Kinofilm: Ein Mann der schreit

„Un Homme Qui Crie“ erzählt, wie wichtig eine sinnvolle Aufgabe für den Menschen ist und wie die Beziehung zwischen Vater und Sohn davon beeinflusst werden kann. Einfühlsam und ruhig gedreht überzeugte er Publikum und Jurys weltweit.“Un homme qui crie“ lief in diesem Jahr als erster Film aus dem Tschad im offiziellen Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes und wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er in Paris den Lumieres Award für den besten französischsprachigen Film.

Der 58 Jahre alte Adam ist seit dreissig Jahren Chef-Bademeister in einem Luxushotel in N´djamena, Tschad, weil er früher zentralafrikanischer Schwimmchampion war. Der Job erfüllt ihn mit Stolz und bringt ihm den Respekt seiner Nachbarn ein, die ihn liebevoll Champ nennen. In diesem kleinen Universum konnte Adam bisher schrankenlos regieren und es gelang ihm sogar, seinen Sohn als Assistenten anzustellen. Seine tägliche Routine wird jedoch durch den herannahenden Krieg empfindlich gestört. Unsicherheit regiert und die Bevölkerung wird aufgefordert ihren Beitrag zum Krieg zu leisten. Der District Chief rekrutiert aus den jungen Bewohnern die zukünftigen Soldaten. Es besteht die Möglichkeit sich freizukaufen doch Adam hat kein Geld.

   

Währenddessen wird das Hotel privatisiert und von Mrs Wang, einer Chinesin übernommen.Bald werden die ersten Angestellten gefeuert, unter ihnen Adam´s bester Freund, der Hotelkoch Madji. Schließlich verliert auch Adam seinen Job, weil er als zu alt gilt. Er bekommt einen Ersatzjob als Schrankenwärter angeboten und sein Sohn Abdel übernimmt seinen alten Job. Adam fühlt sich erniedrigt. Er, der sein Leben für den Pool gegeben hat findet sich selbst am Hoteleingang als Schrankenwärter wieder.Die neue Uniform ist zu eng für ihn und für das heiße Klima ungeeignet.Adam fühlt sich von seinem Sohn verraten, der sich nicht zu der neuen Situation äußert. Postiert am Hoteleingang beobachtet Adam wie sich das Hotel verändert. Es wird renoviert, neue Sonnenstühle werden hereingetragen und Abdel bekommt sogar eine neue Wassergymnastikklasse.Adam muss sein Hotelmoped zurückgeben, was jetzt Abdel erhält. Adam verliert an Respekt in seinem Viertel. Diese Schmach wird dadurch verstärkt dass Abdel noch zu Hause wohnt. Adam versucht Abdel aus dem Weg zu gehen und Trost bei seinem Freund Madji zu finden aber nichts hilft- im Gegenteil er wird immer neidischer auf seinen Sohn und seine Jugend.Währenddessen nehmen die Kriegshandlungen und der Druck auf Adam, einen Beitrag zu liefern zu, bis schließlich eines Tages zwei Männer auf das Grundstück von Adam kommen und Abdel mitnehmen ohne dass der Vater etwas dagegen unternimmt.

Kurz danach kommt Habiba, die Freundin von Abdel zu Adam und Mariam, um bei Ihnen Zuflucht zu suchen. Da versteht Adam erst, warum Abdel den Job angenommen hat – um seine zukünftige Familie ernähren zu können.Adam versucht beim Distriktchief seinen Sohn wieder zurückzuholen aber es ist zu spät. Adam fühlt die schwere Schuld und fängt an zu fasten. Nicht einmal seinem besten Freund Madji wagt er von dem Vorfall zu er zählen. Es wird noch schlimmer, als ihm ein Soldat erzählt, dass Abdel ins Krankenhaus gekommen ist Als die Rebellen sich der Hauptstadt nähern, wird das Hotel geschlossen und Adam entlassen. Während alle versuchen, das Land in Richtung Kamerun zu verlassen will Adam nur zu seinem Sohn und fährt Richtung Front bis er ihn schließlich in einem
Militärkrankenhaus findet und mitnimmt….

Preise:

2010: Cannes: Preis der Jury
2011: Lumiéres: Preis für den besten französischsprachigen Film außerhalb Frankreichs

Website zum Film: www.cineglobal.de

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