Reise und Sicherheitshinweise

Reise und Sicherheitshinweise für Länder bei einer Trans-Afrika Durchquerung auf der Ost-Route. Eine Übersicht mit dem Stand vom 16. 03. 2011. Vor Reisen in das jeweilig Land sollten genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage im Einzelfall eingeholt werden. Dies geschieht am besten beim Auswärtigen Amt oder der jeweiligen Deutschen Botschaft. Generell gilt, dass besonders in den Grenzregionen und abseits regelmäßig befahrener Straßen von einem erhöhten Risiko durch Überfälle, Entführungen und weiter auch durch Landminen auszugehen ist.

Ägypten

Reisen nach Ägypten sollten bis auf Weiteres auf Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Einzelreisen an sonstige Orte und Landstriche wird aufgrund der unübersichtlichen Sicherheitslage weiterhin abgeraten. Es wird nachdrücklich geraten, bestehende Ausgangssperren strikt zu beachten. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen. Reisenden in Ägypten wird weiterhin dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Dies gilt insbesondere für die urbanen Zentren. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. Eine besonders hohe Gefährdung besteht für den Südwesten Ägyptens in der Grenzregion zu Libyen und Sudan einschließlich des Gilf Kebir Nationalparks und Gebel Quenat.

Libyen

Vor dem Hintergrund anhaltender Unruhen und Meldungen über kriminelle Überfälle im ganzen Land warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Libyen. Deutsche Staatsangehörige in Libyen werden mit Nachdruck aufgefordert, das Land zu verlassen, sofern dies möglich und sicher erscheint.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Sudan

Am 7. Februar 2011 wurden die Ergebnisse des Referendums über die Unabhängigkeit des Südsudan verkündet. Als wahrscheinlicher Zeitpunkt für die Unabhängigkeitserklärung gilt der 9. Juli 2011. Es ist nicht auszuschließen, dass es im Rahmen dieses Prozesses zeitweise zu Spannungen und ggf. Störungen der öffentlichen Ordnung im Land kommen kann. Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts des ungeklärten Status der Abyei- Region und der Grenze zwischen Nord- und Süd-Sudan wird aufgrund von möglichen Spannungen von nicht notwendigen Reisen nach Südkordofan (inkl. Abyei), Blauer Nil, sowie in den Südsudan abgeraten. Es wird dringend abgeraten von Reisen in die Region Darfur sowie in das nördliche Grenzgebiet nach Ägypten, Libyen und Tschad. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Ostsudan (Kassala, Sennar, Gedaref), nach Südkordofan (inkl. Abyei), Blauer Nil sowie die Bundesstaaten Warrap, Unity, Jonglei und Upper Nile im Südsudan wird abgeraten.

Äthiopien

Wegen gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in der Region um Jimma im März 2011, wird derzeit – bis zu einer weiteren Klärung der Lage,von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in diese Region abgeraten. Die innenpolitische Lage ist in weiten Landesteilen derzeit relativ ruhig. Vor allem in den Randgebieten des Landes kommt es jedoch immer wieder zu Unruhen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten, führt die äthiopische Armee derzeit bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land). Die Situation an der Grenze zu Eritrea bleibt angespannt.

Kenia

Bei Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz, vor allem nach Lamu, sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden. Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle. Auch kann sich der teilweise schlechte Straßenzustand als unüberwindliches Hindernis erweisen.

Zusammenfassung

Es ist schwierig eine generelle Zusammenfassung der Sicherheitslage in betreffenden Ländern zu geben. Unter der Voraussetzung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen auf individuellen Selbstfahrer- Afrikareisen, stellt sich die Situation im Moment sehr unübersichtlich da. Sicher ist, dass die Ost-Route im Moment befahrbar ist, alle Grenzübergänge sind geöffnet und auf den Hauptrouten sollte es auch zu keiner erhöhten Sicherheitsgefährdung kommen. Dieser Zustand trifft auf alle Länder außer Libyen und den Sudan zu. Libyen sollte im Moment unter keinen Umständen bereist werden. Auch die Grenzregionen zu Libyen gelten im Moment als sehr unsicher. Im Sudan ist das Referendum durch. Reisen in die Grenzregionen Darfur und in den Südsudan gelten als sehr unsicher und sollten wenn überhaupt nur im Konvoi von Sicherheitskräften wie UN, Militär ua. durchgeführt werden. Wie sich die Sicherheitslage im Sudan entwickelt ist im Moment sehr schwer zu sagen. Die Unabhängigkeit des Südsudans wird für den 9. Juni erwartet. Aus diesem Grund ist das sorgsame beobachten der aktuellen Situation unerlässlich.

Quelle ua: www.auswaertiges-amt.de

3 Kommentare

  1. Ich moechte gerne selber, mit einem oder zwei Kamele von Tunesien nach Kapstadt reisen. Das heist, quer durch Afrika. Dauer ca. 2 bis 3 Jahre. wenn ihr Tipps habt, bitte melden. Natuerlich auch melden, wenn ihr mitkommen wollt. Abreise geplant fuer Herbst 2012, falls ich mit meinen ermittlungen dahin fertig bin

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  2. Nicht zaudern, einfach machen. Die notwendige Geduld und Nervenstärke vorausgesetzt gibt es in Afrika immer eine Lösung, … und wenn’s eine afrikanische ist, auf die wir Europäer niemals drauf gekommen wären, ….

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  3. Stehe im Moment vor den selben Überlegungen. Die Sicherheitslage ändert sich im Moment so schnell, dass man nicht wirklich vernünftig planen kann. Das Hauptproblem ist, dass es nicht mehr sehr viele Ausweichrouten gibt. Aber Afrika ist für eine Überraschung immer gut.

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