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Grenze Ägypten Sudan

Seit den Grenzstreitigkeiten zwischen Ägypten und dem Sudan, die nun seit vielen Jahren andauern, ist die einzige Verbindung zwischen diesen beiden Ländern eine Personenfähre. Diese Fähre fährt einmal pro Woche. Immer montags von Assuan (Ägypten) nach Waldi Halfa (Sudan) und immer mittwochs von Wadi Halfa nach Assuan. Auf der Fähre werden Passagiere, sowie Motorräder und Fahrräder transportiert. Größere Fahrzeuge wie Autos und Lastwagen werden auf einem separaten Ponton befördert. Dieser fährt in aller Regel am Sonntag von Assuan nach Wadi Halfa und dann am Dienstag von Wadi Halfa nach Assuan. (Kann aber auch mal 5 oder mehr Tage brauchen).

Die Preise sind nicht billig und belaufen sich auf:

Erste Klasse Kabine: 500.00 LE pro Bett und Person
Zweite Klasse Sitz: 322 LE
Halber Preis für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren.

Der Preis für Fahrzeuge:

Fahrrad: 51 LE
Motorrad: 253 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von weniger als 5 Meter : 2012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 5 bis 6 Metern: 3012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 6 bis 8 Metern: 5120 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von 8 bis 10 Metern: 10.012 LE
Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 10 Metern: 13012 LE

Das Fährbüro der Nile Valley Cooperation in Assuan (GPS Koordinaten N 24 05.947 E 32 53.978) ist der erste Anlaufpunkt für ein Fährticket.

Nile Valley Cooperation
Nile Street Aswan
Mob : 002 /0183160926
Telfax :002/2303348
E-Mail : takourny@ gmail.com
www.takourny.free-boards.net

Weitere wichtige Adressen in Assuan sind:

Traffic Court GPS: N 24 03.702  E 032 53.167  (Police Clearance für Ägypten)
Traffic Police Station GPS: N 24 05.024′ E 032 54.502 (Rückgabe der Nummerschilder)
The High Dam Port GPS: N. 23 58.223 E. 32 53.755 (Hafen)
Sudanesisches Konsulat in Assuan: N 24 6.324 , E 32 54.168

Nach Aussagen der Nile Valley Cooperation kann man die Nummerschilder auch direkt beim Hafen abgeben. Damit erspart man sich die Polizeieskorte zum Hafen. Das spart Geld und auf jeden Fall Zeit. Ansonsten sind die Informationen, die man von der Nile Valley Cooperation erhält meist mehr als mangelhaft. Jeder versucht ein große Geheimniss aus allen möglichen und unmöglichen Informationen zu machen. So ist eine sichere Buchung, auch wenn man den ganzen Ponton bucht, auf keinen Fall garantiert.

Straßenverbindung Ägypten – Sudan

Nachdem die Sudanesen schon vor einiger Zeit, die Straße Richtung Norden bis fast zur Ägyptischen Grenze fertiggestellt haben, haben nun die Ägypter nachgezogen und die Straße bis kurz vor die Grenze des Sudans fertiggebaut. Die Straße verläuft dann von Gustul in Ägypten nach Wadi Halfa im Sudan. In Zukunft wird sich die neue Straße auf der östlichen Nielseite befinden.

Nach Aussagen des Sudanesischen Konsuls in Assuan sowie verschiedenen anderen Quellen in Assuan fehlen nur noch etwa zehn Meter zur Straßenfertigstellung. Allerdings ist nicht die Fertigstellung der Straße das Problem, sondern, die Ägyptische Regierung weiß noch nicht, wie sie den Grenzverkehr abfertigen soll. Im Zuge der jetzigen Umbrüche in der Ägyptischen  Politik gibt es zwei Szenarien. Erstens: Es passiert erst einmal nichts mehr, da sich keiner dafür verantwortlich fühlt und das Geschäft mit der Fährverbindung außerdem äußerst lukrativ ist. Zweitens: Es wird sich in der allernächsten Zeit etwas tun und so Gott will, wird dann endlich dieses Nadelöhr auf der Kairo – Kapstadt Route wegfallen.

