Colored Footprint

Colored Footprint

Neues Projekt Wir machen uns bald wieder auf den Weg nach Afrika. Diesmal mit einem neuen Projekt. Der kleine Käfer Kribbel und seine traurige Mama Ein interkulturelles Kinderbuch-Projekt zur Aufklärung von Kindern psychisch kranker Eltern Wir wollen in jedem Land, das wir im kommenden Jahr bereisen, eine Schule besuchen und dort die Geschichte vom kleinen Käfer Kribbel erzählen. Während die Kinder der Geschichte lauschen, haben sie die Möglichkeit mit den gespendeten Buntstiften ihre Gedanken zu der Geschichte zu visualisieren. Da in den Regionen die wir besuchen werden der Zugang zu Buntstiften stark begrenzt bis nicht vorhanden ist, bekommen die Kinder die verwendeten Buntstifte geschenkt. So leistet das Projekt einerseits einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von Kindern über das Thema der Depression. Andererseits fördert das Projekt durch das Spenden von Buntstiften einen nachhaltig kreativen Schulunterricht. Wir erhoffen uns durch das Projekt in jedem Land einen pädagogisch wertvollen „Colored Footprint“ zu hinterlassen.   Mehr Informationen zum Projekt auf www.coloredfootprint.com   Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren Kinderheirat in Äthopien Soziale Sicherung Afrika FernreiseWiki Hello Money...
Soziale Sicherung Afrika

Soziale Sicherung Afrika

Der Impuls für soziale Sicherung im subsaharischen Afrika hat sich verstärkt. Es gibt ein starkes Engagement und Erfolge auf gesamtafrikanischer, subregionaler und nationaler Ebene. Nach der Lebensmittel-, Öl- und Finanzkrise zeichnet sich ein globaler Konsens darüber ab, dass soziale Sicherung ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklungpolitik sein muss und eine unerlässliche Voraussetzung für ein stabiles Wachstum, insbesondere der armen Bevölkerungsschichten, und zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele darstellt. Soziale Sicherung kann einen direkten Beitrag zum Wachstum leisten und den Nutzen anderer sozialer Investitionen verstärken. Die positiven Effekte des Wachstums können über die soziale Sicherung direkt an besonders gefährdete und ausgeschlossene Gruppen weitergegeben und der Vertrag zwischen Staat und Bürgern kann auf eine solidere Grundlage gestellt werden. Durch direkte und indirekte Leistungen kann soziale Sicherung oft einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Armut bieten. Die Lebensmittel- und Ölkrise traf das subsaharische Afrika besonders hart. Im Jahr 2007 stiegen die Rohstoffpreise rasant und die Lebensmittelpreise stiegen ab Ende 2006 um mehr als 45 %. Für viele Produkte, unter anderem für Rohöl, Zinn, Nickel, Sojabohnen, Mais und Weizen, stieg der Dollarpreis auf einen Höchststand. Der Anstieg erfolgte zunächst bei einigen der wichtigsten Futterpfl anzen (Mais, Weizen und Speiseöl), weitete sich dann jedoch auch auf andere Lebensmittel aus. Da der Anstieg der Lebensmittelpreise auf den einheimischen Märkten in den meisten Ländern weitergegeben wurde, waren die sozialen Folgen für die arme Stadtbevölkerung beträchtlich. In einigen Ländern führte die Lebensmittel- und Ölkrise zu sozialen Spannungen und in Burkina Faso, Kamerun, Niger und Mosambik sogar zu Unruhen. Soziale Sicherung ist kein Luxusgut, sondern im subsaharischen Afrika (SSA) notwendig und durchführbar. Verschiedene Programme sind in der Region bereits umgesetzt worden....
GINI Index Afrika

GINI Index Afrika

Der GINI-Index welcher auch  auch GINI-Koeffizient genannt wird, ist eine statistische Maßzahl, die angibt, wie gerecht das Einkommen innerhalb einer Volkswirtschaft verteilt wird. Der Gini Index wurde vom italienischen Statistiker Corrado Gini entwickelt und dient dazu Ungleichheit einer beliebigen Verteilung zu messen. Der Gini-Koeffizient nimmt Werte zwischen 0 und 1 (0 = 0% und 1 = 100%) an. Erreicht der Gini-Koeffizient einen Wert von 0, kann von einer perfekten gleichmäßigen und gerechten Verteilung gesprochen werden. Erreicht der Wert dagegen 1, ist die Verteilung perfekt ungleich. Die meisten entwickelten Industrieländer erreichen einen Wert zwischen 0,24 und 0,36. Die USA allerdings haben einen Gini-Index von 0,4 und erreichen damit den selben Wert wie China. Bei den Entwicklungsländern weist der Gini-Index höhere Schwankungen auf und nimmt Werte zwischen 0,25 und 0,71 an. Die einzelnen Koeffizienten erfordern eine besonders kritische Überprüfung der Berechnung, da ansonsten die Ungleichheitskoeffizienten nicht miteinander verglichen werden können. Somit ist es immer erforderlich, dass die Koeffizienten in allen Fällen einheitlich berechnet wurden. Der Gini-Index sagt nichts zur Qualität noch zum Pro Kopf einkommen des einzelnen Landes aus. Die Messerte geben nur Aufschluss darüber wie gerecht oder ungerecht das gesamte Einkommen, innerhalb einer Gesellschaft verteilt ist. Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren Soziale Sicherung Afrika Ein neuer Staat für Afrika Kinderheirat in Äthopien Afrika wird armregiert Glühkerze...
Entwicklungshilfe schönrechnen

