung Norden war relativ gut zu befahren, da diese mit rotem Kiesel bedeckt war. Sämtliche Nebenstraßen waren jedoch unzugänglich, da diese aus dunkler Erde (black cotton soil)  bestanden, die sich schon bei ein paar Tropfen in eine rutschige Matschmasse verwandelte. Unglücklicherweise ist den Straßenarbeitern wohl plötzlich der rote Kiesel auch auf der Hauptstraße ausgegangen, denn ohne Vorwarnung verwandelte sich die gut zu befahrende Straße schlagartig in die gefürchtete schwarze Matschmasse. Es fühlte sich an wie Eisregen zu Hause. Wir schleuderten und landeten in einem überschwemmten Graben. Da standen wir nun wieder, bei strömendem Regen ganz alleine. Doch dieses Mal waren die Bedingungen etwas erschwerter als in Ruanda: keine ruandische Hilfsmannschaft und die Gefahr, dass plötzlich ein wildes Tier um die Ecke kam. Es ist ja eigentlich verboten, im Nationalpark auszusteigen, doch von alleine bewegte sich das Fahrzeug ja nun auch nicht und mit Hilfe war die nächsten Tage nicht zu rechnen. So krempelten wir wieder unsere Hosen hoch und fingen an unseren Toyota auszugraben. Trotzdem beißende Ameisen und ekelige Würmer unsere Beine hochkrabbelten, machten wir weiter. Und es hatte sich gelohnt, nach fast zwei Stunden harter Schaufelarbeit schafften wir es mit viel Gas geben, unseren Toyota wieder zu befreien. Erleichtert fuhren wir dann Richtung Süden, da wir immer noch nicht aufgeben wollten. Jedoch die Straßenverhältnisse waren katastrophal, Matschmasse wechselte sich ab mit Überschwemmungen. Wir sind nur mit viel Glück und Geschick durchgekommen, ohne noch einmal steckenzubleiben. Vereinzelt hatten wir dann doch noch das ein oder andere Tier gesehen.

Nach einem Tag Ruhepause und Wagenwäsche sind wir am nächsten Tag weitergefahren. Wir wollten eigentlich die Straße direkt am South Luangwa Park entlangfahren, jedoch wurden wir nach ca. 15 km von einem entgegenkommenden Engländer gestoppt. Er meinte die Strecke sei zwar wunderschön, jedoch nur im Juli und August während der Trockenzeit und idealerweise mit zwei Autos zu befahren. Ganz wenige Autos schaffen es, alleine durchzukommen, aber um diese Jahreszeit sei es aussichtlos, da viele Flüsse überschwemmt seien. Der Engländer lebt mitten im Wald am Rande des National Parks und gründete vor  einigen Jahren zusammen mit seiner Frau eine kleine NGO.  Bei seinem Projekt geht es um die Erhaltung von Natur und Tierwelt. Es wird im National Park viel gewildert und außerhalb des Parks großflächig Waldrodung betrieben. Die beiden schaffen Aufmerksamkeit unter der Bevölkerung und erziehen die Kinder bereits in der Schule. Das Projekt ist sehr nachhaltig und hat den World Prize for Sustainable Energy des European Parliament Science and Technology Options Assessment (STOA) Panel gewonnen. Mehr Informationen sind unter http://chipembele.org/ zu finden.

Da wir das Risiko nicht eingehen wollten bis Juli auf der Strecke festzustecken (auch wenn die Landschaft noch so schön war), drehten wir nach einer längeren Unterhaltung mit dem Engländer um und fuhren auf der gut zu befahrenden Hauptstraße nach Lusaka. Dort machten wir einige Besorgungen und stellen fest, dass wir weiter Richtung Südafrika kamen, denn das Angebot  an Waren war schon fast wie zu Hause, jedoch zu stolzen Preise. Wie sich die Einheimischen das Warensortiment leisten können, konnten wir bisher noch nicht rausfinden. Wir blieben noch eine Nacht im Pioneer Camp (GPS Koordinaten S15 23.732 E28 27.045) welches 15 km außerhalb von Lusaka liegt. Das Camp liegt idyllisch und ruhig mitten im Wald und es hat sich gelohnt aus der Stadt rauszufahren.

Unser nächstes Ziel war die Farm Moorings Campsite (GPS Koordinaten S16 11.624 E27 32.600), die günstig zwischen Lusaka und Livingstone bei den Victoriafällen liegt. Auf der Farm wird hauptsächlich Mais angebaut und es gibt Schweine und Kühe. Hier hatten wir die zwei Schweizer, Tatjana und Michael kennengelernt, die sich vor sechs Jahren in Richtung Afrika aufgemacht und seit drei Jahren auf der Farm niedergelassen haben. Die beiden hatten spannende und interessante Geschichten und Erfahrungen zu erzählen. Die Campsite ist ein Teil von der Farm und ist eigentlich sehr ruhig gelegen. Doch schon bei unserer Ankunft am Karfreitag hörten wir fröhlichen Gesang und Getrommel von allen Seiten. Die einheimischen Farmarbeiter mit Familien und Verwandten feierten und sangen fast unentwegt durch bis Ostermontag. Wir machten mehrere Spaziergänge auf der Farm und da wir neugierig waren, nahmen wir am Ostersonntag an einem lokalen traditionellen Gottesdienst teil. Auch dieser bestand hauptsächlich aus Gesang, den wir auf Video festgehalten haben. Die Einheimischen waren sehr begeistert uns zu sehen und integrierten uns sofort in ihre Gemeinschaft. Nur gut, dass wir nicht singen mussten.

Nach Ostern fuhren wir nach Livingstone zu den Victoriafällen. Da gerade Regenzeit war, war der  Sambesi Fluss zu einem unglaublich breiten reißenden Strom angewachsen. Es war sehr beeindruckend, am Rande des Wasserfalls zu stehen und die Wassermassen über eine Breite von 1708 Meter von einer 110 Meter abfallenden Felswand in die Tiefe stürzen zu sehen. Allerdings konnten wir nicht bis in die Tiefe blicken da ein etwa vierhundert Meter hoher Sprühnebel entstand, der noch aus großer Entfernung zu sehen war. Der Sprühnebel durchnässte uns in kürzester Zeit bis auf die Haut, was aber nicht weiter schlimm war bei den tropischen Temperaturen. Das war vielleicht ein Spaß am oberen Rande entlang zu spazieren. Eine verbindende Brücke von zwei Felsspalten bot den besten Blick auf die Fälle. Nachdem wir wieder getrocknet und umgezogen waren, machten wir uns gleich auf den Weg Richtung simbabwische Grenze, die gleich hinter den Fällen liegt. Die Victoria Fälle sind von  beiden Ländern aus zu besuchen. Da die ganze Gegend um die Victoria Falls in Sambia sehr touristisch sind, wollten wir nicht länger als eine Nacht auf der Campsite bleiben. Außerdem waren wir von den unaufhörlich umherkreisenden Hubschraubern, die den Touristen für 15 Minuten einen Blick von oben boten sehr genervt.

Uns hat Sambia trotz Regenzeit sehr gut gefallen. Das Land hätte alles, um mit dem internationalen Markt gut mithalten zu können. Es bietet Bodenschätze, viele Nationalparks mit einer artenreichen Tierwelt, wunderschöne Landschaften und freundliche Menschen. Und gleichwohl hat man in Sambia noch das Gefühl ein Stück unberührtes Afrika vorzufinden. Als Reiseland können wir Sambia sehr empfehlen.

Unsere Highlights:

  • Der South Luangwa Nationalpark
  • Das Osterfest auf der Farm Moorings
  • Die atemberaubenden Victoriafälle
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Smiling Country

Greetings from the smiling country in Africa. Even though Malawi is one of the poorest countries in the world, the people seem to be quite happy. This might be because of the beautiful Lake Malawi, the wild untouched mountains or the fertile grounds. Or is there another reason?

We crossed the border from Tanzania to Malawi at Songwe and were done with the customs quickly.  After 15 minutes we were already driving on Malawian roads. The streets in Malawi were totally deserted – everyone walked or drove on bicycles. The reason for that was that there is no diesel at all and petrol only occasionally available at the filling stations. This disaster has been going on for six months because the president has misused development money. As a consequence the donating countries have cancelled the support for Malawi. Like anywhere else in many third world countries the population is suffering most and the president did not care. (Remark: The president died as soon as we reached Zambia. BBC reported that he passed away because of a heart attack. We would like to highlight that we were not involved in this incident!)