UPDATE: Am 4. 12. 2011 habn wir einen Ägptischen Reiseleiter getroffen, welcher mit dem Auto von Assuan nach Wadi Halfa gefahren ist. Er hat berichtet, das ein Teil der Strasse zwar noch fehle, man dies aber auch mit einem 4×2 Auto Fahren kann. Diese Informationen sind noch mit Vorsicht zu geniessen, da wir noch nicht mit der organisation, für welche er tätig ist, kontaktiert haben.

Rami Siag von Siag Travel schrieb folgendes:

Yes we traveled from Egypt to Sudan by road from Arkin check point, we have got special permission from both side Egyptian and Sudanes. I am now in Khartoum discussing our crossing back to Egypt from Halaib.

Rami Siag, Siag Travel web: www.siagtravelegypt.com

Grenzübergang Ägypten Sudan bei Arkin

grenze_aegypten_sudan

UPDATE: 22.05.2013. Die Daily News Egypt schreibt: Land port on Egypt-Sudan border to be completed by Jan 2014. Hatim Abd al-Latif, Egypt’s minister of transportation, said that a land port currently being constructed near the town of Qastal on the Egyptian-Sudanese border will be completed by January 2014. http://goo.gl/COA62

Grenze ist jetzt offen Grenzübergang Ägypten Sudan

Informationen zum Sudan Visum

Das Sudan Visum ist am einfachsten in Assuan zu bekommen. Dort muss man sich zunächst registrieren und kann dann, sobald alle Papiere gesichtet wurden (dauert ca. 7 Tage) zur eigentlichen Antragstellung persönlch vorbeikommen. Die Deutsche Botschaft in Kairo stellt für den Sudan im Moment kein Empfehlungsschreiben aus, da es für den Sudan eine Teilreisewarnung gibt. In Assuan bekommt man aber gegen eine Gebühr von 50 US Dollar (Kostet in Kairo 100 US Dollar) das Sudan Visum auch ohne dieses Empfehlungsschreiben. In den Antragsunterlagen steht, dass auch eine Firma als Leumund fungieren kann. So kann man sich vor Abfahrt ein solches Schreiben in Deutschland sicherheitshalber besorgen. Ansonsten haben wir auch von anderen Deutschen Reisenden gehört, dass es trotz Fehlen diese Empfehlungsschreibens keinerlei Probleme gab.

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Willkommen im Mittleren Osten

Raus aus der strengen Organisation, aus den vielen Sicherheitskontrollen und rein in den Orient. Handeln, fliegende Händler an der Autobahn, Männer in langen Gewändern, kopftuchtragende Frauen, Luxus-Limousinen die zwischen Ziegenherden parken, Menschen die neben Ziegen, Eseln oder Kamelen leben und gleichzeitig  viele Luxushotels und Resorts. Gastfreundliche, ehrliche Bewohner. Eintauchen in ein faszinierendes Land mit vielen Kontrasten.

Am 23.10.2011 sind wir früh  morgens in Eilat aufgebrochen und haben die Grenze nach Jordanien überquert. Die Ausreise war völlig problemlos:  Zollpapiere abgegeben, 100 Schekel (ca. 20 €) bezahlt und nach 15 Minuten waren wir schon auf der jordanischen Seite. Dort durch die Passkontrolle, für eine Woche Autoversicherung abgeschlossen (Kostenpunkt 24 JHD, ca. 25 €) und nach 20 Minuten waren wir in Jordanien. Das war richtig erholsam nach der herausfordernden Israel-Einreise 10 Tage vorher. GPS Geräte dürfen nach Jordanien nicht eingeführt werden, wenn sie nicht fest in das Fahrzeug eingebaut sind. So hatten wir natürlich keines dabei und haben uns  erst einmal bis Aqaba durchgefragt, da wir auch keine Karten besitzen. Zuallererst hatten wir eine Tankstelle aufgesucht. Der Liter Diesel liegt momentan bei 0,51 JHD (ca. 0,55 €). Da macht es richtig Spaß, die Tanks zu befüllen (wir haben schließlich zwei Tanks mit insgesamt 220 Litern).