Entwicklungshilfe schönrechnen

Die Verpflichtung der G8-Staaten, ihre Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 um 50 Milliarden Dollar aufzustocken ist klar verfehlt. Die Verpflichtung der reichen Staaten 0,36% ihres Bruttosozialprodukts für die Entwicklungshilfe bereitstellen ist damit nicht erreicht worden. Diese Summe ist zwar nur die Hälfte dessen, was laut UNO nötig wäre um die Millenniumsziele zur Halbierung der Armut zu erreichen.  Aber so selbst die hälfte wollen die Statten der ersten Welt nicht aufbringen. Obwohl die Industriestaaten ihre Entwicklungshilfe auf über 128.73 Milliarden Dollar im Jahr 2010 erhöht haben – ist dieser Betrag nur auf dem Papier vorhanden. In der Realität steht heute nicht mehr Geld für die konkrete Hilfe zur Verfügung als vor ein paar Jahren. Der größte Teil der zusätzlichen Entwicklungshilfe resultiert aus Schuldenstreichungen. Anders als auf dem Entwicklungsgipfel 2002 in Monterrey beschlossen, wurde der Erlass nicht zusätzlich gewährt, sondern vollständig als Entwicklungshilfe angerechnet – obwohl viele der Schulden aus Anleihen stammen, die mit Entwicklung nichts zu tun hatten. Diese Gelder wurden damit nachträglich in Entwicklungshilfe umdeklariert. Geber im Vergleich 2010 Die Entwicklungshilfestatistiken wurden schon in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder aufgehübscht. Seit 1979 werden Verwaltungskosten angerechnet. Dazu gehören zum Beispiel auch die Gehälter und laufenden Kosten des zuständigen Ministeriums. 1984 kamen die Kosten für Studenten aus Entwicklungsländern dazu. Kommen also zehn Prozent der Studenten einer deutschen Universität aus Entwicklungsländern, werden automatisch zehn Prozent aller Kosten für diese Universität als deutsche Entwicklungshilfe angerechnet – auch wenn die  Absolventen später in Deutschland bleiben und hier als Ingeneure oder Ärzte arbeiten. Sogar Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Asylbewerber aus Entwicklungsländern offiziell als Entwicklungshilfe. Mittlerweile werden sogar die Kosten für die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber als...
Afrika wird armregiert

Afrika wird armregiert

Insider aus dem Diplomatischen Dienst meldet sich zu Wort Entwicklungshilfe wird reichlich gegeben. Sie wird als gute Tat nicht infrage gestellt. Das gilt auch für die Arbeit von Hilfsorganisationen. Doch die traurige Wahrheit ist, dass diese Art von Hilfe den wichtigsten Mechanismus zerstört, der langfristig die Armut beseitigen kann: die Entwicklung eines kompetenten, unbestechlichen und den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparates. Ein Ende ist nicht in Sicht, solange die korrupten Eliten vom „Stamm der Wa Benzi“, so genannt nach der sehr beliebten Automarke, in ihrer Ausplünderungsmentalität ohne jede Verantwortung regieren und unbekümmert die Ressourcen verschwenden können, weil dieser Missbrauch für sie keine Folgen hat. Die Gelder fließen ja weiter. Nach 17 Jahren als Diplomat in Afrika plädiert Volker Seitz dafür, dieser schädlichen Art der Unterstützung ein Ende zu machen und völlig neue Wege zu gehen. Leseprobe Immer wieder finden sich Eskimos, die den Afrikanern sagen, was sie zu tun haben. Stanislaw Jerzy Lec Vorwort Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als mir in Khartoum Anfang der 90er Jahre der damalige deutsche Botschafter Dieter Simon sagte, die Entwicklungshilfe hätte die Korruption in seinem Land Sudan, in dem er die deutschen Interessen vertrat, erheblich angeheizt. Ich war ja nun mit der Milch der entwicklungspolitischen Korrektheit aufgewachsen, die in Abwandlung von Immanuel Kant sagte: Es gibt nichts innerhalb der Welt wie auch außerhalb derselben, was allein als politisch gut bezeichnet werden kann denn die Entwicklungshilfe. Ich bin auf diesem Humus aufgewachsen. Und bin darin jetzt bis in meine politischen und intellektuellen Wurzeln verunsichert. Das Wort Schuldenerlass hatte auch ich wie eine theologische Vokabel für richtig gefunden. Wie wir nach der...