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People can only buy diesel on the black market for about 3 Euro per liter (the average salary per month is 80 US$). And as soon as the rumor is going on that a filling station will be delivered with some petrol the locals queue for hours in order to get some of the precious liquid. We very often saw petrol lorries standing at the road side and selling some liters to the locals unofficially. Petrol lorry driver in Malawi is probably the most popular and the most dangerous job right now.  Luckily we entered Malawi with 240 liters of diesel as we knew about the problem beforehand.

Our first place to go after the border was Chitimba Camp at the northern part of Lake Malawi.  The campsite is viewing the lake and is quite nice. We stayed there for two days and walked along the lake and to the villages. The locals waved at us happily. They were sitting at the lake chatting and laughing and their children were playing loudly. At night Julian worked at the computers in order to rescue our website. Some hacker misused our website and our server was blocked. The internet in Africa is very slow and only partly usable at night.

The next place we drove to was  Lukwe EcoCamp & Organic Gardens and we discovered a little paradise in the middle of the mountains. The lodge and the view over the untouched mountains as well as Lake Malawi are just spectacular. The Loge has been run by a Belgian for about twelve years. During that time he has built up a wonderful organic garden with vegies and fruits from all over the world. These ingredients taste so delicious in his restaurant. It was such a pleasure for us to enjoy these wonderful salads and vegies in his restaurant together with the most delicious filet steaks we had so far on this trip. Even the coffee grows in his organic garden. The owner also has a second hobby and this is furniture design. All furniture’s on his lodge and campsite are hand made by him from the wood of this property. Everything is kept very natural and the power comes from solar energy. As we loved the place so much Julian offered to renew his website. Here is the link to the website www.lukwe.com . We also wanted to help Lukwe because the owner told us that Mushroom farm which was established later and is only two kilometers away has copied all his ideas and is using them strongly for their marketing strategy. Mushroom farm does neither have organic food nor coffee in their gardens.  So hopefully it works to get some of the customers back to Lukwe. We stayed five nights at Lukwe and walked up the mountains, to Livingstonia and to the waterfalls apart from working hardly on the website. We did not bother to go to Nyika National Park close by because it was rainy season and all animals are hidden and spread out.

On the way to our next destination we bought some of the delicious filet at peoples in Mazuzu. Thanks to Auke from Lukwe for the fantastic recommendation.

We continued our trip to Makuzi Lodge, a bit further South of Lake Malawi. The campsite is peacefully placed at a beautiful sandy bay. Lake Malawi is about 500 km long with deep blue water and fantastic sandy beaches. However in the South of the lake breed these frightening bilharzias worms. Human beings can get them by swimming in the lake or washing with lake water. We were rest assured that Makuzi lodge is bilharzias free because it is located in the northern part of the lake and the whole campsite is anyway using lake water for their showers and tabs. So we enjoyed swimming several times per day and will do a worm test as soon as we reach home again. We also used relaxing Makuzi Lodge to fix everything on our car. After four days we drove firstly towards south along the lake and later towards west via Lilongwe in order to cross the border to Zambia.

As mentioned at the beginning, we enjoyed the beautiful landscape, Lake Malawi and especially the smiling and pleasant people in Malawi. Everyone we were talking to seemed to be happy and greeted us friendly. We were wondering very often why that is, because the whole country is suffering heavily from of their political situation. As the president is dead now, everyone is hoping that the next political leadership will finally support the population and not their own pocket. The education system is terrible in Malawi and so is the education level. Not to mention the economy and the tourism. We heard that the tourism budge for the entire country per year is something like 2000 USD. No wonder that Malawi is only known as a country to drive through as quickly as possible. We liked Malawi very much and found the most beautiful place. Therefore we can only recommend Malawi for enjoyable vacation.

Our Highlights:

  • The marvelous Lake Malawi.
  • The beautiful Mountain area
  • The fantastic Lukwe Eco-Camp & Organic Gardens
  • The happy and friendly Malawian’s
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Land des Lächelns

Grüße aus dem afrikanischen Land des Lächelns. Obwohl Malawi zu einem der ärmsten Länder der Welt gehört, strahlen die Menschen eine begeisternde Fröhlichkeit aus. Das mag vielleicht an dem traumhaften Malawi See, der wilden unberührten Bergwelt oder an dem fruchtbaren Boden liegen. Oder hat das noch einen anderen Grund?

Von Tansania sind wir bei Songwe über die Grenze nach Malawi gefahren. Wie nicht anders erwartet, wurde unsere Zollabfertigung auch hier in kürzester Zeit erledigt und wir fuhren bereits nach fünfzehn Minuten auf malawischen Straßen. Diese waren komplett leergefegt. Alle gingen zu Fuß oder fuhren mit dem Fahrrad, da es seit vielen Monaten in ganz Malawi keinen Diesel und nur vereinzelt Benzin an den Tankstellen zu kaufen gibt. Der Grund dafür ist, dass der Präsident Förder- und Entwicklungsgelder veruntreut hat und die Geberländer sämtliche Kredite für den Staat Malawi gestrichen haben. Natürlich hat mal wieder die Bevölkerung am meisten darunter zu leiden, den Präsidenten schien das wenig zu kümmern.  (Anmerkung: Kaum waren wir in Sambia, war der Malawische Präsident tot! Aus Quellen der BBC haben wir vernommen, dass er mit 78 Jahren einem Herzanfall erlag. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass wir mit diesem Vorfall nichts zu tun haben!).

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Somit gibt es in dem ganzen Land nur auf dem Schwarzmarkt für ca. 3 Euro den Liter Diesel zu kaufen. Und sobald eine Tankstelle wieder mit Benzin beliefert wird, stehen die Menschen in Dreierreihen über Stunden in der Schlange, um etwas von dem kostbaren Gut abzubekommen. Wir sahen häufiger Tanklastzüge am Straßenrand stehen, die den Einheimischen ein paar Liter unter der Hand verkauft haben. Wahrscheinlich  ist Tanklastfahrer momentan der gefährlichste Job in Malawi. Gut, dass wir uns in Tansania bereits mit 240 Litern reichlich eingedeckt haben, da wir vorher schon von dem Desaster wussten.

Unser erstes Ziel nach der Grenze war das Chitimba Camp direkt am nördlichen Teil des Malawi Sees. Die herzliche Begrüßung des holländischen Besitzers, gab uns sofort ein Gefühl des Willkommenseins. Die Campsite ist schön gelegen, am Sandstrand mit Blick auf den See. Wir sind dort zwei Tage geblieben und haben die Gegend und den See zu Fuß erkundet. Viele Einheimische saßen am Sandstrand, sich fröhlich unterhalten und die Kinder wild umherjagend.  Julian hatte in mehreren Nachtaktionen unsere Webseite gerettet, die irgendwelche Hacker missbraucht haben und unser Server geblockt wurde. Das Internet in Afrika ist sehr langsam und nur nachts einigermaßen zum Arbeiten zu benutzen.

Anschließend sind wir zu dem nur 14 km entfernten Lukwe EcoCamp mitten in den Bergen gefahren und fanden ein kleines Paradies vor. Alleine der Blick über die unberührte Bergwelt und den Malawisee war spektakulär. Der Besitzer ist ein Belgier und betreibt die Lodge, bzw. Campsite seit 12 Jahren. In der Zeit hat er einen traumhaften rein biologischen Garten mit den verschiedensten Salaten, Gemüse- und Früchtearten aus allen Herren Ländern angebaut und bietet diese in seinem Restaurant an. Wir stürzten uns abends regelrecht auf die Salatschüsseln und vor allem auf die Filetsteaks, die von besonders guter Qualität waren. Sogar der Kaffee wird im Garten selbst angebaut. Das zweite Hobby des Besitzers ist Möbeldesign. Er hat alle Möbel auf seinem Eco-Camp aus dem Holz seines Anwesens selbst gebaut. Alles ist natürlich gehalten und das ganze Anwesen wird nur mit Solarenergie betrieben. Da wir so begeistert waren von dem Eco-Camp und uns der Besitzer erzählt hat, dass die nur 2 km vor ihm liegende Mushroomfarm alle Ideen von ihm kopiert hat und ihm die Gäste regelrecht vor der Nase wegschnappt, hat sich Julian drangemacht und die Webseite neu gestaltet. Hier der Link zu der Webseite www.lukwe.com.  Wir blieben ganze fünf Nächte in dem Eco Camp und haben mehrere Bergwanderungen, u. a. nach Livingstonia und den Wasserfällen unternommen. Auch hier sahen wir überall fröhliche Familien zusammensitzen, die uns freudestrahlend zuwinkten. Zu dem nahegelegenen Nyika Nationalpark sind wir wegen der Regenzeit nicht hingefahren, da alle Tiere verstreut waren.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel haben wir uns bei Peoples in Mazuzu mit dem grandiosen Filet eingedeckt, das wir bei Lukwe EcoCamp gegessen haben.  Wirklich ein toller Tipp von dem belgischen Besitzer, den wir nur weitergeben können.