Von Aqaba fuhren wir direkt nach Petra, und sind am späten Nachmittag in dem Beduinen-Camp Ammarin eingetroffen. Mitten in der Wüste gelegen, einen Steinwurf entfernt von Klein Petra, liegt es eingebettet in hohe, von Erosion bizarr geformten Felsen, die eine traumhaft schöne Landschaft bilden (GPS Koordinaten N30°22.912′ E35°27.032′). Nette Beduinen, saubere Toiletten und eine unglaubliche Stille, so ganz ohne Generatoren-Lärm  (Camping in Israel), Fluglärm (Camping in der Einflugschneise Eilat, Israel) oder dem netten Muezzin von nebenan, der einen häufig in muslimischen Ländern vor Sonnenaufgang aus den Federn hochfahren lässt. Keine stinkenden Mülltonnen direkt neben dem Zelt und vor allem niemanden der das Auto und uns begutachtet als seien wir von einem anderen Planeten. Kurzum, ein fabelhafter Ort, der nur weiterzuempfehlen ist. Deshalb haben wir dort insgesamt drei Nächte verbracht.

Nachdem wir die vergangenen Tage ein straffes Programm abgespult haben, war es an der Zeit, einen gemütlichen Tag einzulegen. Ausschlafen (bis 07:30 Uhr, da man immer mir der Sonne lebt), Bankgeschäfte und Erledigungen machen, etc. Nachmittags haben wir uns Klein Petra angeschaut und haben dort zufällig Tom und Susi getroffen. Tom hatten wir auf dem Campingplatz in Venedig vor zwei Wochen kennengelernt. In der Gruppe ist auch noch Marc, den wir zuvor in Wadi Musa getroffen haben (klein ist die Welt). Die drei sind mit ihren Motorrädern  auch auf ihrem Weg nach Südafrika. Susi, Mark und Tom sind nicht das erste Mal unterwegs. Ihren Blog findet man unter 321offroad.com. Es gab viel auszutauschen (Routen, Erfahrungen, etc.) deshalb hatten wir uns bei den Beduinen zwischen den Felsen in Klein Petra bei einem Glas Tee festgequatscht. Zurück im Ammarin Beduinen-Camp, gemütlich am Feuer, erzählten uns die Guides, dass die Unruhen in Syrien, Ägypten und Libyen den Tourismus in Jordanien sehr negativ beeinflussen. Scheinbar ist der Tourismus dramatisch eingebrochen – zumindest war das Beduinen-Camp fast leer, als wir dort waren. Schlecht für die Leute von Petra, aber gut für uns. Zumindest sind wir nicht allzu vielen Touristen außerhalb der Hauptattraktionen begegnet.

Am 25. 10. 2011, nach einer weiteren eisigkalten Nacht, haben wir Petra besichtigt. Die Eintrittspreise von 55 Euro sind zu Beginn abschreckend, aber am Ende des Tages kann man sagen, dass sich jeder Euro gelohnt hat. Wir haben noch nichts Vergleichbares gesehen (und wir sind beide schon viel gereist). Selbst die Akropolis wirkt eher unscheinbar neben Petra. Es ist unvorstellbar, dass hier einmal fast 100.000 Menschen gewohnt haben. Lässt man die Massen von Touristen und die Einheimischen die einem etwas verkaufen wollen außer Acht, dann ist Petra ein magischer Platzt auf diesem Planeten. Die Kontraste zwischen der zerklüfteten Landschaft und den zum Teil sehr gut erhaltenen Bauwerken, die zumeist aus den Felsen gehauen wurden, sind wie ein Eintauchen in eine andere Zeit und Welt. Die einheimischen Beduinen leben immer noch in den Felsenhöhlen von Petra und versuchen tagsüber mit allen Tricks, die Touristen  auf Ihre Transportmittel zu locken (Pferde, Kutschen, Esel, Kamele). Einer hatte seinen super speed Esel Ferrari genannt  und war damit unglaublich erfolgreich.