Weiter ging es dann zu der Makuzi Lodge, etwas südlicher des Malawi Sees. Die Campsite ist einsam gelegen in einer herrlichen Bucht mit schönem Sandstrand. Der Malawi See ist ca. 500 km lang und ein Traum von einem Gewässer mit tiefblauem Wasser und herrlichen Sandstränden. Allerdings gibt es im südlichen Teil des Sees die gefürchteten Bilharziose Würmer, die (bzw. die Larven) beim Schwimmen auf Menschen übertragen werden können. Wir hatten uns darauf verlassen, dass das Wasser bei der Makuzi Lodge, an der nördlichen Hälfte des Sees, noch davon befreit ist und ließen uns nicht davon abhalten mehrere Male am Tag zu schwimmen. Des Weiteren haben wir den Aufenthalt genutzt um mal wieder zu waschen und alles auf Vordermann zu bringen. Nach vier Tagen sind wir Richtung Süden entlang des Sees gefahren um danach Richtung Westen über Lilongwe nach Sambia einzureisen.

Wie am Anfang schon erwähnt, waren wir nicht alleine nur von der wunderschönen Landschaft Malawi’s begeistert sondern besonders von den Menschen. Die Einheimischen strahlten eine große Freude aus und wir wurden immer herzlichst begrüßt. Wir fühlten uns immer sehr willkommen. Bei der Armut der Menschen und den politischen Problemen ist das schon sehr verwunderlich. Durch den Tot des malawischen Präsidenten bleibt nun nur zu hoffen, dass sich die nächste Führung mehr für die Bevölkerung einsetzt und nicht wie alle anderen vorher in die eigene Tasche wirtschaften. Wie nicht anders zu erwarten ist das Bildungssystem (somit auch das Bildungsniveau) der Bevölkerung eine reine Katastrophe. Von der Wirtschaft und dem Tourismus ganz zu schweigen. Uns wurde erzählt, dass das Tourismus Marketing Budget des ganzen Landes gerade mal 2000 USD pro Jahr beträgt.  Da ist es kein Wunder dass Malawi unter Reisenden entweder gar nicht oder nur als Durchreiseland bekannt ist. Uns hat Malawi ausgesprochen gut gefallen und wir können es nur empfehlen.

Unsere Highlights:

  • Der paradiesische Malawisee
  • Die wunderschöne Bergwelt Malawis
  • Das grandiose Lukwe EcoCamp & Organic Gardens
  • Die fröhlichen Menschen in Malawi
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Jambo (English)

Tanzania, is the country of snow covered mountain tops, snow-white beaches, turquoise oceans, wild animals, fertile grounds, blooming sisal plantations and the highest entrance fees.
We crossed the border from Ruanda to Tanzania at Rusumo. And again, we were done within a very short period of time. It was very funny to see that there was the same big confusion on which side of the road to drive between the two countries, because there is again left wheel drive in Tanzania.

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When we drove to our first destination to Biharamulo at Lake Victoria, we noticed immediately that compared to Rwanda less people live in Tanzania. We only saw few huts here and there in between a never ending savanna of bushes and little trees. In Biharamulo we stayed at a former German Fort that was built during the German Emperor Wilhelm aera (GPS coordinates S2 37.907 E31 18.291). The previous German colonial masters must have built this far outside station in good old German quality because the buildings are still in a relatively good shape and have been functioning as a guest house for a long time.  From Biharamulo we drove towards East along Lake Victoria to Mwanza. Mwanza is not really worth to see and we cannot recommend at all the campsite Yacht Club Mwanza directly at the Lake Victoria (GPS coordinates S2 31.745 E32 53.652).

On the following day we drove to Serengeti. We realized that Serengeti has become a total rip off and can almost be considered as a tourist-nap. The campsites in the national park are 30 USD per person and the standard of those is very basic – there is only parking, toilet and cold shower. Even the campsite outside of Serengeti cost still 15 USD per person and these are as well very basic. In order to give an idea of what to pay at Serengeti we listed the following:

You have to pay:
For one day Serengeti and one day Ngorongore Crater (including drive to the crater) for two people with a vehicle and foreign number plate: 820 USD

You get:

Really bad roads. On some parts even that bad that you can hardly drive on them in rain. Basic campsites with cold showers. However many exotic tourist from all over the world and they all come together at the special highlights.

Of course we will not hide at this point that we saw rich and diverse animal life and we drove through beautiful landscapes. Our special highlights were the huge herds of wildebeests and buffalos and they were all accompanied by a large number of zebras and antelopes. We even saw our first lions. However they were surrounded by about ten safari vehicles all packed with tourists and we had to queue with our car in order to get closer to the honey moon couple. Looking back we both agree that it was good to visit Serengeti National Park however we do not need to come again. Luckily we will visit many more parks further south of Africa with more wild animals as well as less tourists and they will only cost a fraction of Serengeti.

After Serengeti we continued driving to Arusha and stayed at a recommended campsite directly at a small idyllic lake. However we cannot recommend this campsite at all because it was very basic. We had to stay there for one night because we arrived late but we left really early in the morning.

As we were really fed up with the cold and rainy weather we decided spontaneously to drive all the way to the Indian Ocean in one goal. There was also heavy rain in the mountain area around Kilimanjaro and we would not have been able to hike there. Kilimanjaro was only sticking out of the clouds for a second when we passed by. We did not climb up Kilimanjaro either because it would have cost us between 1200 USD and 1800 USD per Person!  Luckily at the Indian Ocean we were rewarded with warm and sunny weather and the beautiful campsite Peponi (GPS coordinates S5 17.230 E39 03.936). Peponi is at the upper east coast of Tanzania and is a very pleasant location. It offered shady trees, the Indian Ocean at our feet and W-lan usage for free. We got the W-lan from the far more expensive however very beautiful neighbor resort (small hint: campsite K at Peponi has the best W-lan reception and is also the best spot).  We enjoyed staying at Peponi especially because we met a very nice couple from Austria, Vesela and Wolfgang. We laughed a lot and had very good conversations.

Our next destination to go was Zanzibar, the Island with the longest, widest, and whitest beaches – at least of Tanzania. As we had to leave our Toyota on the mainland we stayed for one night at Mikadi Campsite  (GPS coordinates S6 49.142 E39 19.252) and left our car there for four days. Early in the morning we went to the Zanzibar ferry terminal with a Tuck Tuck. However firstly we had to take the car and passenger ferry to get to Dar Eh Salaam city area as the day before. The city Dar Eh Salaam is divided because the ocean bay is ending in a wide river and there is no bridge only a shuttle ferry. The journey takes maximum five minutes but everyone needs to queue for about one hour. Before getting to the Zanzibar ferry terminal we had to pass by the very smelly fish market. No wonder, the temperatures are very high (approx. 40 degrees) and humid and the fish market is without aircon and ice cubes.  The journey to Zanzibar on the ferry was very pleasant because the ship was brand new.  At the arrival in Zanzibar we noticed immediately the Arabic and Indian influence. Historically Zanzibar was one of the main trading centers as well as the connection between Middle East and India. The mixture of people and the architecture are very unique and until today many exotic spices are growing on the island. For a price of 50 USD per person, guided tours introduce the spice gardens.

We followed a recommendation and stayed at the Paradise Beach bungalows at Paje Beach, east of Zanzibar. The owner is a Japanese woman, who has been there for twenty years. She serves home cooked traditional Japanese food in the restaurant. We found it totally crazy to enjoy fantastic Japanese dishes like Sushi, Sashimi, Teriyaki, Tempura, etc. in the middle of Africa. The Japanese women even collected every morning as a special ingredient seaweed from the ocean. The local people grow seaweed professionally in front of the resort as the beach offers perfect conditions. The beach is very flat and at low tide the ocean retrieves far out that the beach transforms to a wide white sandy area of a couple of hundred meters. We spent four relaxing days with reading and some work at the computer. We planned to stay longer however the adventure called us again and we wanted to go back to our car.

Luckily we found our car exactly in the same position as we left it behind. We camped one more night at the lovely Mikadi campsite and spent the next days with grocery shopping as we were going to Malawi soon. As we wanted to check out another campsite at the beach of Dar Eh Salaam, we drove to Kipepeo (GPS Koordinaten S6 51.102 E39 21.697). This place was suggested by several people so we thought it must be special. However we did not like it that much and we definitely prefer Mikadi campsite that is only five km away. The only advantage was that we met the very nice couple from Austria again at Kipepeo. We were very happy and therefore we stayed there for two days before we drove slowly south west towards Malawi.

We drove south-west through beautiful landscapes on the main road. We liked the Baobab-Tree valley the most. These very impressive trees can reach a diameter up to 10 meters. Another highlight on this road was the crossing through the Mikumi National Park. We were lucky because we saw wild animals just by passing by. Usually people cruise through the park for hours and pay high entrance fees to see what we saw. Directly next to the main road there was a huge herd of elephants, zebras, several giraffes and many impalas. Fantastic! Right outside the Mikumi National Park we camped at the Tan-Swiss Guesthouse (GPS coordinates S7 23.786 E37 00.111). The owner is Swiss and he welcomed us former country neighbors happily. His daily challenges are not easy to manage however he would never go back to Switzerland.

Our next destination was the well-known OLD Farm in  Kisolanza ( GPS coordinates S8 08.747 E35 24.737).  It is a beautiful place that offery everything to stay for a while. However the rain caught up with us again and therefore we left the next day. For generation the Old Farm has been owned by an English family. The female owner has established wonderful guest houses and a beautify campsite in addition to the farm. Mainly Tabaco and various vegies grow on the farm. We enjoyed buying really fresh vegies and some herbs directly from the ground.

The border to Malawi was still 300 km away from the old farm. As we did not want to enter Malawi in the afternoon we stayed one night at a locally run community campsite about 30 before the border. And the next morning we were crossing the Malawian border.

Even though Tanzania has many things to offer, we did not like the country too much. The wildlife, snowy white beaches, beautiful landscapes and the fascinating mountain area are simply too expensive and some people from Tanzania can even be considered as greedy. However not only the entrance fees alone put us off, it was more the bad standard as well as the crap service. Nevertheless we had a good time and were looking forward to Malawi.

Jambo means „hello“ in Kiswahili and everyone greeted us with „Jambo“. Kiswahili is spoken in Kenya, Uganda, Tanzania and party in Rwanda and Malawi.

Our Highlights:

  • The Serengeti Nationalpark und Ngorongoro Crater
  • Die beautiful beaches of Zanzibar
  • The Baobab valley
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Jambo

Tansania ist das Land der schneebedeckten Berggipfel, schneeweißen Sandstrände, türkisfarbenen Ozeane, wilden Tiere, fruchtbaren Felder, blühenden Sisalfelder und der höchsten Eintrittspreise. Nachdem wir Ruanda hinter uns gelassen haben, ging es bei Rusumo über die Grenze nach Tansania. Und wieder trafen wir auf freundliche Grenzbeamte, die unsere Abfertigung in kürzester Zeit erledigten.  Belustigt stellten wir fest, dass auch hier beim Grenzübergang zwischen den Ländern, wie bereits bei der Einreise, die absolute Straßenseitenverwirrung herrschte, da in Tansania wieder auf der linken Seite gefahren wird.

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Auf dem Weg nach Biharamulo am Victoria See, unserem ersten Ziel, fiel uns auf, dass Tansania wesentlich dünner besiedelt ist als Ruanda. Links und rechts der Straße sahen wir nur vereinzelte Hütten zwischen einer nicht endenden Savanne mit Büschen und kleinen Bäumen. In Biharamulo haben wir im Innenhof eines ehemaligen deutschen Forts, das noch unter Kaiser Wilhelm erbaut wurde, übernachtet (GPS Koordinaten S2 37.907 E31 18.291). Die damals deutschen Kolonialherren haben diesen weit abgelegenen Außenposten wahrscheinlich in berühmt deutscher Qualität erbaut, da es immer noch steht und seit Jahren als Guest House genutzt wird. Von Biharamulo sind wir weiter Richtung Osten entlang des Victoria Sees bis nach Mwanza gefahren. Der Ort Mwanza ist alles andere als sehenswert und die hiesige Campsite liegt zwar direkt am Victoria See, ist aber nicht zu empfehlen (Mwanza Yacht Club GPS Koordinaten S2 31.745 E32 53.652).

Am folgenden Tag ging es weiter bis zum Rande der Serengeti.  Wir haben festgestellt, dass Serengeti mittlerweile viel zu überteuert ist und fast als Touristen-Nap bezeichnet werden kann. Alleine die Campsites im Nationalpark kosten stolze 30 USD pro Person und das ohne Leistung – nur Stellplatz, Toilette und kalte Dusche. Sogar die Campsites an der Straße am Rande des Parks kosteten immer noch 15 USD pro Person. Um an dieser Stelle eine kleine Vorstellung davon zu geben, was man im Serengeti Nationalpark zu bezahlen hat, haben wir eine kleine Aufstellung gemacht:

Das bezahlt man:
Für einen Tag Serengeti und einen Tag Ngorongoro Krater (inkl. Fahrt in den Krater), für zwei Personen mit ausländischem Kennzeichen ganze 820  Amerikanische Dollar.

Das bekommt man:
Wirklich schlechte Straßen, die an manchen Stellen bei Regen kaum passierbar sind. Basic Campsites ohne warme Duschen und eine Vielzahl an exotischen Touristen aus allen Herren Ländern, die sich alle an den Highlights sammeln.

Natürlich wollen wir an dieser Stelle nicht verschweigen, dass wir eine artenreiche Tierwelt gesehen haben und durch wunderschöne Landschaften gefahren sind. Unsere besonderen Höhepunkte waren die  riesigen Gnu- und Büffelherden, die von einer großen Anzahl Zebras und Antilopen begleitet wurden. Sogar unsere ersten Löwen haben wir gesehen. Jedoch waren diese von mindestens zehn mit Touristen vollgepackten Safarifahrzeugen umgeben und wir mussten in einer Warteschlange stehen, um das Honeymoon-Löwenpärchen aus der Nähe beobachten zu können. Im Nachhinein sind wir uns einig, es war gut im Serengeti Nationalpark gewesen zu sein, aber wiederkommen müssen wir bestimmt nicht. Wie gut, dass wir weiter südlich in Afrika noch eine Vielzahl von Parks besuchen werden, die nur einen Bruchteil kosten und wesentlich mehr Tiere mit einer geringeren Anzahl von Touristen bieten.

Vom Ngorongoro Krater ging es weiter nach Arusha. Die viel gepriesene Campsite an einem kleinen idyllischen See hatte schon bessere Zeiten gesehen und ging gerade so für eine Nacht. Nachdem wir nun endgültig genug von Regen und kaltem Wetter hatten, beschlossen wir spontan bis an den indischen Ozean in einem Rutsch durchzufahren. Die Bergwelt um den Kilimanjaro hätten wir sowieso nur in Wolken und bei strömendem Regen besuchen können. Vom Kilimanjaro konnten wir auf dem Weg leider nur kurz einen Blick hinter den Wolken erhaschen. Bestiegen haben wir ihn auch nicht, da dies zwischen 1200 USD und 1800 USD pro Person gekostet hätte. Für uns hat es sich gelohnt bis an die Ostküste durchzufahren, da wir im Peponi, einem kleinen Beach Resort mit einer traumhaft gelegenen Campsite gelandet sind und uns bei strahlendem Sonnenschein wieder aufwärmen konnten (GPS Koordinaten S5 17.230 E39 03.936). Das Peponi ist eine angenehme Location, bietet schattenspendende Bäume, das Meer zu Füßen und kostenlose W-Lan-Nutzung von dem um Klassen teureren aber sehr schönen Nachbar-Resort (Kleiner Tipp: Campsite K bei Peponi hat den besten Wi-Fi Empfang und ist auch am schönsten gelegen). Wir genossen den Aufenthalt sehr, vor allem da wir ein nettes Pärchen aus Österreich kennengelernt haben, mit denen wir viel gelacht und gute Gespräche geführt haben.