Zurück  im Ammarin Beduinen Camp haben wir zwei Tour-Guides aus Amman getroffen, die in Jordanien Offroad-Touren anbieten. Die beiden sind eine gute Anlaufstelle für Ausrüstung, Tipps und Informationen rund ums Fahrzeug. No1 4×4 8, Salim  Bin Al-Harath Al Bayader Industrial Area. Arman. Tel. 06-581-6174. E-mail no14x4@gmail.com.

Am 26. 10. 2011 ging es nach Wadi Rum zum Offroadfahren in die Wüste. Endlich Tiefsand, endlich wild Campen mit Lagerfeuer. Von Petra haben wir uns am Vormittag gemütlich  auf den Weg, Richtung Wadi Rum gemacht. Dort wurden wir sehr nett im Visitor Center begrüßet. Einmalige kosten pro Person 5 JHD und 20 JHD für das Fahrzeug (insg. ca. 33 Euro). Der Preis beinhaltet ein Abendessen im Beduinen-Camp und Frühstück. Uns hat es aber unter den Nägeln gejuckt, deshalb wir sind gleich in den Tiefsand, Richtung Osten aufgebrochen um dort wild zu campen. Wadi Rum ist eine Mischung aus hohen, zerklüfteten Bergen, tiefen Schluchten, mit immer mal wieder dazwischenliegenden großen Sanddünen. Alle paar Minuten ändert sich die Landschaft und eröffnet  neue, spektakuläre Naturszenen. Lawrence von Arabien, der hier lange gelebt hat, hat folgendes Zitat hinterlassen, welches die Stimmung dieser Landschaft sehr treffend wiedergibt:

„Die Geschichte auf diesen Seiten ist nicht die Geschichte der arabischen Bewegung, sondern die meiner Beteiligung daran. Es ist die Erzählung des täglichen Lebens, unbedeutender Geschehnisse kleiner Menschen. Hier gibt es keine Lektionen für die Welt, keine Enthüllungen, um die Menschen zu schockieren. Sie ist voll von trivialen Dingen, zum Teil deshalb, dass niemand die Überreste, aus denen ein Mann eines Tages Geschichte machen könnte, fälschlich für Geschichte hält, und zum Teil wegen des Vergnügens, das ich bei der Erinnerung an meine Beteiligung an dieser Revolte hatte. Wir alle waren überwältigt, wegen der Weite des Landes, des Geschmacks des Windes, des Sonnenlichts und der Hoffnungen, für die wir arbeiteten. Die Morgenluft einer zukünftigen Welt berauschte uns. Wir waren aufgewühlt von Ideen, die nicht auszudrücken und die nebulös waren, aber für die gekämpft werden sollte. Wir durchlebten viele Leben während dieser verwirrenden Feldzüge und haben uns selbst dabei nie geschont; doch als wir siegten und die neue Welt dämmerte, da kamen wieder die alten Männer und nahmen unseren Sieg, um ihn der früheren Welt anzupassen, die sie kannten. Die Jugend konnte siegen, aber sie hatte nicht gelernt, den Sieg zu bewahren; und sie war erbärmlich schwach gegenüber dem Alter. Wir dachten, wir hätten für einen neuen Himmel und für eine neue Welt gearbeitet, und sie dankten uns freundlich und machten ihren Frieden.“

(T.E. Lawrence: Die sieben Säulen der Weisheit, Seite 850).

Das bestimmende Merkmal der Wüste ist nicht etwa die große Weite, das grelle Sonnenlicht und die tausend funkelnden Sterne. Das Bestimmende in der Wüste ist die absolute Stille. Nichts, kein Vogel, kein Knacken, kein Geräusch. So haben wir unsere erste Nacht mit Lagerfeuer in einem Siq (Schlucht) verbracht. Nachts fiel die Temperatur von fast 30°C auf 7°C.