Unser nächstes Ziel war Sansibar, die Insel mit den längsten, breitesten und weißesten Stränden zumindest von Tansania. Da wir unseren Toyota leider auf dem Festland stehen lassen mussten, haben wir außerhalb von Dar Eh Salaam auf der Mikadi Campsite (GPS Koordinaten S6 49.142 E39 19.252) eine Nacht verbracht und dort unser Auto für vier Tage stehen gelassen. Früh morgens ging es mit dem Tuck Tuck zum Sansibar-Fährhafen. Zuerst mussten wir wie schon am Vortag wieder mit der Auto- bzw. Personenfähre zurück in den Stadtbezirk von Dar Eh Salaam. Die Stadt Dar Eh Salam ist durch eine Meerbucht mit Flussverlängerung zweigeteilt und es gibt keine Brücke nur eine ständig pendelnde Fähre. Die Fahrt dauert nur 5 Minuten, aber mit Wartezeit muss man immer eine Stunde einkalkulieren.  Vorbei an dem zur Hölle stinkenden Fischmarkt ging es dann gleich zu dem angrenzenden Sansibar Fährhafen. Bei den feucht-warmen Temperaturen von tagsüber 40 Grad natürlich ohne Klimaanlage oder Eiswürfel lässt sich der Gestank von dem angebotenen Fisch wohl nicht verhindern. Die Fahrt auf der Fähre war ausgesprochen angenehm, da das Fährschiff brandneu war. In Sansibar angekommen haben wir sofort das Flair von exotischen arabischen und indischen Kulturen gespürt. Sansibar war früher eines der Haupthandelszentren und die Verbindung zwischen Afrika, Arabien und Indien und das spiegelt sich bei dem Mix der dort lebenden Menschen und in der Architektur wieder. Bis zum heutigen Tage werden die fremdartigsten Gewürze angebaut, die mit einer organisierten Spice Tour zu begutachten sind (allerdings zum Preis von 50 USD pro Person). Einem guten Tipp folgend, haben wir uns bei den Paradise Beach Bungalows an der Paje Beach einquartiert. Das Resort wird schon seit 20 Jahren von einer Japanerin geführt, die gute traditionelle japanische Küche anbietet. Es ist schon verrückt, mitten in Afrika bestes japanisches Essen mit Sushi, Sashimi, Teriyaki, Tempura, etc. genießen zu können.  Die Besitzerin hat als besondere Zutat sogar jeden Morgen frisches Seegras aus dem Meer geholt. Das Seegras wird von den Einheimischen professionell angebaut, da sich die Bucht vor dem Resort hervorragend dafür eignet.  Die Bucht ist sehr flach und das Meer zieht sich bei Ebbe so stark zurück, dass über einige Hundert Meter nur weißer Sandstrand und das angebaute Seegras zu sehen ist. Wir hatten an diesem wundervollen Ort vier erholsame Tage mit Lesen und Computerarbeit verbracht. Eigentlich wollten wir länger bleiben, jedoch kitzelte uns das Abenteuer wieder und wir wollten vor allem zu unserem Auto zurück. Glücklicherweise stand unser Toyota noch genauso da, wie wir ihn verlassen hatten. Wir blieben noch eine Nacht auf der sehr netten Mikadi Campsite und haben den nächsten Tag mit Einkaufen in Dar Eh Salam verbracht. Vor allem mussten wir wieder Vorräte aufstocken, da es bald nach Malawi weitergehen sollte.

Da wir noch eine weitere Campsite am Strand von Dar Eh Salaam ausprobieren wollten, und das Kipepeo (GPS Koordinaten S6 51.102 E39 21.697) von mehreren Leuten empfohlen wurde sind wir ein paar Kilometer weitergefahren. Jedoch hat uns die Mikado Campsite wesentlich besser gefallen. Der einzige Vorteil war, dass wir unsere Österreicher, Vesela und Wolfgang vom Peponi wiedergetroffen haben. Das war eine große Freude. Deshalb blieben wir auch zwei Tage auf der Campsite bevor wir uns Richtung Süd-Westen gemacht haben um so langsam Malawi anzusteuern.

Die Hauptstraße Richtung Westen führte uns durch wunderschöne Landschaften. Besonders hat uns  das Tal der Baobab-Bäume gefallen. Diese beeindruckenden großen Bäume können bis zu 10 Meter Durchmesser bekommen. Ein weiterer Höhepunkt der Strecke war die Durchfahrt durch den Mikumi National Park, denn wir hatten großes Glück. Wofür andere mehrere Stunden bei hohen Eintrittspreisen durch den Park cruisen müssen, wurde uns beim Vorbeifahren präsentiert. Direkt neben der Hauptstraße graste eine große Herde Elefanten, Zebras, einige Giraffen und viele viele Antilopen. Herrlich! Gleich am Rande des Nationalparks steuerten wir die Tan-Swiss Campsite an (GPS Koordinaten S7 23.786 E37 00.111) um die Nacht dort zu verbringen. Die Campsite wird seit über zehn Jahren von einem Schweizer betrieben.  Er hatte sich sehr gefreut, Gäste von seinem ehemaligen Nachbarland zu sehen und erzählte uns von seinen täglichen Herausforderungen in Tansania, die zum Teil nicht einfach sind. Trotzdem möchte er das Land niemals verlassen und in die Schweiz zurückgehen.

Unser nächster Anlaufpunkt war die bekannte Old Farm in Kisolanza ( GPS Koordinaten S8 08.747 E35 24.737).  Es ist ein herrlicher Ort, an dem man es gut länger aushalten kann, jedoch hatte uns der Regen wieder eingeholt, und wir blieben nur eine Nacht. Die „Old Farm“ ist seit mehreren Generationen im Besitz einer englischen Familie. Die Besitzerin hat auf dem Grundstück traumhafte Gästehäuser und eine schöne Campsite aufgebaut.  Auf der Farm wird hauptsächlich Tabak angebaut und vielerlei Gemüse mit dem wir uns gleich eingedeckt haben.

Da die Grenze zu Malawi noch über 300 km entfernt war und wir nicht nachmittags einreisen wollten, haben wir noch eine Nacht kurz vor der Grenze auf einer lokal geführten Community Campsite übernachtet. Gleich am nächsten Morgen fuhren wir über die Grenze nach Malawi.

Obwohl Tansania unglaublich viel zu bieten hat, hat dieses Land bei uns einen schlechten Beigeschmack hinterlassen. Seine artenreiche Tierwelt, schneeweißen Strände, schönen Landschaften und die faszinierende Bergwelt ist einfach viel zu überteuert und manche Tansanier können schon fast als gierig bezeichnet werden. Uns haben aber nicht alleine nur die Eintrittspreise geärgert sondern vor allem der schlechte Standard und Service dafür. Wir hatten aber trotzdem eine gute Zeit und haben uns sehr auf Malawi gefreut.

Jambo heißt so viel wie „hallo“ in Kisuaheli und wir wurden überall so begrüßt. Kisuaheli wird in Kenia, Uganda, Tansania und zum Teil in Ruanda und Malawi gesprochen.

Unsere Highlights:

  • Der Serengeti Nationalpark und Ngorongoro Krater
  • Die schönen Strände von Zanzibar
  • Das Tal der Baobab Bäume
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Land of Thousand Hills

Greetings from the cleanest county in Africa which is also called “land of thousand hills”. Apart from the very well-known movie “Hotel Rwanda” people at home know very little about Rwanda. Although Rwanda such a wonderful country is and absolutely worth visiting. The border crossing from Uganda to Rwanda at Kartuna was once again hassle free and quick. There was some kind of Babylonian confusion at the border strip between the two countries because there is left-hand traffic in Uganda and right-hand traffic in Rwanda. We got our passports and the Carnet de Passage stamped (all for free for Germans) at the Rwandan border and were already done. No annoying helpers, no waiting queues just friendly helpful people. The journey to Kigali went also very fast on new roads.

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After driving the first few kilometers in Rwanda we noticed immediately that the traffic became less and less. In addition we saw no more white faces. From all sites the children shouted happily “hey Mazungu” (like in Uganda). Apparently they do not see so many white people. Some of the streets are even better than in Germany and the entire country is super clean – even Switzerland cannot keep up with it. Some of the reasons might be that it is prohibited to import, sell or even use plastic bags. Further more people get sensitively punished for littering. On Saturdays are the anyway almost empty streets deserted because every single citizen has to do “community work”. Everyone, even the president, has to clean streets as well as to repair or tidy up the environment.

We reached Kigali, Rwanda’s capital, already at lunchtime. Like to rest of Uganda, Kigali is also placed on thousand hills. Kigali is small, clean and efficient and motor bikers have to wear helmets (that is very unusual in Africa). We stayed at “One Love and Camping” (GPS coordinates S1 56.904 E30 04.501) which is according to our information the only campsite in Kigali. Unfortunately it is not suitable for overlanders because the campground is not reachable for cars. Therefore we had to camp at the parking and that was not very pleasant. At least we got free internet after weeks again and we were finally able to do our online updates.

In order to get the gorilla tracking permit (to really expensive costs of 500 US Dollar per person – and from June onwards it will be 750 USD!) we were looking for the ORTPN office in Kigali. However the office moved (the website has not been updated) to the Rwanda Development Board (RDB) Building (GPS coordinates S1 57.148 E30 06.175). Unfortunately we only got one permit applicable in five days. Everything was fully booked for the next few weeks. We run the risk because we expected getting the second permit at the Volcanoes headquarters – and we were lucky.

As soon as we got the permit we drove to Lake Kivu in the West. The beautiful scenery and the well-kept tarmac roads made up for the troubles in Kigali.  We found a nice place to stay at Hotel Holiday in Kibuye (GPS coordinates S2 03.260 E29 20.835). The place is not very cheap (like everything else in Rwanda) however we were able to place our car directly at the lake in the hotel garden and the bathrooms were clean. Unfortunately the first rain caught us there since Italy. After two relaxing days we drove under pouring rain to Gisenyi in the North of Lake Kivu directly at the border to the democratic republic of Congo (DRC).  We drove along the lake on an adventurous off-road track: on overcast mountains, through deep valleys, over wild rivers. It took us more than four hours to get to Gisenyi which is only 100 km away. We found again a brilliant place to stay at the Paradise Malahide Cottages and Campsite (GPS coordinates S1 44.028 E29 16.391). The only disadvantage was that we had to park our car again at the parking, but this one was placed a bit more pleasant. The hotel is situated directly at the lake and has a very nice atmosphere. The next day we drove from Gisenyi to Kinigi at the Volcanoes National Park. We spent three nights at the Kinigi Guest House (GPS coordinates S1 25.956 E29 35.906) which is only 300 meters away from Volcanoes Park Headquarters (GPS coordinates S1 25.941 E29 35.687). The gorilla tours start from there every morning. As we only got one gorilla permit we went there on two consecutive days and we were lucky as we got another ticket. The mountain tour to the gorillas was stunning. However standing face to face with a silverback (gorilla family head) and being surrounded by the playing mountain gorilla family is an unforgettable experience.

On the following day we were planning to drive back to Kigali. As the distance is very short we decided to make a little detour over the northern lakes Bulera and Ruhondo and further to Bururea. At the beginning everything was just perfect: a fantastic drive on relatively good roads. Unfortunately the streets got gradually narrower until they ended in one way roads. And in the middle of a beautiful landscape, between banana trees, stunning mountains and valleys it started raining. It poured down and transformed the narrow earthy roads to greasy slides. We could hardly believe but our GPS still confirmed that we were on the right track. In this moment we were very happy about our BF Goodrich MT tires. The path went further on slimmer getting bridges. These were anyway only made out of slippery tree trunks. Unluckily at one point we missed a turnoff without noticing and were standing in front of a narrow, damaged bridge. Our car could have never gone over that. We decided spontaneously and bravely to go directly through the little flat looking river. However we did not get very far – suddenly our Toyota got stuck in deep mud (over one meter) in the middle of the river. We could not even move one millimeter – neither forwards nor backwards. And here we go – we were standing in the middle of the river, totally alone, not a single body to be seen, only surrounded by nature. Yet luckily you are never alone for a long time in Africa. Mystically people appeared just from nowhere – one by one. In our case firstly about 50 people arrived and started immediately digging out the car as well as dragging some stones. Unfortunately our Toyota stuck really unluckily and deeply in the mud. After three hours of intensive digging and high-lifting we were still not successful. There was only one solution: We needed another vehicle to pull us out of the dirt. The next village with motor vehicles was about 15 km away, therefore Viktoria left on the back seat of a bicycle to get help. She could only reach the village at 16:30 because the streets were very bad and the mountains quite high. Once she was there she had to react quickly because she needed to be back with the helpers before sunset. However nothing can be done quickly in Africa. No one wanted to drive the virtually impassable roads.  An approaching nun had the idea to ask the Chinese street workers as they have the perfect vehicles and equipment. As always the Chinese smiled nicely and promised to help. However nothing happened after waiting for over one hour. It was already pitch dark. Finally Viktoria found a helpful Rwander, who was willing to drive the impassable road and to pull out the car.

In the meantime Julian and the volunteers kept on digging. As they found out after a while not only the wheels got stuck but the Toyota sat especially in the middle heavily on rocks and mud. After a couple of hours the number of the volunteers increased gradually to about 200 people. Of course this was the village happening of the year for them. But some of them were working very hard for hours with the high-lift, ropes and shovels. And then after five hours intensive preparations the Toyota was ready for the final – Julian stepped heavily on the gas and the Toyota was out. Yeah!!!  As it started getting dark Julian drove as fast as possible in order to find Viktoria. Unfortunately after a couple of hundred meters it stopped again. The roads were so narrow that the Landcruiser did not fit. On the left side it went steep up the hill and on the right side deep slopes of about 1.5 meters. The Landcruiser almost slid down the slopes. We as Europeans would just turn and try another solution, but our Rwandan volunteers. Without hesitating they started cutting down the eucalyptus trees in order to build a temporary bridge. And what a surprise, after half an hour the construction was ready. Even more surprisingly was that it was strong enough for driving over it with the heavy Toyota. After that Julian needed to drive through a cornfield over a little river and, over a steep hill in order to reach the other side of the valley. Luckily it went very well without any problems with four wheel drive diff-lock. Julian went all the way to Burera, in order to pick up Viktoria. Viktoria saw Julian coincidentally standing in the street because she was supposed to be on the way to rescue him.

After this real adventure we continued driving to Kigali, even though it was already pitch dark. We were planning not to drive in darkness in Africa, however we made an exception in Rwanda because the country is very safe and the streets to the capital are good. We reached the Discover Rwanda Youth Hostel (GPS coordinates: S 1° 57.044 | E 30° 05.592) totally exhausted but very relieved at 21:00 h. In the meantime we found out that there is a second campsite in Kigali. The next morning we cleaned our car from the mud. The dirt was everywhere in thick layers inside and outside and of course also on our clothes. In the afternoon we visited the Genocide Memorial Center. We saw horrifying pictures and reports. Even though we knew Rwanda’s history, we were very depressed when we got out of the center. As we got to know the people now a bit, it is even more difficult for us to understand that such a massacre took place in this country. But we do understand now better why the people seem to really stick together and live in a close community. They want to do everything in order to avoid that such a disaster can ever happen again in Rwanda.

The next morning we drove to the border of Tanzania.

We really enjoyed travelling in Rwanda. The rich green flowering nature in the middle of thousand hills is really an eye candy. The people are working hard nevertheless they seem to be happy and satisfied. The Rwandan people treated us very friendly with respect and were especially helpful. As we felt safe everywhere we can highly recommend traveling to Rwanda.

Our Highlights:

  • The beautiful Lake Kivu at the villages Kibuye and Gisenyi
  • Being close to the mountain gorillas
  • The nice hike at the Park des Volcanoes
  • The marvelous rich green flowering nature
  • The happy, very friendly und especially helpful people
  • The impressive tidiness
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Land der tausend Hügel

Ein Hallo aus dem saubersten Land Afrikas, das auch Land der tausend Hügel genannt wird. Abgesehen von dem bekannten Film „Hotel Ruanda“, wissen die meisten Menschen nur sehr wenig über Ruanda. Und dabei ist Ruanda ein durchaus sehenswertes und wunderbares Land. Der Grenzübertritt von Uganda nach Ruanda bei Katuna war wieder einmal unkompliziert und schnell. Da in Uganda Linksverkehr, in Ruanda aber Rechtsverkehr herrscht, gab es im Grenzstreifen zwischen den beiden Ländern eine babylonische Verwirrung. Auf ruandischer Seite wurden die Pässe und das Carnet de Passage gestempelt (alles kostenfrei für deutsche Staatsbürger) und schon konnten wir weiterfahren. Keine Schlepper, keine Wartezeiten, nur freundliche und hilfsbereite Menschen.  Die knapp einhundert Kilometer bis Kigali gingen auf gut ausgebauten Straßen sehr zügig voran.

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Nach den ersten paar Kilometern in Ruanda fiel uns zuerst auf, dass der Straßenverkehr fast verebbte. Man sah auch plötzlich ausgesprochen wenige weiße Gesichter. Dies bestätigten uns ebenfalls die strahlenden „Hey Mazungu“ Zurufe der Kinder am Straßenrand, für die zwei weiße Gesichter im Auto kein alltäglicher Anblick sein musste. Die Straßen in Ruanda sind teilweise besser als in Deutschland und das ganze Land glänzt vor Sauberkeit – da kann noch nicht einmal die Schweiz mithalten. Das mag daran liegen,  dass es verboten ist, Plastiktüten in das Land einzuführen, zu verkaufen oder zu benutzen. Des Weiteren gibt es empfindlich hohe Strafen für achtloses Wegwerfen von Müll. An Samstagen sind die eh nicht sehr stark befahrenen Straßen komplett leer, da alle Bürger „Community Work“ beitreiben müssen. Das heißt alle, sogar der Präsident, müssen Straßen und Umfeld reinigen, reparieren oder Ordnung schaffen.