27. 10. 2011. Heute hat Viktoria ihre erste Unterrichtsstunde in Tiefsandfahren bekommen und super bestanden. Düne rauf und Dünne runter fast ohne Probleme. Der Toyota machte alles anstandslos mit. Wir haben nur ein kleines Problem mit dem Batterie-Management von Sterling, das sich immer wieder aufhängt und dadurch die Zweitbatterie nicht mehr auflädt. Mal schauen wie sich das auf unserer weiteren Reise entwickelt.

Nach fast fünf Stunden und über sechzig Kilometer kreuz und quer durch faszinierende Landschaften, haben wir heute unser Lager auf einer Sanddüne neben einem großen Bergmassiv aufgeschlagen. Der Platz war etwas belebter, deshalb hatten wir an diesem Abend viel Besuch von einheimischen Beduinen. Mit Kamel, ohne Kamel, mit Geländewagen oder mit Jagdhunden. Alle waren sehr zuvorkommend und überaus freundlich. Wir haben die Flasche Champagner, die wir aus Deutschland mitgebracht haben, zum Sundowner bei einer grandiosen Kulisse degustiert. Was für ein wundervoller Tag.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal betonen, dass wir selten so gastfreundlich aufgenommen wurden wie in Jordanien. Wir fühlten uns vom ersten Moment an bis zur Ausreise sehr willkommen.

Am 28.10.2011 früh morgens mussten wir uns von der faszinierenden Kulisse von Wadi Rum verabschieden, um uns auf den Weg nach Aqaba zu machen. Wir kamen gegen mittags in Aqaba an und besorgten uns sogleich das Ferry-Ticket nach Ägypten am AB Schalter im Zentrum von Aqaba (GPS Koordinaten N 29`31,7951 E 35`0,393975) Abfahrt der Fähre 18:00 Uhr und 16:00 Uhr einfinden am Hafen. Grandiose Zeit dachten wir! Also machten wir uns erst einmal auf die Suche nach Internet um uns wieder auf dem Laufenden zu halten. Das Mövenpick Hotel gab uns netterweise kostenlosen Internet-Empfang in ihrer Hotellobby. Als wir dort saßen, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt, fernab von der Backpacker- und Offroad- Szene.  Tiefgefroren bis auf die Knochen von der eisigkalten Klimaanlage gingen wir dann nach 3 Stunden intensiver Computerarbeit wieder zurück in das Getümmel und Gewühle von Aqaba. Pünktlich um 16 Uhr waren wir am Hafen (GPS Koordinaten N 29`27,6032 N 34`58,6530). Jedoch nichts bewegte sich. Die 18:00 Uhr Abfahrtszeit wurde auf 23:00 Uhr bzw. 01:00 Uhr morgens verschoben. Letztendlich sind wir dann um 01:30 h mit unserem Toyota auf die Fähre gefahren und diese legte fast pünktlich mit 9 Stunden Verspätung um 03:00 Uhr morgens ab. Somit wussten wir, dass wir uns Afrika nähern. Auf dem Aqaba- Fährhafen war ein unglaubliches Treiben, Durcheinander und Gezanke von vollbepackten Menschen. Die ganze Stadt Aqaba (wie auch Eilat in Israel) ist eine Duty-Free Zone. Deshalb scheint (so hatten zumindest wir den Eindruck) der ganze Mittlere Osten dort einzukaufen und die Fähre zu benutzen. Die unglaublich großen Gepäckstücke konnten niemals von einer Person alleine auf die Fähre getragen werden. Deshalb gab es dafür bereitgestellte Lastwagen, wofür sich die Leute vor Ort einen Platz für Ihr Gepäck erkämpfen mussten.  Daher das laute Geschrei und Gezeter…

Von der Fahrt mit der Fähre werden wir in unserem nächsten Blog berichten.

Zusammenfassend können wir sagen, dass Jordanien ein absolut faszinierendes Land ist, das jeder einmal bereist haben sollte.