Mittags waren wir schon in Kigali, der Hauptstadt, oder besser gesagt, dem Hauptdorf von Ruanda. Wie alles in diesem Land, liegt auch diese Stadt auf tausend Hügeln. Klein, überschaubar sowie unglaublich sauber und organisiert. Alle Ampeln funktionieren, alle halten sich an die Straßenregeln und alle Motorradfahrer tragen Helm (das ist sehr ungewöhnlich für Afrika).
Wir haben im „One Love Club and Camping“ (GPS Koordinaten S1 56.904 E30 04.501) übernachtet. Laut unseren Informationen, die einzige Campsite in Kigali. Doch leider ist diese nicht für Overlander geeignet, da die Campsite nicht mit dem Fahrzeug zu erreichen ist. Deshalb mussten wir die Nacht auf dem Parkplatz vor der Campsite verbringen, was nicht sehr angenehm war. Dafür gab es nach drei Wochen mal wieder Internet und wir konnten uns im Schnellspurt updaten.

Um die Permit für das Gorilla-Tracking zu bekommen (zu schmerzhaften Preisen von 500 US Dollar pro Person – und ab Juni 2012 sogar 750 US Dollar!), haben wir das ORTPN Office (Gorilla Track Pass) in Kigali aufgesucht. Das ORTPN Office war umgezogen und nicht mehr unter folgenden Koordinaten zu finden (S1 30.089 E29 37.987). Die neue Adresse, die noch nicht auf der Homepage steht, ist: ORTPN Office im Gebäude des Rwanda Development Board (RDB) Kigali, Rwanda (GPS Koordinaten S1 57.148 E30 06.175). Dort bekamen wir leider nur ein Permit für den 22. Februar, da für die nächsten Wochen alles ausgebucht war. Wir dachten uns, das zweite Permit bestimmt vor Ort zu bekommen – dem war dann auch so.

Sobald wir das Permit in der Tasche hatten, fuhren wir Richtung Westen zum Lake Kivu. Belohnt wurden wir, nach der ganzen Sucherei in Kigali, mit einer landschaftlich wunderschönen Strecke auf allerbesten Straßen. Wir haben beim Hotel Holiday (GPS Koordinaten S2 03.260 E29 20.835) in Kibuye einen brillanten Platz direkt am See bekommen. Zwar ist es nicht wirklich billig (wie alles in Ruanda), aber die schöne Atmosphäre, die sauberen Duschen und der Platz ganz alleine unten im Hotelgarten am See, haben den Preis gerechtfertigt. Leider überraschte uns hier der erste Regen seit Italien. Nach zwei Nächten ging es bei strömendem Regen Richtung Gisenyi, das ganz im Norden des Kivu Sees direkt an der Grenze zur demokratischen Republik Kongo liegt. Immer entlang des Sees auf einer abenteuerlichen Off-Road Strecke ging es durch wolkenverhangene Berge, über Flussläufe und durch tiefe Täler. Wir haben die knapp einhundert Kilometer in ganzen vier Stunden geschafft und südlich von Gisenyi im Paradise Malahide Cottages and Campsite (GPS Koordinaten S1 44.028 E29 16.391) einen netten Platz für die Nacht gefunden. Camping war hier leider wieder nur auf dem Parkplatz vor der Lodge möglich, jedoch war dieser etwas netter gelegen. Das Hotel lag direkt am See und bot abends eine nette Atmosphäre mit Lagerfeuer beim Abendessen. Von Ginseny ging es am nächsten Tag über Ruhengeri und Kinigi zum Volcanoes National Park. Dort fanden wir einen Standplatz beim Kinigi Guest House (GPS Koordinaten S1 25.956 E29 35.906) nur 300 Meter vom Volcanoes Park Headquarters (GPS Koordinaten S1 25.941 E29 35.687). Beim Volcanoes Park Headquarter gehen jeden Morgen die Touren zum Gorilla Tracking los.
Da wir in Kigali nur ein Ticket für das Gorilla Tracking bekommen konnten, sind wir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen losgezogen – und wir hatten Glück ein zweites Ticket wurde frei. Die Bergtour an sich war bereits atemberaubend. Aber Angesicht zu Angesicht mit einem Silverback (Gorilla-Familienoberhaupt) zu stehen und inmitten der spielenden Berggorilla-Familie zu verweilen ist ein unvergessliches Erlebnis.

Am kommenden Tag haben wir uns wieder auf den Weg von  Kinigi nach Kigali gemacht. Da die Entfernung sehr nah gewesen wäre beschlossen wir, einen kleinen Umweg über die nördlichen Seen Bulera und Ruhondo und weiter nach Bururea zu machen. Anfangs sah alles genial aus: eine traumhafte Strecke, die relativ gut zu befahren war. Jedoch wurden die Straßen immer enger bis diese letztendlich in einspurige Wege mündeten. Inmitten einer wunderschönen Landschaft, zwischen Bananenstauden und grandiosen Bergen und Tälern, begann es dann auch noch zu regnen. In Strömen kam das Nass von oben und verwandelte die schmalen Erdwege zu reinsten Rutschbahnen. In diesem Moment zahlten sich unsere MT-Reifen von BF Goodrich voll aus. Wir konnten es fast nicht glauben, aber unser GPS bestätigte immer noch  den richtigen Weg. Weiter ging es über immer enger werdende Brücken, die meist nur aus ein paar Baumstämmen bestanden. Leider verpassten wir irgendwann unwissentlich eine Abzweigung und standen auf einmal vor einer nicht sehr vertrauensvoll aussehenden Brücke, die der Belastung unseres Autos niemals standgehalten hätte. Kurzerhand beschlossen wir mutig direkt durch den kleinen Bach zu fahren. Leider kamen wir nicht weit – unser Toyota steckte plötzlich einen guten Meter tief im Schlamm fest. Nichts ging mehr, keinen Millimeter, weder vor noch zurück. Und da standen wir nun mitten im Bach, keine Menschenseele weit und breit, nur von Natur umgeben. Aber wie das in Afrika immer so ist, man steht nicht lange alleine. Aus dem Nirgendwo erschienen plötzlich Menschen – einer nach dem anderen. In unserem Fall waren es zuerst etwa 50 Personen, die sofort mit anpackten und zu graben begannen, sowie Steine anschleppten. Doch leider steckte der Toyota wirklich unglücklich fest, da sich nach drei Stunden intensivem Ausbuddeln und Hochliften immer noch kein Erfolg einstellte. Wir sahen nur noch eine Lösung – wir benötigen ein anderes Fahrzeug, das uns aus dem Schlamm ziehen konnte. Da der nächste Ort mit motorisierten Fahrzeugen ca. 15 km entfernt war, zog Viktoria auf dem Rücksitz eines Fahrrads los um Hilfe zu holen. Über Berg und Tal erreichte sie den Ort erst gegen 16:30 h und musste wegen der bald einbrechenden Dunkelheit schnell reagieren. Jedoch nichts geht schnell in Afrika. Keiner wollte die unwegsame Strecke fahren. Eine hinzugekommene Nonne hatte die Idee zu den chinesischen Straßenarbeitern zu fahren, da diese die nötigen Fahrzeuge bzw. Geräte hatten. Die Chinesen lächelten auch ganz nett und versprachen sogleich ein Fahrzeug mit einer Seilwinde zu organisieren. Jedoch über eine Stunde verging, es wurde immer später und später und es bewegte sich gar nichts. Als es bereits stockdunkel war, fand Viktoria doch noch einen Ruander, der bereit war zu helfen und die unwegsame Strecke zu fahren um den Toyota aus dem Schlamm zu ziehen.

Währenddessen hatte Julian mit den freiwilligen Helfern weitergebuddelt. Wie sich nach und nach herausstellte saß der Toyota vor allem in der Mitte auf, deshalb drehten die Räder durch aufgrund des fehlenden Gewichtes. Nach über drei Stunden Graben und Steine unterlegen, war die „Hilfsmanschaft“ nach und nach auf etwa 200 Menschen angewachsen. Mit High-Lift, Seilen und Schaufeln wurde die weiteren zwei Stunden im Flussbett geschuftet. Und dann war es nach fünf Stunden intensivem Vorbereiten endlich soweit – einmal kräftig Gas gegeben und der Toyota war wieder frei.  Es begann schon zu dämmern, deshalb ging es so schnell es die Wege zuließen Viktoria hinterher. Aber schon nach einigen hundert Metern war wieder Schluss. Der Weg wurde so eng, dass der Landcruiser nicht durchkam. Links ging es steil den Berg hinauf und rechts war eine senkrechte Böschung von über 1,5 Metern, bei der der Landcruiser drohte komplett hinunterzurutschen.
Als Europäer würde man umdrehen und etwas Anderes versuchen, nicht so bei unserer ruandischer „Hilfsmannschaft“. Ohne lange zu fackeln begannen die Einheimischen Eukalyptusbäume zu fällen und eine provisorische Brücke zu bauen. Kaum zu glauben, dass bereits nach einer halben Stunde die Konstruktion fertig war. Und noch weniger nachzuvollziehen, dass diese beim Darüberfahren hielt. Danach ging es runter über die Böschung, durch ein Maisfeld, über einen kleinen Bach und wieder steil den Berg hinauf auf die andere Seite des Tals. Mit Vierradantrieb und Diff-Lock ging es wie Butter querfeldein und weiter nach Bururea, wo in der Dunkelheit Viktoria wieder an Board genommen wurde. Sie hatte den Landcruiser zufällig jedoch sehr erleichtert stehen sehen, da sie ja eigentlich auf dem Weg zur Rettung war.