Unsere Highlights waren:

  • Unspektakuläre Einreise nach Jordanien
  • Wunderschöne, faszinierende Landschaften und Sehenswürdigkeiten in Petra und Wadi Rum
  • Offroadfahren im Tiefsand von Wadi Rum
  • Wild Campen unter den Sternen von Wadi Rum
  • Sehr freundliche, hilfsbereite und offene Menschen
  • Chaotische Zustände am Fährhafen in Aqaba
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Fähre Europa – Afrika Ostroute

Wie es im Moment aussieht, wird es immer Schwieriger die Trans-Afrika-Ostroute von Europa mit dem eigenen Fahrzeug zu erreichen. Konnte man bis vor wenigen Monaten über die Türkei, Syrien und Jordanien, auf der Überlandroute nach Ägypten reisen. So ist nach aktuellen politischen Entwicklungen dies im Moment nicht möglich. Dies betrifft ebenso die Überlandstecke Tunesien, Libyen, Ägypten, welche durch die aktuellen Kampfhandlungen in Libyen nicht befahrbar ist. Angesichts dieser Entwicklung, bleiben nur noch Fähren oder Container/Frachtschiffe welche direkt von Europa nach Ägypten oder Israel fahren.


Interaktive Karte (Klicke auf Stadte und Linien für mehr Information)

Fähre Venedig (Italien) – Alexandria (Ägypten)

Bis Juni fuhr die Visemar Line auf der Route Venedig – Tartous – Alexandria – Venedig.  Aufgrund ansteigendem Frachtaufkommen wird die Ro/Pax Fähre VISEMAR ONE im Juni durch die RoRo Fähre Mv CRAGSIDE ersetzt. Durch diese Änderung wird diese Route als reine Frachtroute noch bis Ende Juni fortgeführt. Im Sommer wird die Route dann vollständig geschlossen und voraussichtlich im Oktober 2011 wieder aufgenommen. Nach Anfrage bei der Vismar Line haben wir folgende Antwort erhalten.

“…the service is actually suspended up until October, when we will most certainly restart again. Fact is, that we’re still studying different plans and routes in order to revamp our line service after the break, and due to this we can’t ensure you those departure dates, nor actual confirmed rates. We kindly ask you to contact us somewhere near September, in order to have a clearer vision and, hopefully, fixed days and rates of travelling.”

Damit ist die Strecke Vendig – Alexandria im Moment sowohl für RO/RO als auch für RO/Pax geschlossen. Neue Informationen werden frühestens im September 2011 verfügbar sein. Ob es dann eine Ro/Ro oder Ro/Pax Fährverbindung wird, ist bis jetzt noch unklar.

Fähre Piräus (Griechenland) – Alexandria (Ägypten)

Nach Informationen der TRANSCAMION Schifffahrtsagentur ist die Fährverbindung von Piräus nach Alexandria eingestellt worden. Diese Verbindung wird aller Voraussicht dieses Jahr nicht mehr verfügbar sein.

Fähre Piräus (Griechenland) –Haifa (Israel)

Diese Fährverbindung ist im Moment in Betrieb. Die Fährverbindung der Salamis Lines geht von Piräus (Griechenland) über Limassol (Zypern) nach Haifa (Israel). Es handelt sich dabei um eine klassische LKW Fähre. Die Preise sind happig, aber so weit bekannt die einzige Möglichkeit von Griechenland nach Israel zu gelangen.

Info und Buchung

Salamis Lines
http://salamisinternational.com
Transcamion
Schifffahrtsagentur GmbH
Bodenseestr. 5
D – 81241 München
Montag bis Freitag 08:00 – 18:00 Uhr und Samstag 08:00 – 16:00 Uhr
unter +49-89-896073 0
http://www.transcamion.de

Fähre Monfalcone (Italien) nach Haifa und Asdod

Es gibt eine RoRo Fähre von Monfalcone nach Haifa und Asdod. Die Preise sind gewaltig. So kostet eine Innenkabine 510 €, eine AußenkabineAussenkabine 787 € pro Person in der Doppelkabine.
Fähre Salerno (Italien) nach Haifa und Asdod
Diese RoRo Fähre hat deutlich günstigere Tarife als jene von Monfalcone. So liegt die Innenkabeine bei 365 €, die Außenkabine bei 465 € pro Person in der Doppelkabine. Das Fahrzeug liegt bei 368 €.