Nach dem Schrecken ging es trotzdem an demselben Abend weiter nach Kigali, obwohl wir es uns aus Sicherheitsgründen zum Grundsatz gemacht haben, in Afrika nachts nicht zu fahren. Allerdings in Ruanda machten wir eine Ausnahme, da das Land sehr sicher ist und die Straßen zur Hauptstadt gut ausgebaut sind. Sehr erleichtert und komplett erledigt kamen wir gegen 21:00 Uhr im Discover Rwanda Youth Hostel (GPS Koordinaten: S 1° 57.044 | E 30° 05.592) an. Mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass es doch noch eine zweite Campsite gibt in Kigali. Am nächsten Morgen befreiten wir zuerst unseren Toyota von den Schlammresten. Diese klebten überall in dicken Schichten – nicht nur außen sondern auch innen. Nachmittags besuchten wir das Genozide Memorial Center. Es waren grausame Bilder und Berichte und obwohl wir die Geschichte von Ruanda kannten, hat uns der Besuch sehr bedrückt. Da wir die Menschen jetzt kennengelernt haben ist es umso unfassbarer für uns, dass so ein Gemetzel in einem Land möglich ist. Wir verstanden aber nun besser, warum die Menschen jetzt so sehr zusammenhalten und alles verhindern damit solche Gräueltaten in Ruanda nie wieder passieren können.

Am nächsten Morgen ging es zur Grenze von Tansania, die wir wieder sehr unkompliziert passierten.

Uns hat Ruanda als Reiseland sehr gut gefallen. Die sattgrüne, blühende Natur inmitten von 1000 Hügeln ist eine reine Augenweide. Die Menschen arbeiten wirklich hart, wirkten auf uns jedoch sehr zufrieden und fröhlich. Uns gegenüber waren sie sehr freundlich, respektvoll und vor allem sehr hilfsbereit. Wir haben uns überall sicher gefühlt, deshalb können wir Ruanda als Reiseland wirklich nur empfehlen.

Unsere Highlights:

  • Der schöne Lake Kivu bei den Ortschaften Kibuye und Gisenyi
  • Ganz nah zu sein bei den Berggorillas
  • Die schöne Bergtour im Park des Volcanoes
  • Die beeindruckende Sauberkeit des Landes
  • Die wunderschöne sattgrüne blühende Natur
  • Die fröhlichen, sehr freundlichen und ausgesprochen hilfsbereiten Menschen
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Hey Mazungu (English)

From Jinja at the Nile River to Kampala with the worst chaotic traffic, continuing over the highlands of Fort Portal with charming crater lakes and further South via Lake Bunyonyi to the Rwandan border. After the last really hot days at Lake Bogoria in Kenia we passed the boarder to Uganda at Malaba on the 23rd of January. We were welcomed by friendly people, rich vegetation and pleasant temperatures. If someone thinks of Africa, he probably imagines a country like Uganda: stunning nature with colorful tropical plants as well as smiling people on the roadside. These were the first impressions we got from Uganda.

Our first stop was Jinja. Jinja is situated directly where the Nile drains off Lake Victoria. And right at the Nile river few kilometres down the stream is one of the most beautiful campsites in Africa “The Haven” (GPS Coordinates N0 32.564 E33 05.387). The Haven overlooks the Nile rapids and is run purely by solar energy.  We rather felt like somewhere in Switzerland and not in Africa because it was so clean and tidy there. We spent the next day’s with writing, checking out the area and just relaxing. We had to recover from the exhausting journey.  The peaceful days were only interrupted by a rafting tour. One full day we were speeding down the Nile rapids and at the end we flipped over. That was great fun.

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We also used the time to remove the damaged steering damper of our Toyota and to look for replacement. On the third day Dee, James together with their friend Collin, who lives in Jinja, came unexpectedly to “the Haven” for dinner. That was a big surprise and we were very happy to see each other again. What a coincidence that Collin has a workshop for Landcruisers. That was really lucky because the next day Julian together with Collin removed the suspension for the steering damper, straightened and welded it. That saved us a visit at the car repair shop, hence a lot of money. We only had to buy the heavy duty steering damper spare part in Kampala and inserted it by ourselves. At this stage we would like to highlight that our Toyota did not have any problems so far. The car is just perfect and drives and drives and drives, no matter if there is deep sand, lava rocks, 4000 meters altitude or 44 C boiling heat in the desert. We are very happy about that.

In Kampala we stayed at the Red Chili Hideway Camp (GPS coordinates N0 19.208 E32 37.800). Red Cili is a overlander hotspot with a lot of overland trucks, loud music and very good pizza. There we saw also Ali again; we met him the first time in Nairobi. He came with his girlfriend Mariska, who works for the NGO Foodstep. Mariska told us about the many unsolved problems in Uganda as well as her work at the children’s prison Kampiringisa. That caught our interest for our next project visit. As we were only allowed to visit the prison on Thursday we had to stay the next days in Kampala. Even though Kampala is a smelly, totally polluted and overcrowded city and it has the worst chaotic traffic we were quite happy that we stayed longer. We saw a different site of Uganda we normally would not get to know as tourists.

In the children’s prison Kampiringisa are approx. 300 kids from three years to seventeen years. These are mainly street kids and they are unfairly and unjustly imprisoned. The conditions in the buildings are awful and unbearable. The children do not get any school education, training or medical treatment. Further details and the background of the project will be published under FOCUS AFRICA shortly.

From Kampala we went further via the highland of Uganda to Fort Portal. There we stayed at Kluges Guest Farm (GPS coordinates N00.594857 E30.247947). It is really a nice spot.When we arrived there we were immediately invited to Stephan’s belated 60. Birthday party. We celebrated a great party at a big campfire until late night. At this place we would like to say thank you to Stefan for his invitation! Unfortunately Viktoria did not feel well the next days. She had a headache, fewer, was vomiting and had diarrhea. Initially we thought about an upset stomach, therefore we only went to the hospital on the third day. However the fewer that went in the meantime up to over 40 C was obvious and the blood test confirmed the result – Malaria! Viktoria had to take a vast amount of tablets and hat to stay in bed for two days. Luckily she felt much better after two days and the fewer was gone. What did we learn out of this: Next time we will go immediately to the hospital and don’t wait!

For a change and to fully recover we moved in between to the Nkuruba Nature Reserve community campsite (GPS coordinates N0 31.119 E30 18.133) directly at the crater lake Nkuruba. The campsite is beautifully situated and is viewing the lake. Apparently the lake is bilharzia free therefore Julian swam several times in it. The area is covered with these crater lakes which offers a beautiful natural spectacle. As Viktoria felt strong enough after four days, we continued our trip towards Lake Bunyoni. In between we stayed one more night at the Nyanzeebiri Community Campsite (GPS coordinates S0 15.653 E30 07.365) again directly at one of the crater lakes.

Like on the trip from Kampala to Fort Portal we also drove on this trip from Fort Portal to Lake unyoni through a lot of forest fires. The locals burn not only the rest of the harvest, but also the last beautiful forests. There was thick smoke everywhere.Even Elisabeth Nationalpark was burned down half and totally black.

Not only the guide book writes, that Lake Bunyonyi is the most beautiful lake Uganda’s, we also can confirm that. This might also be because we found a wonderful Campsite, called Lake Bunyoni Overland Campsite (GPS coordinates S1 16.341 E29 56.243). Our car was parked directly at the shore overviewing the lake from both sites.

Nonetheless we drove to the Rwandan border after two days. The border crossing was very easy for us Germans, as we did not need any visa. After 45 minutes everything was done and we were already on the Rwandan site.

Altogether we can say that we really enjoyed travelling in Uganda. Uganda has not only a beautiful landscape but also the people are very friendly and helpful and we always felt safe. The kids were always waving at us excitedly and calling us happily “Mazungu” (white person).

Our Highlights:

  • The beautiful Campsite „The Haven“ in Jinja
  • The exciting rafting tour on the Nile rapits
  • The charming crater lakes around Fort Portal
  • The most beautiful lake Uganda’s – Lake Bunyonyi