Ein- und Ausreiseformalitäten Israel

Es gibt  die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug von Israel nach Ägypten oder Jordanien auszureisen, zwischen dem Libanon und Israel sowie zwischen Syrien und Israel gibt es keine Grenzübergänge. Von Israel nach Jordanien  aus gibt es zwei Möglichkeiten, die Scheich-Hussein-Brücke (oder Jordan-River-Brücke) im Norden und im Süden der Wadi Araba- bzw. Yitzchak-Rabin-Grenzübergang zwischen Aqaba und Eilat. Der mittlere Übergang (die König-Hussein- oder Allenby-Brücke) zum Westjordanland kann nur zu Fuß überquert werden (außer Diplomatenfahrzeuge). Nach Israel nach Ägypten gelangt man über den Taba-Grenzübergang, der Rafa-Grenzübergang führt nach Gaza, es wird jedoch von einer solchen Einreise in den Gaza-Streifen aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Der dritte Übergang ist in Nitzana (bei Beer Sheva), welcher scheinbar nur für den Güterverkehr geöffnet ist.
Bei der Ausreise auf dem Landweg ist eine Gebühr zu entrichten. Beim Grenzübertritt an der Allenby-Bridge sind so für jede Person 167,5 NIS zu bezahlen. Diese gilt für alle Personen, die älter als 2 Jahre sind. Die Gebühr kann auch in Euro (Juni 2010: 40 EUR) oder Dollar (Juni 2010: 48 Dollar) entrichtet werden. Der Grenzübertritt nach Taba kostet 98,5 NIS, der Übertritt am Jordan kostet 98,5 NIS und am Yitzhak Rabin – Arava Terminal sind 98,5 NIS zu bezahlen. (Stand 2011).

Die Weiterreise über Jordanien nach Ägypten ist kein leichtes Unterfangen, aber machbar. Man sollte in diesem Fall zwei Reisepässe beantragen, damit man später keine Probleme mit dem israelischen Stempel bekommt.
Nach Informationen des Israelischen Tourismusbüros in Berlin sind sowohl die Grenzen nach Jordanien, wie auch wie Grenze nach Ägypten mit dem eigenen Fahrzeug passierbar. Bei der Einreise muss man die Grenzbeamten auf das Formular AL- 17.

Formular AL-17
Alle Besucher Israels, müssen bei der Einreise das Formular AL- 17 ausfüllen. Besucher, die von Israel aus eine Weiterreise in ein arabisches Land (mit Ausnahme Ägyptens und inzw. auch Jordaniens) planen,, sollten den Zollbeamten bitten, bei der Einreise nach Israel anstatt des Reisepasses das Formular AL- 17 zu stempeln.

Fahrzeug Verschiffung

Neben den klassischen RoRo Fähren gibt es die Möglichkeit, sein Fahrzeug nach Ägypten  verschiffen zu lassen. In aller Regel wird dann meist nur das Fahrzeug verschifft und man muss per Flugzeug nach Ägypten fliegen um dieses dann im Hafen (In der Regel Port Said) in Empfang zu nehmen.

Frachtschiffreisen

In den letzten Jahren sind die sogenannten Frachtschiffreisen immer beliebter geworden. So bietet die Grimaldi Lines das Fahrzeug zu verschiedenen Häfen im östlichen Mittelmeer verschiffen zu lassen und selber in nicht mehr benötigten Kabinen mitzureisen. Diese Frachtschiffreisen sind aber nicht ganz billig aber auf jeden Fall eine Interessante Alternative.

Frachtschiffreisen Route
Hamburg,  Tanger Med,  Alexandria,  Limassol,  Beirut,  Lattakia,  Mersin,  Izmir,  Alexandria,  Salerno,  Felixstowe,  Antwerpen,  Hamburg.
Kosten: Preis pro Tag ab: 98 €
http://www.hamburgsued-frachtschiffreisen.de
Frachtschiff-Reisen-Zentrum Hamburg-Süd, Reiseagentur
Hamburg Süd Reiseagentur GmbH
Abteilung: Frachtschiffreisen
Domstr. 21
20095 Hamburg
Tel.: + 49 (0)40 – 37 05 – 2559 / 2593 / 2142
Fax.: +49 (0)40 – 3765 – 9380
E-Mail: info@hamburgsued-frachtschiffreisen.de

Weitere Fähren und Möglichkeiten

Diese Informationen sind der Stand unserer Dinge. Wer weiß von anderen Fähren / Möglichkeiten? Bitte weitere Alternativen dann am besten als Kommentar unter diesen Artikel posten.

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Fähre Italien – Ägypten

Seit Mai 2010 verbindet eine wöchentliche, direkte RoPax-Linie nun Venedig mit Ägypten und Syrien. Betreiber des Dienstes ist die Visemar Line. Eingesetzt wird ein Neubau (2010) mit einer Kapazität für bis zu 2.860 Meter rollender Ladung, 70 Autos und 360 Passagiere.  Die Maximale Fahrzeughöhe beträgt 5,20 Meter. Eine einfache Überfahrt Von Venedig (Italien) nach  Tartous (Syrien) mit einem PKW und zwei Personen in der Doppelkabine kostet im Moment 1,079.00 Euro. Eine einfache Überfahrt Von Tartous (Syrien) nach  Alexandria (Ägypten) mit einem PKW und zwei Personen in der Doppelkabine kostet im Moment 469.00 Euro.

Update 22. 07. 2011
Wegen den politischen Unruhen in Syrien ist der Fährverbindung Venedig <-> Tartous / Syrien <-> Alexandria / Ägypten  zur Zeit eingestellt!

Die Laufzeit zwischen den Häfen beträgt:

Vendig nach Tartous 68 Stunden
Vendig nach Alexandria 94 Stunden
Tartous nach Alexandria 20 Stunden
Tartous nach Venedig 86 Stunden
Alexandria nach Venedig 60 Stunden

Pier von Visemar Line

Venedig (Italien): Terminal Vecon Pier, Via dell’Azoto, Porto Marghera
GPS Koordinaten:  N45° 27′ 15.447″ W12° 14′ 39.501″
Tartous (Syrien): Tartous Port , Pier A
GPS Koordinaten: N34° 54′ 26.7732″ W35° 52′ 23.1888″
Alexandria (Ägypten): Alexandria port, Pier 40
GPS Koordinaten: N31° 11′ 12.1272″ W29° 52′ 46.5384″

[mappress mapid=“6″]

Hafen:

Italien, Venedig – Hafen zur Visemar Lines 045°27.602’N 012°14.624E
Syrien, Tartous – Hafen Ein- und Ausfahrt 034°54.117’N 035°52.517’E
Syrien, Tartous – Zoll und Immigration im Hafen 034°54.194’N 035°51.934’E

Einreise:

Das Visum für Syrien muss vorab besorgt werden, keine Einschiffung in Venedig möglich ohne Visum im Pass. Das Visum für Ägypten kann an Bord der Visemar Lines in Alexandria vor Ausschiffung, Kosten 14 € für 21 Tage, siehe

Carnet de Passage:

Die Einreise nach Syrien ist mit und ohne Carnet de Passage im Moment möglich. Die Einreise nach Ägypten ist nur mit Carnet de Passage möglich.

Adresse des Betreibers:

N. 500882 – VISEMAR DI NAVIGAZIONE SRL
Indirizzo: 44, VIA ROMEA
CAP: 45014
Comune: Porto Viro (RO)
Tel: 0426 320523 0426 320523
Marine Transportation

Die Webseite mit online Buchung und Fahrplänen http://www.visemarline.com